neuer Bodenaufbau mit Querlattung




Hallo,

ich möchte in einem Fachwerkhaus-Obergeschoss in einem Zimmer die Dielen rausnehmen, weil ich den Raum an einen anderen Höhenmäßig angleichen möchte.
Außerdem sind die Dielen durchgetreten. Der Balkenabstand beträgt ca. 90-100 cm.

Ich würde gern die Dielen rausnehmen, auf die Balken 60x40 KVH als Querlattung (alle 40-50 cm?, sodass ich mit den Stoßfugen der OSB auf eine Latte komme), zwischen die KVH zellulose-Schüttdämmung. Auf die Querlattung dann 25mm OSB.

Dann noch der Nutzboden, steht aber noch nicht fest, welcher.

Was haltet ihr davon?

Danke schön für eure Antworten.

Gruß

Andy



Fußbodenaufbau



Gegenvorschlag:
Dielung drinlassen, ev. nachschrauben,
Riselschutzpapier oder -folie,
(gebundene) Trockenschüttung,
Trockenestrichelemente, z.B. von Fermacell,
Belag.
Vorteile:
keine Demontage mit einem Haufen Dreck,
das mühsame Ausrichten der Querlattung entfällt,
Schallentkopplung.
Die Mindesteinbauhöhe sind 40 mm, Ich hoffe der Anschluß an der Tür zum Flur passt dann noch.
Wenn die Bestandsdecke einigermaßen gerade ist:
Dielung drinlassen,
ev. nachschrauben,
Trockenestrichelemente mit aufkaschiertem Trittschallschutz aus Holzfaser einbauen.



Wenn aber doch...



...eine Öffnung der Decke erfolgt, entgegen der Meinung von Hr. Böttcher, würde ich aber auf OSB auch verzichten wollen.
Ein Kreuzaufbau ist möglich und kann auch mit Stellschrauben erfolgen und dann zusätzlich dann unterkeiltwerden.
Eine schöne neue Dielung darüber un d einen Dämmstoff dann darunter geblasen.
Oder eben einen Dämmstoff schütten.
Da würde ich z.B. CemWood empfehlen.



Deckenaufbau



OSB habe ich mit keinem Wort erwähnt, Udo.



Werden die Texte nie richtig mehr gelesen?



Diese OSB-Sache kam vom Fragesteller in dem Textfortlauf selbst.
Deshalb!





Erstmal vielen Dank für eure Vorschläge. Der Raum ist ca. 8x5 meter.

Ich wollte einfach Gewicht sparen, mit Trockenestrich bringe ich doch bestimmt ne Tonne Gewicht drauf.

Dielen wäre auch ne Möglichkeit. Dann bräuchte ich aber wohl 8m lange Dielen.

Grüße

Andy



Deckenaufbau



Ich dachte das mit dem OSB bezieht sich auf meinen Beitrag und Udos anschließenden Beitrag: "...entgegen der Meinung von Hr. Böttcher, würde ich aber auf OSB auch verzichten wollen."

An Andy:
Das Gewicht des Trockenestrichs stabilisiert die Decke, Schwingungen werden reduziert. Ein Versagen der Decke ist nur zu befürchten wenn Sie schwere Defekte hat, dann muß sie ohnehin repariert werden.
Übrigens: Jetzt wird mal so nebenbei erwähnt das der Raum der sich in einem Obergeschoss eines Fachwerkhauses befinden soll, 8 x 5 m groß ist. Das finde ich sehr merkwürdig, es sei denn es ist der Dachboden. Was ist das für ein Haus, um welches Geschoss handelt es sich? Wie lang ist die Balkenspannweite? Eigentlich dürfte die nicht mehr wie 5 Meter sein.
Wenn Sie mit wichtigen Informationen geizen besteht die Gefahr das Sie nicht das erfahren was Sie erfahren wollten.
Trockenestrichsysteme haben sich tausendfach bewährt und sind genau für diese Einsatzbedingungen, Holzbalkendecken in Wohngeschossen,entwickelt worden.
Welche Systeme sind besonders geeignet? Dazu müssen Sie sich als Fragesteller erst einmal entscheiden was für einen Fußbodenaufbau Sie überhaupt haben wollen bzw. was für eine Nutzung der Raum/die Räume einmal haben wird/werden.
Es bringt deshalb nichts, hier weiter ins Detail gehen zu wollen.



