Neue Terrasse an altes Haus auf Bauschutt?

11.05.2018 firlefranz



Hallo zusammen,

unser kleiner Bauernhof wurde vor dem Kauf von den Voreigentümern innen schön ausgebaut. Die Überbleibsel des Ausbaus liegen im Garten (Hausseite Wohnzimmer/Küche) und sollten für die Terrasse genutzt werden. Die Tür zur Terrasse aus Küche und Wohnzimmer befinden sich jeweils etwa 1,50m über dem Boden des Gartens. Die Terrasse müsste also entsprechend hoch gesetzt werden. Da bei einem solchen Ausbau jede Menge zusammen kommt reden wir hier von geschätzt 50 Kubikmeter Bauschutt (Mischung aus Dachziegel, Steinen, Mörtel, Zement). Der Großteil liegt bereits seit drei Jahren. Von uns sind jetzt im letzten halben Jahr noch ein Bisschen was hinzu gekommen (vornehmlich größere, sehr feste Betonstücke - im Innenhof hatte man das schöne Pflaster an vielen Stellen einfach überbetoniert, was wir zurück gebaut haben).
Ich hatte bereits einige Leute hier, die wohl vom Bau Ahnung haben und die einhellige Meinung war immer, dass der Haufen weg müsste. Er würde nachrutschen und die neue Terrasse zum Albtraum machen.
So ganz sicher bin ich mir da aber eben nicht. Daher interessiert mich eure Meinung. Mein Gedankenspiel geht momentan in die Richtung, den Haufen entsprechend in Form zu bringen und nach dem Verdichten und einer zusätzlichen Schicht aus Kies ein Holzgerüst drauf zu bauen (10er Balken mit Querlattung) und darauf eine Holzterrasse zu errichten. Sollte hier wirklich punktuell etwas absacken hat man doch eine in sich relativ steife Konstruktion, die das sicher abfangen könnte, oder ist das zu einfach gedacht? Alternativ könnte man noch eine Stahlkonstruktion bauen lassen und darauf dann wieder eine Holzkonstruktion setzen.
Was sagt ihr dazu? Ein weiterer Grund auf den Schutt zu setzen (neben der Ersparnis der Entsorgung), unser Nachbar erzählte uns, dass darunter wohl eine alte Klärgrube sitzt. Wo konnte er nicht genau sagen und ob diese zugeschüttet ist oder nicht wissen wir nicht.

Viele Grüße
Cornelius



Moin,



es gibt wie immer zwei Möglichkeiten.
1. Billig in der der Hoffnung, dass es schon halten wird.
2. Vernünftig, also Bauschutt weg und dann von Grund auf ein richtiger Aufbau,

Mit den Schutthalden verhält es sich im übrigen so, dass man nicht sicher sein kann was da alles verklappt wurde, schon aus diesem Grund würde ich den Schutt lieber heute als morgen fachgerecht entsorgen.

Viele Grüße



Also ich habe meine Terrasse ebenfalls auf Bauschutt aufgebaut



und würde es heute vermutlch anders lösen :-)

Ich hätte nicht gedacht, daß sich dieser Haufen nach zehn Jahren noch so setzen würde, zumal ich hier relativ rasch auf faules Felsgestein stoße. Aber Fakt ist, daß sich meine Terrasse (allerdings recht massiv aus Granitpflaster) bereits fünf Zentimeter gesetzt hat.
Andererseits ist das durchaus logisch...wenn man z.B. Reststücke aus Mauersteinen und Dachziegeln übereinander wirft, dann entstehen natürlich Hohlräume...und damit kann sich das Ganze jahrelang setzen.

Möglicherweise würde eine massive Rüttelplatte hier weiterhelfen.

Die Idee, oben drüberzubauen, finde ich durchaus interessant. Denkbar wäre z.B., die Auflager für die Holzterrasse so zu gestalten, daß man auch nach Jahren noch nachjustieren kann...z.B., indem man einen M16er Gewindestab in ein Punktfundament eingießt und an diesem die Auflager so montiert, daß man problemlos noch nachstellen kann, wenn die Terrasse mit der Zeit etwas absackt.

Wir haben solche Konstruktionen schon gebaut und es funktioniert ganz gut.

Beste Grüße



Entsorgung der anderen Art



so klingt das.
Ob das gut geht oder nicht, kann dir niemand schreiben.
Aber aus Erfahrung würde ich darauf verzichten.
Warum? Wie willst du den Schutt verdichten?
Wie willst du erreichen, dass Wasser nicht sich in dem Schutt breitmacht und mit dem Verschieben beschäftigt?
Ich würde ein Unterkonstruktion aus Holz mit stabilen Fundmenten machen.
EIn Problem wird sein, dass unter der Terrasse sich Unkraut ansiedelt. Aber auch dagegen kann man etwas tun, also Kies oder ähnliches.

Klaus