Neues leichtes Dach



Neues leichtes Dach

Hallo Zusammen,

bei unserem Haus kommt ein neues Dach. Das alte mit Dachsthul ist aus den 70er und leider mit Asbest Schindeln gedeckt. Jetzt kommen Braas aerlox Doppel S Dachsteine in schwarz drauf.

Von innen schaue ich zur Zeit auf eine Bretterverschalung. Unser favorisierter Dachdecker macht uns jetzt zwei Vorschläge mit und ohne Aufsparrendämung. Die Frage die ich habe.

Wie dick muss diese sein damit ich von innen nichts mehr verkleiden muss? Bzw. zusätzliche Dämmung anbringen muss?

Am liebsten würde ich die sichtbare Balken innen einfach sichtbar lassen und die Bretterverschalung weiß machen.

Wenn das so umsetzbar ist mit welchen Mitteln kann ich die Holzbalken bearbeiten das dies natürlich schön aussehen und mit was streiche ich die Holzverschalung.

Vielen Dank



Aufdachdämmung



Bei den Sparren sollte bürsten genügen, ggf mit Leinölfirnis streichen.
Bretter mit weiß pigmentiertem Öl streichen, evt Safloröl verwenden wegen geringerer Vergilbung.

Auf der Schalung Dampfbremse mit Sd-Wert von ca 2 m verlegen.
Statt üblicher Aufsparrendämmung könnten Stegträger oben auf die Sparren geschraubt werden, darauf zB 35 mm dicke Holzfaser-Unterdachplatten.
Als günstige Dämmung kann Zellulose eingeblasen werden.
Darauf Konterlattung, Dachlattung und Dachpfannen.
Da die Stegträger die Dachkonstruktionen wesentlich verstärken können beliebige Dachpfannen verwendet werden, wobei Tonpfannen wesentlich langlebiger und weniger verschmutzungsanfällig sind als Betondachsteine.

Dämmdicke ca 160-200 mm, um mind. einen U-Wert von 0,24 W/mK zu erreichen, besser wären 250-300 mm mit Passivhausstandard
(und bei Zellulose und Stegträgern ohnehin kein wesentlicher Mehraufwand/Mehrkosten.)

Bei Aufsparrendämmung mit Holzfaserplatten zuerst normale HF-Platten und darauf dünne Hf- Unterdachplatten.
Andreas Teich



Braas



Danke für die kompetente Antwort.
Unser Dachdecker möchte aus Gewichtsgründen gerne Braas Clima Comfort 160mm mit U-Wert 0,129 (was auch immer das heißt) verbauen.

Ist das okay oder liegen wir da verkehrt? Er hat auch ander Dämmmaterial es geht hier nicht darum Braas zu verbauen. Sondern das Dachgewicht niedrig zu halten.



Wirklich Dachsteine?



Ich glaube Du solltes lieber Dachziegel aus Ton nehmen, die halten wesentlich länger als Dachsteine aus Zement. Die werden mit der Zeit undicht und wässern durch. Unser Dach hatte Hundert Jahre auf den Buckel, die Ziegel waren in Ordnung. Leider wurde der Schnee untergefegt. Die Dachsteine, die auf der einen Seite verwendet wurden, in den 60ziger Jahren, waren nach 40 Jahren, konnten wir sehen, sie wässerten durch. Nicht gleich mit dem Regen. Nach einiger Zeit nach dem Regen wurden sie von innen feucht, scheinbar war das Dach dicht, weil es nur eine Durchfeuchtung war.