Neuer Bodenaufbau, Haus Bj. 1900, Gewölbedecke

20.02.2017 trekki1990



Hallo liebes Forum!
Ich habe mich hier registriert, weil ich schon viel mitgelesen habe hier im Forum und denke, hier ein paar Ideen und Hilfe zu finden, von Menschen die ein wenig mehr Ahnung wie ich haben :)

Wir gehören nun auch zu den Eigenheimbesitzern und müssen einiges am Häuschen machen. Im Prinzip ist es eine Kernsanierung...

Es geht speziell um den Fußboden im EG (Küche, Wohnzimmer). Bisher ein Graus. Was ich da alles rausgeschmissen habe. Es wurde immer wieder etwas neues auf den Boden aufgebracht. Auf die Dielen (die sind alle im Eimer, durchbohrt, kaputt) wurde eine Schicht Linoleum aufgeklebt, dann eine Schicht Laminat (aufgeschraubt!!!) und zum Schluss irgendeine Isolierschicht aus was auch immer (fühlt sich an wie Styropor) und dann Fließen drauf.

Das habe ich alles rausgeschmissen inklusive der Dielen, der alten Holzlattung und der Schüttung aus Sand/Dreck/Bauschutt. Jetzt sehe ich die Decke des Gewölbekellers.

Meine Idee war nun dies mit Fermacell gebundener Schüttung auszugleichen, dann Estrichplatten oben drauf. Ich muss aber auch teilweise 20 - 30 cm Höhenunterschiede ausgleichen. 2 - 4 cm am höchsten Punkt und ca. 30 am niedrigsten Punkt. Ich weiß nicht ob ich hier einen Link mit Bildern zu meiner Cloud reinsetzen darf: https://1drv.ms/f/s!Alvt3b2htYl_ibB0qtzzipCUgVlxEw

Ist das grundsätzlich eine gute Idee oder eher weniger? Welche alternative Möglichkeiten hätte ich?

Viele Grüße



Hinweise



Gute Hinweise, auch zu weiteren Bauvorhaben sind auf der Homepage des Forumsmitgliedes G. Böttcher zu finden. Lektüre lohnt sich ! > ingenieurbüro-böttcher-asl.de/>





PS: Ein Angebot mit genau dieser Vorgehensweise habe ich von einem örtlichen Innenausbauer erhalten. Sind mit Küche + Wohnzimmer ca. 48m². Der möchte da 10 Scheine sehen. Ich finde das ein wenig hoch.

Viele Grüße



Warum nicht Kantholz und Dielen?



Hallo!

Bin leider kein Experte und habe auch keine Gewölbedecke,
sondern eine scheitrechte Kappendecke - aber: ich bin gerade dabei,
den Bodenaufbau wie von dir genannt zu realisieren: Habe Thermozell
Schüttung (ist das gleiche wie die gebundene Fermacell Schüttung)
auf die Decke aufgebracht und oben drauf kommen nun Trockenestrichplatten... ging bislang hervorragend in Eigenleistung.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich den ganzen Aufwand nur im Badezimmer betreibe - in allen anderen Räumen finde ich die
ursprüngliche Konstruktion (Kanthölzer und Dielen drauf) ganz hervorragend :-)
Lieben Gruß, Katharina





Hallo Katharina und danke für die Antwort.

War am Anfang auch meine erste Idee wieder so realisieren. Aber da im Keller leider Feuchtigkeit herrscht und immer herrschen wird, ist habe ich das dann wieder verworfen. Weil an einigen (wenigen) Stellen doch etwas Feuchtigkeit durch die Decke nach oben durch den Sand gelangt ist und die Hölzer angefangen haben zu gammeln. Da das Fermacell Zeug gegen Feuchtigkeit und Feuer unempfindlich ist, war das für mich eine gute Idee.

Viele Grüße



Schüttung und Feuchtigkeit...



Mit Feuchtigkeit von unten musst du (so sagte mir der Hersteller) auch bei ner Schüttung gut aufpassen leider.
Eine Folie unter die Schüttung darf man nicht machen als Abdichtung (sagte der nette Herr der Fermacell-Hotline) - man solle dann bituminös Abdichten :-(
Ich habe darauf verzichtet, da unser Boden doch recht trocken
ist und auf Rat des Forums hier auf die Rohdecke ne Schlämme aufgebracht, die meine Eisenträger vorm Rosten schützen soll...
Die gebundene Schüttung ließ sich wirklich gut verarbeiten, aber
in allen anderen Räumen bleib ich beim reinen Holzaufbau :-)



Schüttung



Hallo Trekky 1990
Ich habe ab der ersten Etage, gewaschenen Bims in die Zwichendecken eingebracht.
Güße Eddie



schwer einzuschätzen



Hallo, ich verstehe Ihr Problem, doch ohne ein Foto grenzt es an Kaffeesatzleserei. Noch besser wäre es sich vor Ort anzusehen und wenn möglich auch zu messen, um die Ursachen einzugrenzen, damit die Lösung auch dementsprechend funktioniert und nicht wieder im Desaster endet. Denn der Schichtaufbau läßt es ja vermuten.





Hallo Michael, ich habe einen Link mit Bildern in meinem Eingangspost geschrieben. Hier noch mal: https://1drv.ms/f/s!Alvt3b2htYl_ibB0qtzzipCUgVlxEw

Gruß



Fußbodenaufbau



sicherlich gibt immer ein Für und ein Wider, so ist es nun mal im Leben. Bei der Betrachtungsweise ob Dielen oder nicht möchte ich einen Aspekt anführen, der oft vergessen wird. Wieviel Jahre hat es gedauert bis der Dielenfußboden verschlissen war. Messen Sie einfach mal die Feuchtigkeit auf der Decke. Auch wenn der Keller feucht ist, dazu komme ich gleich noch, hält sich die Diffusion in Grenzen. Holz hat die Eigenschaft, die Feuchtigkeit zu transportieren, also an den Raum abzugeben. Bei Fermazell ist diese Eigenschaft nicht so ausgeprägt, von der Schüttung ganz zu schweigen. Oft vergleichen wir Äpfel mit Birnen. Hinzu kommt, das die stehende Luftschicht unter den Dielen eine optimale Dämmung ist, leider auch ein Resonanzraum für Trittschall, den Sie aber gegen den Keller vernachlässigen können.
Nun zum feuchten Keller. Wenn es aufsteigende Feuchtigkeit wäre hätten Sie auch im Erdgeschoß keine lange Freude oder Ihre Vorbesitzer wären schon verzweifelt gewesen. Die häufigste Ursache ist Kondenzwasser im Sommer. Also versuchen die Ursachen zu verringern oder zu beseitigen und dann stellt sich das Problem nicht mehr so akut. Ich kann Ihnen nur empfehlen, lassen Sie einen Fachmann mal drüber blicken und vielleicht kann man bei der Gelegenheit auch andere Fragen besser vor Ort klären. Anregungen finden Sie da auch auf meiner Webseite.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt