Heizungsrücklauf nutzen!

02.04.2006 jäger



Hallo,

Um für WW weniger Gas zu verbrauchen und auch die Therme besser nutzten, ist mir der Gedanke gekommen, das einlaufende Kaltwasser (~10C° geschätzt),mit dem Heizwasserrücklauf vorzuheizen.
Gedacht ist es so, das ich vor dem 200L WWS, einen kleinen Speicher (ca.50-80L)vorschalte. Der kleine Speicher, soll mit dem Heizwasserrücklauf gespeist werden, so daß das "frische" kaltwasser vorzuheizen, zb. von 10° auf 15 oder 20C°(je nach dem, wie lange kein WW entnahme erfolgt).

So würde doch die Restwärme des Heizwasserrücklaufs besser nutzen werden, und gleichzeitig würde die Therme (die eh Überdimensioniert ist)etwas länger durchlaufen, dadurch bessere Energieausnützung.

Was haltet ihr von der Idee?

Gru



Re: Heizungsrücklauf nutzen



Moin!


Ehrlich gesagt: nix.
Der Energieerhaltungssatz ist vehement dagegen.
Du möchtest das Rücklaufwasser herunterkühlen (Energie entziehen), um den Warmwasserkreislauf vorzuheizen (Energie zuführen).
Dadurch muss der Brenner länger laufen, um die gewünschte Vorlauftemperatur zu erreichen. Das Ergebnis ist (theoretisch) = null.

Der Brenner hat möglicherweise einen etwas günstigren Wirkungsgrad durch längere Laufzeit. Dem entgegen wirkt die erforderliche neue Mimik (Wärmetauscher), die einen Wirkungsgrad <1 hat. Nutzt also auch nix.

Obendrein hast Du noch zusätzliche Technik, die durch Wartung und Abschreibung Kosten verursacht.
Ich fürchte, Dein Warmwasser wird mit Deiner Idee teurer als ohne...

Ralph



Nullsummenspiel



Dann muss der Rücklauf anschließend stärker aufgeheizt werden, um die VT zu erreichen.



also wärmetauscher in den GARTEN STELLEN



Hallo,
Ok, dann verwerfe ich die Idee mal in die andere Richtung.
Dann stelle ich einen Wärmetauscher im Garten auf, und laß die Sonne im Sommer draufknallen. So bekomme ich auch das Kaltwasser mehr als 10° aufgeheizt. Bis zum Garten/Boiler sind es nur ca.10m. Die Anschlüße werden als Verschraubung hergestellt, damit der Wärmetauscher im Winter, im Keller aufgestellt werden kann-- also, Im Sommer im Garten, und im Winter im Keller.

Das ist doch besser als die erste variante, oder.



Wüstendusche



100 m Wasserschlauch auslegen und man hat wunderbar warmes Wasser ;-)

Ich würde bei der angedachten Variante mal den Pumpenstrom gegenrechnen.

Viel Erfolg



ohne pumpe



Hallo,
danke vorerst für die Antworten.
Die ganze Anlage sollte ohne Pumpe laufen ! Denn das Kaltwasser soll direkt durch den Wärmetauscher, und so sich erwärmen.
Überschlägig sollten ca.70€ /jahr Ersparnis sein, wenn ich mir das nicht schön gerechnet habe.
Boiler 200L, min.3 X Aufladung/Tag (60°)

So, jetzt warte ich auf die Kaputtmachrechnung von euch.
(kleiner scherz)

Danke



Aha,



Eine Schwerkraftheizungsanlage soll es also sein, welche
ohne Umwälzpumpe auskommt.
Das funktioniert allerdings nur dann, wenn der Heizkessel im Keller steht und die Steigeleitungen und die Rücklaufleitungen jeweils mit ND ( min ) 70 mm beginnen bzw. enden.
Weiterhin funktionieren solche athmosphärischen Anlagen nur mit einem offenen Ausdehnungsgefäß im höchsten Punkt der Anlage.
Solche Anlagen wurden seinerzeit aus blanken Eisenrohren zusammengeschweißt, was einen immensen Aufwand bedeutete.
Über den Wirkungsgrad , um den sich die eigentliche Frage hier dreht, kann ich als ein Tischler keine Auskunft geben.
Allerdings waren wir damals als DDR - Bürger aus der Notwendigkeit heraus sehr motiviert, und lernwillig, an der
Erstellung einer solchen Anlage mitzuwirken.
Es wurde damals ja Alles " nach Feierabend " gemacht.
Heute ist das Schwarzarbeit.
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Nicht nur wegen der " schwarzen " Eisenrohre.

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Schöne Grüße
A. Milling



Heizung



Guten Tag,

zurück zu Ihrer Ausgangsidee: sie bewirkt das Gegenteil, weil Sie einen zusätzlichen Wärmetauscher eingebaut haben, hier geht in jedem Fall Wärme verlustig.

Sonne einfangen: dafür gibt es gute professionelle Anlagen, die jedem Eigenbau überlegen sind. Um die in den Rücklauf einzuspeisen, muß der natürlich eine niedrige Temperatur haben. Beste Methode ist ein guter hydraulischer Abgleich > Installateur oder Heizungsingenieur, oder gleich Flächenheizung einbauen.

Grüße vom warmen Niederrhein