Neuer Boden über Gewölbedecke in Werkstatt

06.01.2018 firlefranz



Hallo zusammen,

ich habe mir einen alten Bauernhof (Bj 1920) gekauft und in der Scheune eine Art halben Keller (halbe Seite der Scheune liegt ca. 1m tiefer als der Rest). Darüber ist eine Gewölbedecke (eine Reihe Ziegel, gehalten von alten Eisenbahnschienen).
Nun möchte ich die Scheune gerne als (Holz)Werkstatt nutzen und dabei auch die Fläche über der Gewölbedecke.
Die Eisenbahnschienen werden das erwartete Gewicht von oben sicher tragen. Beim Gewölbe glaube ich das nicht. Was wäre hier die sinnvollste Art den Boden über dem Gewölbe nutzbar zu machen? Genügt es Querbalken einzuziehen und darauf OSB Platten oder ähnliches zu verlegen? Ich hatte auch an Estrich gedacht, bin mir aber sehr unsicher bzgl. des Gewichtes.

Wie ihr schon rauslesen könnt, bin ich ein ziemlicher Laie, wenn es um solche Dinge geht. Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Ratschläge geben.

Gruß
Cornelius



Gewölbesanierung



Am besten Sie stellen ein paar Fotos von unten und oben ein, sonst wird das nur eine Raterei.



Fotos



Hallo,

selbstverständlich. Gar kein Problem. Hier ein paar Bilder:

https://www.pic-upload.de/view-34609271/FullSizeRender2.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-34609272/FullSizeRender3.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-34609273/FullSizeRender4.jpg.html
https://www.pic-upload.de/view-34609274/FullSizeRender.jpg.html

Viele Grüße
Cornelius



Rübenkeller



Das ist ein Rübenkeller mit viertelsteiniger, weitspannender Kappedecke und minimalem Stich. Die Gewölbekappen selber sind nicht nennenswert belastbar, sie tragen nur sich selber. Es müsste also ein gesonderter Fußbodenaufbau auf den Schienen erfolgen um Punktlasten auf den Kappen zu vermeiden. Die Schienen ((wohl Profil S 49) sind eigentlich nicht als Träger zugelassen.

Ich sehe drei Möglichkeiten:
1. Den Keller eliminieren. Kappen zum Einsturz bringen, Schienen bergen, Wände abbrechen, den Rest bis UK Fußboden mit Bauschutt und Kies auffüllen.
2. Kappen zum Einsturz bringen (Vorsicht, immer auf Schubausgleich achten), auf die Untergurte der Träger Bohlen min. 4 cm am besten aus Altholz einbauen, Folie, Betonestrich bis Höhe Obergurte einbauen
3. Kappenoberseiten sorgfältig von allem Losen reinigen, anfeuchten, Zementestrich 0- 8 bis 2 cm über den Obergurten einbauen, dabei auf guten Verbund zur Kappe und gute Verdichtung achten.



Keller eliminieren



Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Den Keller zu eliminieren ist keine Option. Den brauche ich. Wäre es auch möglich die aktuelle Konstruktion so zu belassen und auf die Eisenbahnschienen eine Holzkonstruktion aufzusetzen, die dann den neuen Boden trägt? Man könnte sie doch so anlegen, dass die Kappen überhaupt nicht berührt werden und die ganze Last auf den Schienen liegt. Wie dick der neue Aufbau wird ist ebenfalls egal, da ich sowieso eine neue Treppe nach dort oben bauen muss.

Gruß
Cornelius



Rübenkeller



Damit ist zwar die Gefahr gebannt von oben einzustürzen aber die Einsturzgefahr der Kappen selber ist damit nicht gebannt. Was ich auf den Fotos sehe ist nicht sehr vertrauenserweckend.



Kappen



Ok, wenn ich selbst nicht durch falle genügt mir das eigentlich. Warum sollten aber die Kappen einfallen, wenn keine Last darauf drückt? Sie haben ja auch die letzten 100 Jahre gehalten.



Rübenkeller



Stimmt, warum sollte man einsturzgefährdete Bauteile nicht weiternutzen?
Wenn ein Haufen Ziegel runterfallen sind Sie bestimmt nicht im Keller.
Hoffentlich.