nochmal Schimmel



nochmal Schimmel

hallo,
ich steh nach dem Lesen aller Schimmelposts immer noch ratlos da.
Situation:
Backsteinhaus, teil-unterkellert ca 1900.
36er Wände trocken, innen und außen, Dachboden trocken, Teilkeller trocken.
Dielen originaluralt, Reste einer Schicht Ochsenblut.
In einem Raum wurde das von Hand abgeschliffen und geölt.
Jetzt sind weiße Ausflockungen auf dem Holz und es schimmelt grünlich auf dem Holzboden.
Ein paar morsche Dielen habe ich aufgenommen. Sie sind knapp 30 mm stark und durchgehend sehr morsch, aber trocken.
Was könnte die Ursache sein?
Was wären Lösungsmöglichkeiten?
Welche Fehler sind zu unterlassen,damit der Schimmel weg bleibt?





Das Raumklima überwachen!

Wenn man längere Zeit Sachen auf dem Boden stellt, kann sich imm Erdgeschoss bei ungünstiger Klimatisierung auf dem Boden Schwitzwasser bilden und dann kann es Schimmeln.

Wenn das Holz trocken ist sollte es nicht schimmeln. Riecht es den im Raum muffig?



Schimmel



Das Öl kann schimmeln, je nach Qualität und Verarbeitung.
Feuchte kann durch den Verarbeiter (der schwitzt wenn er richtig arbeitet, atmen tut er sowieso)oder durch Sommerkondensation (wärmere, feuchtere Außenluft als innen) in den Raum gelangen. Da braucht noch nicht mal Kondensat ausfallen, relative Luftfeuchten über 70% können sich an der kälteren Grenzschicht Wand bzw. Fußboden längere Zeit einstellen. Das reicht schon für Schimmelwachstum.



Schimmel



Guten Morgen,
ich hatte "ähnliche" Probleme!
Als erstes habe ich nach den Ursachen für die Schimmelbildung gesucht. Ich habe 2 Ursachen festgestellt. Zum einen einen kleinen Riss in einer Rohrleitung. Desweiteren, die vorhandene, verbaute Innendämmung ( Styropor ). Die Ursache mit der defekten Rohrleitung, war allerdings Zufall, dass ich den Riss gefunden habe. Bei er Innendämmung war es einfacher. Bitte die Profis jetzt nicht über mich herfallen. Ich hatte ein Feuchtigkeitsmessgerät ( 20,00 €? aus dem Baumarkt) für unser Brennholz. Mit diesem habe ich die Wände mal für den ersten Eindruck gemessen. Ich stellte damit recht schnell die feuchten Bereiche fest. Natürlich nicht die genauen Werte, aber die Tendenz, wo es feucht war. Wie ich schon mal geschrieben habe, wurde die Innendämmung entfernt. Ob das energieeffizient war, kann ich nicht sagen, aber die Wände konnten jetzt trocknen und sind jetzt trocken. Natürlich half auch das jetzt regelmäßige Lüften und beheizen de Hauses. " Ich " würde dir zu so einem Messgerät raten. Damit kann man "eventuell" einen feuchten Bereich finden. Zumindest ist es kein großer, finanzieller Aufwand.

mfg



Schimmel



Gegen Schimmel hilft nur ein angepasstes Lüftungs- und Heizungsverhalten.
Das mit der Natronlauge war überflüssig und gefährlich.
Schimmelsporen (KBE, koloniebildende Einheiten) gibt es immer und überall in Wohnungen. Nahrungssubstrat wie Hautschuppen, Milbenkacke, Pollen findet sich im Hausstaub. Was der Nutzer beeinflussen kann ist die Luft- und Materialfeuchte.
Reine! Wolle ist ein Leckerbissen für eine ganze Reihe von ungewollten Haustieren, für Schimmel ein ideales Wohnumfeld.
Hygrometer müssen Sie nicht bestellen, so etwas gibt es für ein paar Euro im Baumarkt oder im Elektronikgeschäft.



Wie sind die Wände beschaffen?



Was ist für ein Putz & was sind für Farben auf den Wänden?
Es kann auch sein, das die Wände nicht mehr atmen können.
Wir sind auch in solch einer Sanierung. Fließ- & Glasfasertapeten waren/sind an den Wänden. Wo die Tapeten mit den Wänden verhaftet sind, muß der Putz runter & wird mit reinem Kalkputz neu aufgebaut.
Auf den Wänden wo bereits nur Kalkfarbe & Kalkputz existierte, haben wir mit Skaret Kalkputz 1cm neu aufgeputzt.
Die Außenwände wurden mit einem Innendämsystem von Ungerdifutherm gedämmt.
Von ca. 85% Luchtfeuchte, sind es jetzt zwischen 50 & 60%.
Schimmel haben wir keinen mehr.

Ich habe bei Bekannten eine Badsanierung auf Basis von Kalkputz durchgeführt. In dem Zwergenbad gibt es keine Staunässe.

Eine Sanierung mit Klakputz kann Wunder bewirken.



