Neuer Festbrennstoffherd (MBS) / alte Küchenhexe

27.01.2015 Dachshund



Hallo, ich habe eine alte Küchenhexe, die schon seit Jahren nicht mehr genutzt wird, aber noch an den Schornstein angeschlossen ist. Herd und Schornstein sind seit mind. 20 Jahren stillgelegt. Um einen Kaminofen anzuschließen soll der Schornstein wieder in Betrieb genommen werden. Dies ist laut Schornsteinfeger hinsichtlich des Schornsteines auch kein größeres Problem. Allerdings will er die Küchenhexe (Baujahr etwa 1920er/30er) nicht mit abnehmen, da es ihr an einer CE - Kennzeichnung fehlt.

Nun habe ich mich im Internet nach einer preisgünstigen Alternative umgesehen, da ich einen Festbrennstoffherd in der Küche recht reizvoll finde. Ich stieß auf die preisgünstigen Festbrennstoffherde der Firma MBS ca. EUR 400,00). Diese haben laut Verkäufer eine CE - Kennzeichnung und entsprechen der 2. Stufe der KleinfeuerungsanlagenVO (ob es stimmt, kann ich natürlich nicht überprüfen). Ich bin mir bewusst, dass diese Herde natürlich von einfachster Bauart sind (ist bei dem Preis ja auch nicht anders zu erwarten, sie werden in Serbien gefertigt), andererseits wäre das Modell von Großmutter sicher auch nicht Komfort pur.

Hat jemand schon Erfahrungen mit diesen Herden? (im Internet findet man zahlreiche Einträge, die wenig Gutes verheißen, aber dies mag ja auch an einer Falschbedienung oder einem überzogenen Erwartungshorizont liegen.....).

Ich bin gespannt auf Antworten und verbleibe mit besten Grüßen aus dem Norden



Bestandsschutz alte Küchenhexe



Vielen Dank für den Hinweis.

Ich würde natürlich auch lieber den alten Herd betreiben, der seit eh und je im Hause steht, zumal er auch recht dekorativ und ein Relikt meiner Urgroßeltern ist. Ich hatte auch erwartet, dass es sich um Bestandsschutz handelt. Schließlich stellt ja die KleinfeuerungsanlagenVO auf die Errichtung und nicht auf den Betrieb ab, abgesehen davon, dass nicht-gewerblich genutzte Herde ohnehin ausgenommen sind.

Der Schornsteinfeger stellt sich auf den Standpunkt, dass schließlich Schornstein und Herd seit über 25 Jahren nicht mehr betreiben wurden, der Schornstein dementsprechend stillgelegt war (das Haus war vermietet und die Mieter wollten die Kosten der Schornsteinreinigung nicht tragen) und der Herd sei daher nicht in seinem Feuerstättenverzeichnis aufgeführt (falls es in den 1980er Jahren und vorher schon ein Feuerstättenverzeichnis gab, dann wird er da aber jedenfalls aufgeführt sein). Daher handele es sich um einen Neuanschluß, der ohne eine CE-Kennung nicht zulässig sei.

Trotz meiner geäußerten Bedenken, stellte sich der Feger stur. (vielleicht ärgerte er sich auch nur über die Widerworte und einen Kunden, der die KleinfeuerungsanlagenVO gelesen hat, vielleicht hat er aber auch recht.....). Ich tu mich natürlich schwer damit, den Herd jetzt abzubauen, denn dann ist der etwaige Bestandsschutz ja unwiederbringlich hin.

Ich erhoffe mir hier natürlich keine Rechtsberatung via Forum, ich freue mich jedoch sehr über Erfahrungswerte und weitere Infos.



Bestandsschutz Küchenhexe



Hallo, Herr Struve. Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe auch gleich mal in die geltende Kehr- und Überwachungsordnung geschaut. Aus dieser ergibt sich tatsächlich nichts anderes.

Wie haben Sie denn das Problem mit Ihrem Schornsteinfeger gelöst? (Ich würde eigentlich lieber unproblematisch das Gespräch suchen, bevor ich ihn formell anschreibe. Schließlich will ich ja auch nicht gleich das "Klima" vergiften.....).

Beste Grüße





Ach was bin froh das ich einen netten Feger habe.
Such dir nen anderen Schorni und immer hübsch freundlich bleiben, der macht nur seine Arbeit.



Alte Küchenhexe



in der Verwandtschaft gab es ein ähnliches Problem mit einem Kanonenofen aus den 1940-igern. Da hat der Verwandte gesagt, dass der den Ofen nur zu Demonstrationszwecken als antikes Stück ab und an betreiben will, also nicht zum Dauerheizen. Da konnte sich der Schorni drauf einlassen.