Wochenendhaus/Wärmedämmung




Hallo liebe Forumsgemeinde,

meine Frage hat eigentlich mit "Fachwerk" nichts zu tun.
Aber vielleicht bekomme ich doch eine Info dazu...

Weiss jemand wie das mit der Wärmeschutzverordnung ist, wenn man auf einem Grundstück ein grösseres, massives Wochenend/Gartenhaus errichten lässt (mit Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer)? Ist man dann auch daran gebunden?

Im Moment steht eine alte Gartenlaube auf dem Grundstück. Aber es ist auch für Wohnbebauung geeignet, da mitten im Dorf.





Wenn sie es für Wohnzwecke nutzen wollen sollte das wohl so sein.
Da sie neu bauen wollen sollten sich doch die Mehrkosten in Grenzen halten und schnell wieder amortisiert haben, ganz anders als meist beim Altbau.





Es geht uns nicht ausschliesslich um die Kosten,sondern hat andere Gründe.
Wir würden gerne nur mit Ziegel oder Hohlblocksteinen (gibts die noch)? bauen.

Wir würden es nicht als Hauptwohnsitz nutzen, sondern eben als Wochenendhaus.

Also müssen auch solche Gartenhäuser gedämmt werden?
Kann man die Vorschriften irgendwo nachlesen?



ENEV 2009



Hallo Inka!

Schau doch mal in der EnEv 2009 nach. Da steht in §1 abs.2 Satz 8: "8. Wohngebäude, die für eine Nutzungsdauer von weniger als vier Monaten jährlich bestimmt sind, und"....
Wie das auszulegen ist, muss am besten mit der Bauaufsichtsbehörde geklärt werden.
Gruß CP



der



Preisunterschied zwischen einem 36er Leichtziegel und einem Hohlblockstein sind zwar als reine Zahl beachtlich (etwas das doppelte) aber an den Gesamtkosten fast unerheblich. Ohne die aktuellen Zahlen zu haben, würde ich mal auf 50 bis 100 € pro m3 Mauerwerk tippen. Aber da ihr gleichzeitig eine Invest. tätigt, sollte die doch nachhaltig sein. Wenn Ihr später mal im Winter auch dort aufhalten wollt, stellt sich auf einmal die Frage anders herum. Und bei einem theor. Wiederverkauf macht sich das auch besser. Bei angenommenen 7x7x3x0,365 m3 Mauerwerk reden wir hier über etwa 3000 Euro. (Wenns damit nicht reicht, sollte man sich überlegen, ob man sich eine Gartenhaus überhaupt leisten kann, denn da gehört noch ein Dach, Fußboden, Elt, Fenster+Türen usw dazu.) Also erst mal ein Entwurf, dann Kosten rechnen und wenn es dann nicht langt - anpassen.

Wenn ihr wirklich nur kurzzeitig dort wohnen wollt, wäre zu überlegen, ob ein Haus aus Porenbeton mit geringerer Wandstärke (24-30 cm) möglich ist. Das hat kurze Aufheizzeiten (ein Ziegelbau braucht länger und Hohlblock noch länger...) Leider habt Ihr nicht geschrieben, ob Ihr es auch im Winter nutzen wollt. Denn auch der Frostschutz für Bad und Küche ist zu bedenken. Oder wollt Ihr die Heizung höher fahren - dann würde ich lieber das Geld in eine sinnvolle Ausführung investieren.

Ist nur meine Meinung nach meinem Motto





... kommt noch dazu, dass man später das Haus möglicherweise nicht mehr nutzen darf, wie man will, wenn man den Bau explizit nur als Haus mit Nutzungsdauer von maximal 4 Monaten genehmigen lässt.
Nicht am falschen Ort sparen!