Nur mal so vorstellen...

30.01.2017 MirkS



Hallo,

ich heiße Dirk.
Meine Frau und ich haben vor 10 Jahren ein marodes Fachwerkhaus - laut Türsturz über der Haustür Bj. 1779 - im Odenwald günstig gekauft und haben es leider vollsanieren müssen.
Ab und zu haben wir hier im Forum nach Problemlösungen gesucht. Wir waren also heimliche Mitleser. ;-)
Da wir mittlerweile selbst unsere Erfahrungen gesammelt haben, könnten wir in Zukunft eventuell auch Ratschäge an zukünftige Bauherren/-Frauen geben.

Hier eine hoffentlich kurzer Abriss über unser Projekt:
- Wir konnten während der Umbauphase dauerhaft in dem Haus wohnen. Es war beim Kauf noch zweigeteilt und ein Schandfleck im Dorf. Der eine Teil war Fachwerk, der andere war seit 1956 ein unverputzter gemauerter Bau.
- In der heissen 6-wöchigen Bauphase, als das Fachwerk abgetragen und neu aufgebaut wurde, wohnten wir im sogenannten Anbau auf 30 qm mit 7 Leuten. 3 befreundete Zimmerleute, 2 Schwiegereltern, 2 Bewohner(Frau und ich).
- Das Fachwerk wurde bis auf die halbhohen Grundmauern abgebaut und dann mit Ersatzholz neu gerichtet. Ungefähr 30 Prozent der alten Balken waren hinüber.
- Das Ersatzholz(ca. 100 Jahre altes Eichenholz) hatten wir von einem Scheunenabriss im Saarland günstig erstanden.
Meine Frau und ich haben deswegen einen Tagesausflug mit einem 7,5 Tonner ins Saarland gemacht.
- Den Lehm vom Abbau unseres Hauses haben wir auf einem großen Haufen gesammelt, dann tagelang durchgesiebt und später als Unterputz für Innen wiederverwendet.
- Zusätzlich haben wir uns vorher schon ein gebrauchtes Stahlgerüst gekauft. (100 qm Einrüstung)
- Ausgefacht haben wir mit Lehmsteinen. Damals gab's in knapp 10 Km Entfernung noch ein Ziegelwerk, von welchem wir auch die Lehmbauplatten für den Innenausbau besorgt haben.
Leider gibt's das Ziegelwerk nicht mehr, weil die Schwiegersöhne es heruntergewirtschaftet haben. :(
- Die Innendämmung haben wir mit mit einer zwischen der Außenwand und den vorgenannten Lehmbauplatten liegenden Hanf-Lehm-Mischung realisiert.
In den von uns verwendeten Lehmaubauplatten war eine Nut für eine Wandheizung vorhanden. Wandheizung haben wir verlegt.
In der Dachschräge ist unser Wohnzimmer. Im Spitzgiebel unser Schlafzimmer. Die Dachschrägen haben wir von Innen mit Sauerkrautplatten versehen. In diese Platten habe ich mit einer Handkreissäge keilförmige Nuten reingeschnitten, um den Schlauch von der Wandheizung zu verlegen.
Unbedingt Mund & Augen & Hörschutz tragen. Das war echt das
krasseste Projekt. Auf den Sauerkrautplatten hält Lehmputz übrigens perfekt.
Mittlerweile ist es urgemütlich. Es fehlen hier und da noch ein paar Fußleisten oder ein paar Blenden für die Stromverteilerdosen oder die Leibungen für die Badezimmertür... :-)

- Aktuell (Anno 2017) realisieren wir ein paar ausstehende Projekte. Die Badezimmertür zum Beispiel.
Wir haben da zwei original Türbänder aus dem Barock. War ein Sperrmüllfund. Ebenso das dazugehörige Kastenschloß.

Beide Teile wurden von einem Antik-Experten auf 1450-1650 a.D. geschätzt.
Bin momentan dabei, das Kastenschloß wieder funktionsfähig zu machen. Sieht gut aus. Habe es zerlegt und morgen gehe ich mit der Drahtbürste dran.
Bin da immer wieder am nachdenken, daß der Hersteller dieses Teils schon seit 500 - 600 Jahren tot ist.
Hier ein Bild von Türbändern, die ziemlich den unseren ähneln:
http://www.antik-sammeln.ch/images/schloe_tuerkl/klinken_35.jpg

Gruß,
Dirk



Türbänder



Die Türbeschläge sehen mir eher nach 50, max. 120 Jahre aus.



Wandheizung in Heraklithplatten...



...mittels eingesägter Keilnuten integriert?
Warum macht man sich solch einen Arbeitsaufwand?
Um welche Stärken von Heraklithplatten handelte es sich da bei ihnen und welchen Produkthersteller haben sie da verwendet?
Wer hat ihnen diesen Tipp bzw. Rat gegeben?
Wir verlegen die Wandheizung stets auf die Plattenebene und Verputzen dann komplett unter Wärme.



Guten Abend,



Hallo Dirk, ich finde es sehr schön, dass sich hier mal jemand auf diese Art und Weise vorstellt.

Ich habe mir auch, vor 10 Jahren ein Fachwerkhaus zugelegt, mit jugendlichem Leichtsinn würde ich heute sagen.
Richtig fertig ist es nicht, meine Familie meint das es nie fertig wird.

Würden Sie, so ein Projekt, mit dem jetzigen Wissen und Erfahrungen nochmal angehen?

Beste Grüße
Danilo



Guten Abend,



Doppelt..



Wer ein altes Haus...



...sich zulegt, wird eh nie richtig fertig sein.
Es bedarf immer kritischer Blicke und kleiner Handgriffe, dass es nicht aus dem Ruder läuft.



Die Türbänder und die Heraklith-Platten



Hallo,

danke für die bisherigen Antworten.

Unsere Türbänder wurden von einem ausgesprochenen Antik-Experten datiert.

Die Keilfuge in den Sauerkrautplatten haben wir reingemacht, damit der Dachstuhl weniger belastet wird.
Die Lehmputzschicht ist dadurch dünner und das Gewicht reduziert sich.
Fragt mich nicht nach Details dazu. Das war eine Entscheidung zwischen Statiker, Architektin und Zimmermann. ;-)

Zu guter letzt die Frage, ob ich so ein Projekt noch mal machen würde.
Eindeutig Ja.
Mir/Uns hat's was gebracht.
Wir hatten vorher in einer Altbau-Mietwohnung gewohnt.
War auch schön. Immer der gleiche Tagesablauf usw.
Manche Leute finden das gut. Wir fanden das auch damals gut.
Monatlich die Miete abdrücken, in der Freizeit vorm Fernseher/auf dem Balkon/im Biergarten rumhängen: war schön.

Es war und ist ein Abenteuer, das mit unserem jetztigen Haus in der Wallachei. Das Abenteuer ist mittlerweile deutlich kleiner geworden, weil wir schon seit Längerem wieder normal leben können. Fußleisten und so weiter stehen noch aus.
Oder unser schlampig ausgeführter Aussenputz. (Fällt stellenweise ab, weil wir im Sommer bei +35 Grad in der prallen Sonne mit Kalkunterputz(Tierhaar-versehen)
gearbeitet haben. Sind so Erfahrungswerte von uns.
Wir haben Mauern/Verputzen in keiner Ausbildung genossen.

Es ist etwas ganz Anderes, als in einer Mietwohnung zu wohnen oder einen gekauften Neubau zu beziehen.
Man muß sich einfach damit abfinden, daß das Leben eine Baustelle ist.

Gruß,
Dirk



Antikexperte



Mag sein das Ihre Beschläge echt sind, der auf dem Foto ist eine moderne, billig gemachte Kopie.



Ziegelwerk Grün



Hallo Dirk,
ich denke, du meinst das Ziegelwerk Grün.
Ja, schade dass es das nicht mehr gibt.
Da hatte ich auch meinen Lehm her.
Grüße aus dem MTK
Heiko



Ziegelwerk und Türbänder



Hallo,

ja, es handelt sich um das ehemalige Ziegelwerk Grün in Reinheim. Wir hatten Glück, daß es dies zu unserer Bauphase noch gab. Der damalige Chef, Herr Liebig, hat uns sehr gut beraten. Zu ihm konnten wir auch kurz mal hinfahren, wenn wir nur 3 fehlende Lehmbauplatten oder 2 Ziegel gebraucht haben.
Zudem haben wir die meisten Hanfschäben als Beimischung zur Innendämmung bekommen. Nachdem das Ziegelwerk leider dicht gemacht hat, haben wir die Hanfschäben im Tierhandel besorgt. Da gibt's bei uns die Herrnmühle in Reichelsheim/Odw.

Zu den Türbändern. Ich habe soeben ein paar Fotos gemacht. Alle zu sehenden Teile stammen von dem erwähnten Sperrmüllfund. Die geschmiedeten Nägel habe ich behutsam herausgebohrt und diese werden auch wiederverwendet. Das vermoderte Holzstück ist der Überrest der Tür.

Gruß,
Dirk

PS: Kann man hier echt nur ein Bild pro Beitrag hochladen?



Kastenschloß



und Schloßschilder waren bei uns an jeder Brettertür im Haus angebracht- Bauzeit Anfang 19. Jhd. unser Schmied sagte, am Schloßkasten sind schon deutlich vorindustrielle Spuren von Serienfertigung zu sehen, dürfte es um 1450 noch nicht gegeben haben.



Ziegelwerk Grün...



...habe ich selbst einmal besucht und von dem sehr rührigen und fachkompetenten Herrn Jens Liebig eine persönlioche Führung sogar erhalten.
Und zudem kam es dann dort noch zu einer Spontanbegegnung mit einem langjährigen Lehmbaukollegen, mit dem ich über Fachwerk.de seit Jahren im Kontakt stehe.

Arpad Biro, der Ungar mit Lehmbauerfahrung

Ich habe heute noch persönliche Kontakte zu Herrn Liebig und wir telefonieren des öfteren einmal.
Habe zu seiner Zeit auch einige Materialien dieser Produktionsstätte verarbeitet und bezogen.



Ziegelwerk Grün und unsere Haustür



Ja, der Herr Liebig war und ist wirklich ein schätzenswerter Experte und angenehmer Zeitgenosse. Uns hat er damals auch mal im Betrieb herumgeführt.
Lustig war es, wenn man ihn ersteinmal 10-15 Minuten auf der Fabrikanlage suchen musste, wenn man mal wieder eine PKW-Anhänger-Ladung gebraucht hat.
Ich vermisse diesen Betrieb und Herrn Liebig.

Zur Tür. Wir haben uns letztes Jahr nach einer historischen Vorlage von einem ortsansässigen Schreiner eine Tür aus massiver Eiche anfertigen lassen. Das Foto zeigt die historische Tür.
Sie stand in Reichelsheim/Odw. draussen an einem ehemaligen Schuppen angelehnt - immerhin unter der Dachtraufe. In diesem Schuppen war damals mein Arbeitsplatz als Grafiker.
Er war immerhin gedämmt und geheizt.
Ich habe meiner Chefin die Tür für 50 Euro abgekauft, weil meine Frau und ich in der Tür etwas Besonderes gesehen haben. Das Baujahr der Tür schätze ich nach meinem derzeitigen Wissensstand zwischen 1870-1910 ungefähr. Stil ist Neogotik.
Eventuell wissen Türexperten etwas Genaueres ?

Gruß,
Dirk



Kastenschloß und Türbänder



Hallo zusammen,

das Kastenschloß muss nicht unbedingt so alt sein wie die Türbänder. Was ist nicht auf dem Foto dargestellt habe sind der Türknauf samt Rosette und das Schloßschild.

Ob die Türbänder jetzt von 1450 oder 1650 sind ist mir relativ egal. ;.)

Hauptsache für mich ist, daß man mit relativ wenig Aufwand diese Teile wieder funktionsfähig machen kann.

Wir haben bei uns im Haus nur alte Kassettentüren mit Kastenschlössern.

Habe diese Kastenschlösser mit simplen Methoden (Rostlöser und Drahtbürste, teilweise Zahnbürste) wieder gängig gemacht und sie verrichten ihren Dienst wie annodazumals.
Deswegen liebe ich den alten Kram: Man kann ihn nahezu ewig nutzen.

Meine Frau hatte vor über 20 Jahren angefangen, alte Kastenschlösser und Zubehör vom Sperrmüll zu sammeln.
Sie wohnte damals in Darmstadt und da hatten offenbar einige Besitzer von Altbauwohnungen aus der Gründerzeit einen kollektiven Modernisierungsanfall. Reihenweise landeten Türblätter und alles zugehörige Drum und Dran auf dem Sperrmüll.

Es ist mir auch egal, ob das Kastenschloß 100, 200 oder gar 400 Jahre alt ist. Hauptsache, es erfüllt nach zig(?) Jahrzehnten der Nichtbenutzung wieder seinen Zweck.
Es war stark verrostet und mechanisch ging nichts. Ich habe es jetzt soweit wieder gängig bekommen, daß es wieder seine Funktion ausüben kann.

Gruß,
Dirk



Beschlagteile



Das ist sehr ehrenhaft wenn Sie solche Materialien wiederverwenden. Ihre Funktion sollten sie aber noch erfüllen.
Die von Ihnen fotografierten Türbänder kriegen Sie im Internet ab etwa 10,-€ pro Stück, das nennt sich Tiroler Stil.



Tiroler Stil - Meine Türbänder ???



Hallo,
bin ich hier im falschen Film gelandet?

Ich war vor 2 Jahren bei einem mittlerweile verstorbenen Antik-Experten, und der hat diese Dinger auf 1450-1650 datiert. Das war ein Extrem-Sammler, der zu allem etwas gewusst hat.

Mir selbst ist es egal, wie alt die Türbänder sind. Ich will sie weiter verwenden. Ich weiß nur, daß sie mit geschmiedeten Nägeln an einer zig-fach überlackierten Tür befestigt waren. Die Nägel habe ich alle aufgehoben.

Wenn hier nicht mal langsam ein ernsthafter Kommentar kommt, dann bin ich wieder weg aus dem Forum.
Ich habe gehofft, daß hier Liebhaber von Fachwerk und den dazugehörigen Bauteilen unterwegs sind. Momentan hört es sich anhand der bisherigen Kommentare etwas überheblich bis diffamierend oder schlichtweg dumm an.
Kann man sich nicht mal etwas netter unterhalten?

Gruß,
Dirk



Wieder was dazu gelernt



Hallo,

ich habe mal nach Tiroler Stil gesucht und gefunden. Es gibt tatsächlich ähnliche Nachbauten, wußte ich noch nicht! Ihre Bänder schätze ich schon deutlich älter ein. Ganz gut sieht man es an der unregelmäßigen Ausführung, Schmiedespuren, feine Ziselierung der Oberfläche und dem Dornmaß. Die alten Barock und Renaissancebänder hatte hatten meist Stützkloben von ca. 12 bis 25mm Durchmesser je nach Anwendungszweck , je älter desto dicker. Wir haben hier noch eine original Tür (ca. 75*179cm) aus der Erbaungszeit ebenfalls mit sog. Weinrankenbändern (Namen gibts viele dafür) Der erfoderliche Durchmesser der Kloben beträgt für diese Minitür aktuell 20mm. 400Jahre Gebrauch haben das Auge gewiss geweitet aber ursprünglich dürfte das Maß auch bei 16 bis 18mm gelegen haben. Die moderne Nachbauten haben deutlich kleinere Dornmaße von 8 oder 10mm und man siehtr ihnen die Fertigung auf modernen Maschinen an.
Kastenschloß und Schlüsselschild tippe ich mal auf um 1800, wenn es denn noch geht, weiter verwenden. Ist allemal stylischer als ein modernes Einsteckschloß.