Weiter?


Weiter?

Tut mir leid, ich war nicht eingeloggt, als ich diese Frage gestellt habe.

Ich möchte nochmal kurz etwas genauer erläutern:
Der Raum befindet sich im 1.OG. Eigentlich sind es zwei Räume nebeneinander, die mit einer 7cm starken Wand aus Ziegelrabbitz und einer Art Mörtel(Zementputz/Beton) besteht.Siehe Bild

Diese "Trennwand" würde ich gern rausnehmen. Ich gehe davon aus, dass diese nichts trägt oder aussteift. Oder könnte ich mich irren?
Unter dieser Wand steht im Erdgeschoss eine Wand von ca. 20cm Stärke, vermutlich Fachwerk.

Mal angenommen, die Wand würde weichen, würde aus zwei Räumen einer entstehen mit ca. 8 x 5 m Grundfläche.



Versuch einer Darstellung des Deckenaufbaus


Versuch einer Darstellung des Deckenaufbaus

Hier habe ich mal versucht, den Deckenaufbau darzustellen.

Es handelt sich, wie gesagt, um ein Fachwerkhaus. Die Außenwände snd auf der Skizze vielleicht etwas missverständlich dargestellt.

Zukünftig soll dieser Raum als Wohnküche genutzt werden.



Deckenaufbau



Das ist eine nichttragende Trennwand die sicher auf die Decke gestellt wurde. Das ist insofern wichtig weil die Deckenhöhe damit einheitlich ist. Bei durchgehenden Trennwänden sind die Fußbodenhöhen fast immer unterschiedlich.
Wegen der Tragkraft sollte es mit den beiden Unterzügen keine Bedenken geben.
Ich ergänze den Aufbau mit einer Dielenvariante:
Bei ebener Bestandsdecke Dielen bei Bedarf nachschrauben,
2 Lagen trittfester Holzfaserdämmplatten verlegen, Stöße versetzt. In die obere Lage Lattung als Fixierung eben einbetten, Dielung damit verschrauben. So umgeht man linien- bzw. punktförmige Auflagerung weil die Dielen vollflächig auf der Dämmung liegen.
Wenn die Bestandsdecke uneben ist vorher mit geeigneter Schüttung ausgleichen.



Bodenaufbau



Oder den bestehenden Boden entfernen, auf die Balken KVH in benötigter Höhe aufschrauben, ggf nivellieren, Hohlraum bis Oberkante Unterkonstruktion auffüllen mit Zellulose, Hanf-, Schüttung, Holzflex oä

Dielen mit 25 oder 28 cm aufschrauben-5 m lange Dielen sind erhältlich,
kürzere, rundum mit Nut und Feder versehene können auch verwendet werden-der Stoß muß nicht auf der Unterkonstruktion aufliegen.

Das ist am einfachsten und günstigsten und Dielen passen sicher am besten zum Haus. Bei zwei Unterzügen kann die Decke ohnehin kaum noch schwingen.

Andreas Teich



Dielen würden mir auch gefallen...



kann man Dielen auch schwimmend(Trittschalldämmung zwischen KVH und Diele?) auf dem KVH-Gerüst verlegen?
Könnte man darauf eine Küche aufbauen?



Fußbodenaufbau



Mein Vorschlag ist eine schwimmende Dielung.
Kreuzlattung ist keine schwimmende Dielung da immer auf der Decke verschraubt.
Selbst wenn nicht gibt es eine punktförmige Lasteintragung unter den Kreuzungspunkten die auch Schwingung und damit Schall überträgt.