Neuer Bodenaufbau auf alten Staken????

18.05.2016 Leo



Hallo ihr Profi und Hobby Handweker.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Im Obergeschoss soll ein Bad entstehen. Aber schon der Neue Boden macht mir Kopfzerbrechen.
Die Situation: Den alten Bodenaufbau (Lehm, Schutt) haben wir bis zu den Saken (Lehmwickeln)abgetragen. Ich dachte die sind immer zwischen die Tragebalken geklemmt. Nicht so bei uns. Sie liegen einfach auf den Balben, so dass diese gar nicht zu sehen sind.Wir haben schon zwei Angebote. 1. vom Zimmermann:Der hatte den Raum gesehen bevor wir den Schutt und Lehm raus hatten und war davon ausgegangen das die Staken zwischen den Balken klemmen. Er wollte einen neuen Holzrahmen auf die Balken bauen und das ganze damit natürlich auch in Waage bringen. Darauf dann OSB Platten oder trocken Estrich (ca.1800-2000 Euro) 2. von Bauunternehmer der auch Altbauten saniert. Er schlägt Estrich vor. Preislich nimmt sich das nichts. Am liebsten würden wir das ganze selber machen weil sämtliche Geldreserven fast erschöpft sind. Trotz Gutachter vor dem Kauf floss ohne Ende Geld in neue Balken, womit wir wegen dem Gutachten nicht gerechnet haben. Also brauche ich bitte von euch Vorschläge wie man das ganze gut und günstig hinbekommen kann. Aber auch gern die ehrliche Meinung wenn wir lieber die Finger davon lassen sollen. Wecher Handwerker Vorschlag ist dann der Richtige? Estrich oder Holz? Noch mal zum Raum. Eine Tür führt vom Flur ins Künftige Bad, eine Tür vom Schlafzimmer. Beide sind auf unterschiedlichen Höhen. Wir müssen und wollen also eine Empore bauen. Ein Drittel des Raumes höher auf Flur Ebene, zwei Drittel ca. 15 cm tiefer. Damit wir keine Stufen zu Flur oder Schlafzimmer haben. Die Staken sind alles andere als in waage. In einem Bereich müssen 30-40cm aufgefüllt werden in anderen Bereichen nur um die 5cm. Unser Plan für selber Machen wäre gewesen: Ausgleichsschüttung und darauf tocken Estrich. Ich habe gehört das Ausgleichsschüttung nur ca. 10cm ausgleichen sollte. Höhere Schüttungen können sich mit der Zeit setzen (verdichten), dann würde der Boden nach ein Paar Jahren einige cm absacken ohje.Ich hoffe ihr könnt mir mit leicht verständlichen Bauanleitungen weiter helfen.



Bodenkonstruktion



Sowohl Holzunterkonstruktion wie auch Estrich sind möglich.
Estrich ist erheblich schwerer- vorher Tragfähigkeit der Deckenbalken überprüfen.
Für Eigenbau ist Holz besser geeignet.
Bei solchen Höhenunterschieden könnten zB Holzpfosten oder Verstellfüße auf die Balken gestellt werden, gegen Schallübertragung Gummigranulatplatten oä unterlegen.
Ich würde als eine Möglichkeit Punkte auf den Balken im Rastermaß festlegen, diese mit Nummern markieren, mit Rotationslaser oder Nivelliergerät von jedem Punkt die Höhe festlegen und danach die jeweiligen Stützen zuschneiden bzw einstellen.
KVH auflegen, die Hohlräume bis zur Oberkante gegen Trommeleffekte mit Dämmstoff (Zellulose, Hanf etc auffüllenund darauf Holzdielen schrauben.

Das ist etwas Fummelei, kostet aber nicht viel und kann selbst gemacht werden.Niveliergeräte gibts günstig gebraucht oder ausleihen.

Bei Schüttungen müßte darauf geachtet werden, dass die Zwischenfelder nicht zu sehr belastet werden- es gibt auch Schüttungen, die nicht nachsacken (bzw diese zwischendurch immer wieder verdichten)

Andreas Teich





Hallo Herr Teich! Ganz vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.