Schimmel



Zuerst Luftfeuchtigkeit und Luft- und Wandtemperaturen messen- ein günstiges Hygro-/thermometer und Infrarotthermometer genügt dafür,

bei zerbröselnder Unterkonstruktion muß der Unterbau mit Feuchtigkeitssperre ohnehin erneuert werden, Dielen ggf wiederverwenden bzw teilweise ersetzen.

Scheuerfeste Wandfarbe wird nicht sehr diffusionsoffen/sorptionsfähig sein-Gipsputz ist hygroskopisch. der ursprüngliche Kalkputz mit Kalk-, Lehm- oder Silikatfarbe wäre in dieser Hinsicht besser geeignet.

Bei genügendem Heizen und Lüften sollte kein Schimmel vorkommen, wenns nicht Undichtigkeiten aus undichten Installationen oä oder erhebliche Schlagregenbelastungen gibt.
Dämmung verhindert Kondensat bei Taupunktunterschreitung.

Andreas Teich



Schimmel



Backsteinhaus,bj.1900,36er Wandstärke-ist wohl ein Zeischaliges Mauerwerk.Die Köpfe der Deckenbalken liegen in der inneren Wandschale auf bzw.sind eingemauert.Wenn dort nicht richtig vermörtelt wurde,kann evtl. kalte Luft aus der Hohlschicht in die Decke strömen.Die Decke kühlt aus und die Warme Raumluft kondensiert am Boden.



Schimmel



Ein paar Anmerkungen:
Innenwandfarben sind alle auf Wasserbasis.
Eine zweischalige Wand ist um die 30 cm dick.
Unter Auflagern, um Fenster usw. wurde bei zweischaligen Wänden immer durchgemauert.



Schimmel



Jan, und ich dachte auch, es handelt sich ums Erdgeschoß.



Fußbodenaufbau



Zu erdberührten Fußböden gibt's reichlich Beiträge-
prinzipiell:
-tragfähigen Untergund herstellen (Estrich/Betonplatten oä, gestampften Lehm)
-Feuchtigkeitssperre auslegen und seitlich bis mindestens Oberkante Fußboden hochziehen
-Dämmung und Tragschicht aus Holzbalken/Lattung
-Dielen

Auch bei jetzt trockenem Untergrund kann Feuchtigkeit diffundieren
(die Oberfläche des Sandes fühlt sich dabei trotzdem trocken an),
zudem ist auch Kondensatbildung möglich, speziell bei ungedämmten Böden.
(Frisches) Öl stellt bei den entsprechenden Feuchtebedingungen als oganisches Material einen guten Nährboden für Schimmel dar

Holzfeuchtigkeit messen da bei zu hoher Holzfeuchte das Öl ohnehin nicht aufgenommen wird

Andreas Teich





Ah ok ist Erdgeschoß.Es ist aber nicht ungewöhnlich das ein zweischaliges Mauerwerk 36 cm stark ist,meist aber 30-34.Das mit den Auflagern ist richtig,nur hab ich schon oft gesehen das im unverputzten Bereich der Decke die innere Wand Löcher und Fugen hat,besonders im Bereich der Balkenköpfe. Hier kann kalte Luft durch die Decke strömen bzw. Wärme Luft in die Hohlschicht.



Fußbodenaufbau



Ich mische mich hier mal ein:
Mit dem Schimmel auf dem Boden hat die Decke erst mal nichts zu tun, hier wurde eine nicht existierende Verbindung herbeigequält.
Kalte Außenluft kann nur IN die Decke strömen WENN es über große Risse eine direkte Verbindung zum luftumspülten Balkenkopf gibt. Das ist äußerst selten und sorgt immer noch nicht für einen Luftzug innen. Ein intakter Innenputz an Decke und Wand verhindert das. Selbst wenn- das kühlt höchstens den Raum etwas aus, so wie ein angekipptes Fenster auf Dauerlüftung. Mit dem Boden hat das immer noch nichts zu tun.
Richtig ist das Ende des 19.Jhr. mit Lüftungsebenen in Wänden experimentiert wurde als Ziegel in Massen zum Einsatz kamen. Das wurde sehr schnell wieder fallengelassen, senkrechte und waagerechte Abdichtungen setzten sich durch.
Sie werden nicht darum herumkommen den Fußboden neu aufbauen zu lassen.
Die Bauhöhe beträgt bei neuer Dielung etwa 17 bis 20 Zentimeter. Schichtenfolge:
ca. 5 cm Sauberkeitsschicht aus Beton, eben und waagerecht eingebaut,
Abdichtung
trittfeste Dämmplatten aus Holzfaser,hohlraumfrei verlegt,
zur Fixierung der Dielung Holzlatten eben mit der Oberkante in der Dämmung versenkt,
darauf Dielung verschraubt.
Die Dielung liegt vollflächig auf der Dämmung auf.
Auf der Sauberkeitsschicht kann im Sommer bereits nach zwei bis drei Tagen weitergebaut werden, je nach Temperatur und Zementart.
Bei anderen Belägen (Fliesen, Heizestrich, Bahnenbelag) werden jeweils andere Aufbauten erforderlich.
Wenn es um Zeit geht, es gibt auch reine Trockenbauvarianten.