Gewölbekeller von 1924 -- wofür ist Wandöffnung gemacht worden

31.03.2010



Wir besitzen ein Fachwerkhaus von 1924 das einen Gewölbekeller mit Lehmboden hat.
In der Aussenwand dieses Gewölbekellers gibt es eine Nische, die nach oben hin unverschlossen ist. Da die Nische circa 2m unterhalb des Aussenbodens liegt, handelt es sich also NICHT um eine Luftzufuhr.
Leider ist mal etwas Isoliermaterial reingestopft worden und wir überlegen, ob es besser ist diese Öffnung zuzumauern oder ob wir das Isoliermaterial rausziehen sollen.
Kann uns jemand erklären, wofür diese Öffnung angelegt worden ist?
Vielen Dank für Eure Ratschläge,
Christina



Nische im Keller



Hallo Christina,
ein paar genauere Angaben wären von Vorteil.
Wie groß ist die Nische?
Was bedeutet "nach oben offen"?
Schön wäre ein Foto.
Einfach als Mitglied registrieren, dan Foto einstellen.

Viele Grüße



Loch im Keller



Hallo,

so ganz spontan fällt mir dabei die Kohlenrutsche oder einfach das Kohlenloch ein.

Grüße vom Rand vom Kohlenpott





Vielen Dank schon mal für die ersten Ratschläge.
Die Nische ist circa 50cm breit, 40cm hoch und 10cm tief.
Nach oben unverschlossen bedeutet also circa 50cm x 10cm fehlendes Mauerwerk.
Für 'ne Kohlenrutsche wäre das wohl zu klein und ausserdem liegt das ganze circa 2m unterhalb der Erdoberfläche (wobei natürlich auch denkbar wäre, das eine früher bestehende Verbindung nach oben zugeschüttet wurde).
Ich dachte eher, ob das was mit Feuchtigkeitsregulierung o.ä. zu tun hat. Aber eigentlich ist ja schon der ganze Fussboden aus Lehm.
Viele Grüsse
Christina



Kellernische



Aha, die Nische ist also nicht nach oben offen, sondern nach 40 cm ist Schluß.
Mir fällt da nur eine Sollbruchstelle zum Durchbrechen in den Nachbarkeller ein, so etwas wurde als Luftschutzmaßnahme eingebaut, um Insassen bei Bombentreffern bergen zu können.
Aber das Baujahr passt da nicht ganz dazu, es sei denn die Nische ist nachträglich angebracht worden und es liegt hinter der Wand der Nachbarkeller.


Viele Grüße



Platz für die Lampe



Guten Tag, gelegentlich wurden Lampen in solchen Nischen abgestellt. Manchmal wurden sie auch als Kühlung benutzt. Kühlschränke gab es ja noch nicht. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold





Vielen Dank für Eure Ratschläge.
Als "Mini-Kühlschrank" würde es tatsächlich taugen.
Vielleicht auch für die Luftzirkulation(gegen Schimmelbildung)?
Ich glaube jedenfalls, wir werden die Isolation wieder entfernen und die Öffnung nicht zumauern. Der Gewölbekeller soll ja weiterhin im urprünglichen Sinn genutzt werden (jetzt halt hauptsächlich für Wein ;-)





Und was ich noch vergaß:
die Nische als Sollbruchstelle zum Nachbarkeller ist ZUSÄTZLICH auch noch da (wir haben also ziemlich viele Nischen).
Die fragliche Nische-mit-Öffnung ist aber an der Aussenwand circa 2m unter dem Erdboden. Ehrlich gesagt: richtig drin rumgestochert habe ich da noch nicht ... mir sind in der Ecke schon so imposante Spinnenexemplare über den Weg gelaufen, dass ich bisher noch nicht meinen halben Kopf reinstecken wollte ;-) Vielleicht muss ich mich aber aus historischem Interesse dochmal überwinden - dann könnte man herausfinden, wie weit das nach oben geöffnet ist.



Auch solche Nischen



Wir haben auch solche Nischen und ich habe lange gerätselt wofür die sein könnten.
Meine Großmutter (*1913) sagte mir dann dass sie tatsächlich für die Lampen waren damit sie nicht auf dem Boden standen sondern den ganzen Keller erleuchteten und auch nicht versehentlich umgestoßen werden konnten.