Instandsetzung und Restauration von diesen Dingern ist leider recht lohnintensiv und damit teuer. Auch fehlen wie bei den historischen Weinrankenbändern meist die Gegenstücke.

Gruß
Selle



Vielen Dank an Selle!



Hallo,
vielen Dank für diese ausführliche Antwort. :-)
So stelle ich mir das in einem Fachwerkforum vor´.
Das Dornmaß bei meinen beiden Türbändern beträgt 16 mm.
Ich habe heute in einem kleinen Haushalts- und Metallwarenläden in der Hauptgemeinde passende Kloben zum Einbetonieren gefunden. Morgen oder übermorgen nehme ich sie mit in die Firma, um sie durch Brünierung alt aussehen zu lassen.
Bei den Türbändern werde ich die alten geschmiedeten Nägel verwenden. Ich poste hier ein Bild, wenn die Badezimmertür in Funktion ist.

Gruß,
Dik





Hallo,

ich würde eher Kloben nach historischem Vorbild bevorzugen , z.B. https://www.kunstbeschlag.de/kbh/detail/kloben-nostalgie-tuerangel-tuerangeln.html

Dazu Schlaufen zum einschrauben. Diese lassen sich deutlich leichter ausrichten und evt. auch mal nachjustieren.

Die Kloben die sie haben sind vermutlich für Tore o.ä. optisch m.e. grenzwertig weil .

Eine gute Alternative zum brünnieren ist auch das Schwärzen im Leinöl oder wer die Dämpfe nicht braucht, abbrennen im Ofen/Feuer, sandstrahlen/abbürsten und mit kovermi Rostkonverter streichen, s. a. http://www.korrosionsschutz-depot.de/rostschutz-und-lacke/roststopper/kovermi-rostkonverter/kovermi-rostkonverter-100ml

Gibt eine schwärzliche changierende Oberfläche.
Wenn die Kloben mal nicht passen helfen auch dünne Edelstahl oder Eisenröhrchen als Passhülse weiter.

Die Tür passt schon in die Gründerzeit, interessant wäre noch die Ansicht der Bänder, vermutlich irgendwelche Blatthespen. Ein ähnliches Model als "Orininal" also passend zu ihren Bändern hätte sich damals kaum einer Leisten können. weil Glas sehr sehr teuer war. Auch wenn die Römer schon große Glasscheiben kannten, waren Scheiben in kleinen Größen gebräuchlich, wegen der Bruchgefahr hätte sowas kaum einer in eine Tür eingestzt. (Adlige und Reiche mal ausgenommen).

Gruß
Selle



Kloben und Tür



Hallo,

die neuen Kloben habe ich jetzt doch nicht brünieren lassen.
Mein Arbeitskollge hat sie nur mit dem Schweißbrenner bearbeitet. Sehen jetzt schon alt aus ;-)

Zur alten Haustür: Das Original hat in etwa so Bänder wie dieses da: https://www.kunstbeschlag.de/antik/pictures/8068-w.jpg
Ziemlich schlicht also.
Zum Fundort der Tür: Wie ich schon erwähnt hatte, stand die Tür bei meinem ehemaligen Arbeitgeber in Reichelsheim/Odenwald herum. Das dortige Haupthaus ist ein Fachwerkhaus, dessen Baujahr ich nach meinem Kenntnisstand auf ca. 1800(+/- 30 Jahre) schätze. Die Bauweise und die Raumaufteilung ist meinem 1779er Haus sehr ähnlich.
Auch der Schuppen dort steht an der gleichen Position wie bei mir. Vielleicht war's gar der gleiche Zimmermann?
Die Orte liegen 10 Km auseinander.
Ich habe keinerlei Ahnung, wo sich diese Tür in früheren Jahren befunden haben könnte. Ein Bauer oder ein normaler Arbeiter wird sich eine solche Tür wohl nicht gekauft haben.
Vielleicht wurde sie mal vor 100 Jahren auf dem Sperrmüll der örtlichen evangelischen Kirche gefunden?

Das ist nur noch Spekulation.

Gruß,
Dirk