Neuer Bodenaufbau mit Feuchteproblem

26.08.2019 AltesHaus



Hallo,

wir haben im Hauseck ein kleines WC (3,2mx0,8m) im EG, dessen Boden wir neu aufbauen möchten.
Die Erschwernis ist, dass in der Ecke bei anhaltendem Starkregen durch die steile Hanglage Wasser reindrückt (gefühlt schon fast immer). Das drückende Wasser läuft die darunter liegende Kellerwand (Vollziegel) runter und trocknet dort aus.

Die Ecke trockenzulegen ist quasi unmöglich und wenn überhaupt extrem aufwendig, da kein Baugerät in diese Ecke kommt (auch mit Kran nicht).

Wir haben nun verschiedene Aufbau-Konzepte vorgeschlagen bekommen, sind jedoch noch unschlüssig.

Hier die Bodensituation

Alter Aufbau: Querbohlen auf Balkenlage (Blindfächer halb oder 3/4 gefüllt mit Schutt), darüber schmale Dielen, darüber Spanholzplatte und darüber Fliesen.

Jetziger Zustand: Alles bis auf die Querbohlen entfernt.

Geplanter Aufbau:
1. Auslegen PE-Folie im Eckbereich (etwa 0,5m ausladend) um den direkten Wassereinritt nach oben abzuschwächen
2. Hohraumschüttung: Auffüllen der Blindfächer mit Blähton (Liapor) oder Perlite (Isoself) bis Bohlenoberkante
3. Rieselschutz
4. Ausgleichschüttung: Ausgleichen der unebenen Bohlen (10-15mm) mit Cemwood oder Bituper bzw. Nivoperl
5. Abdeckplatte (hier haben wir nichts feuchteresistentes, das gleichzeitig atmungsaktiv ist)
6. Knauf Aquapanel Cement Board floor mit Randdämmstreifen

Folgende Punkte beschäftigen uns noch:

A. Gerne würden wie als Ausgleichsschüttung Estroperl oder Hyperlite-KD von Knauf verwenden, da diese hydrophop sind, aber soweit bekannt, ist Estroperl nur für Fließestrich geprüft und freigegeben und Hyperlite nur für Wandhohlräume angedacht.

B. Wir würden gern wegen der kritischen Aufbauhöhe und wegen fehlender Feuchteresistenz ganz auf die Abdeckplatte verzichten und statt dessen den Arbeitsbereich nur temporär zur Verlegung der Trockenestrich-Platten auslegen.
Parallel sind wir weiter auf der Suche nach dünnen, wasserresistenten Platten, die atmungsaktiv sind (Perlite-Abdeckplatten?).

C. Wie schlüssig ist das Gesamtkonzept bei Feuchteeintag überhaupt anzusehen? Ist es besser, bei der Hohlraumschüttung auf wasserabweisende Materialien zu setzen (Schaumglas usw.)

D. Alternativ hat man uns auch Fließestrich angeraten mit dem Hinweis, dass der Bodenausgleich bei solch engen Räumen dabei wesentlich unkritischer sei.

Wir haben auch schon einen Bauberater hier gehabt, aber dieser war keine große Hilfe.

Wie würdet ihr das Ganze einschätzen - haben wir noch irgendetwas vergessen oder habt ihr Erfahrungen in ähnlichen Fällen und eine bessere Idee oder ein besseres Konzept?

Über Anmerkungen und Kommentare würden wir uns jedenfalls sehr freuen, da wir noch absolut unschlüssig sind, wie es weitergehen soll.



Bodenaufbau bei Feuchteeintrag



Warum kann die Feuchtigkeit nicht durch Handabgrabung und Abdichtung beseitigt werden
oder befindet sich die gesamte Etage unter Erdniveau?
Wenn der Wassereintritt nicht beseitigt werden kann würde ich zumindest für eine gezielte Ableitung sorgen.
Foto von außen hilft weiter.
Bei der geringen Spannweite könnte doch die gesamte Bodenkonstruktion inkl Balken beseitigt werden, sofern diese nicht benachbarte Räume überspannen.
Trapezbleche würden genügen oder darunter einige dünne Stahlträger und darüber ggf zementgebundene Platten mit XPS- oder Schaumglasdämmplatten.