Neue Dämmung (winterfest) ins alte Mobilheim

13.10.2017 Hoschi



Hallo Fachwerk-Community,

wir haben uns ein Mobilheim (siehe Bild)gekauft, das wir auch im Winter nutzen wollen.

Die Abmessungen: 8 x 3m, ca 2,2m Raumhöhe.
Die Aussenhaut besteht aus 2-3mm Aluminium.
Diese will ich von innen dämmen.

Mein geplanter Dämmungsaufbau gliedert sich wie folgt(von aussen nach innen):
3mm Alu + Armaflex selbstklebend 32mm + Styrodur 40mm + 12mm OSB oder 6mm Pappelsperrholz als Innenwand.

Der Boden, der bisher nur aus Rohspan und PVC besteht wird ersetzt gg 22mm OSB Verlegeplatten + 60mm Styrodur + 35mm Maurerdielen als Nutzboden.
Das Mobilheim steht nicht auf dem Boden, sondern hat durch die Räder ca 300mm Luft.

Die (Alu)Decke soll ebenfalls mit 32mm Armaflex vollflächig verklebt werden und dann eine Sperrholzplatte zur Verkleidung erhalten.

Soweit die basics.
Nun meine Fragen: Wo kommt eine Dampfbremse -sperre dazwischen?
Taugt der Aufbau nach eurem Fachwissen etwas oder gibt es (bezahlbare)Empfehlungen für bessere Dämmwerte?

Für sämtliche Hinweise, Tips, Verbesserungsvorschläge bin ich offen und danke euch in Voraus.



Dampfbremse ?



Was wollt Ihr mit einer zusätzlichen Dampfsperre, wenn der äußere Mantel aus Metall besteht? Was soll diese bewirken?



dämmung



Ist denn der jetzige Wagen gar nicht gedämmt? Nacksches Alu? Ich kenne die nur mit einer Styropurdämmung.OSB an sich ist schon relativ dampfdicht. Wie wolltest Du das befestigen? Gibt es Rahmenholme, an die Du verschrauben kannst? Wie sieht der Rohspanboden jetzt aus. Ist der i.O. Falls ja, würde ich den drinlassen, von unten imprägnieren, den PVC als Feuchtsperre lassen und dann Dämmung und Dielung. 35 mm Holzaufbau halte ich für übertrieben, eine 22mm Dielung tuts auch, zumal die ja vollflächig auf der wohl trittfesten Dämmung aufliegt. Nur interessehalber: Wie soll das Mobil im Winter genutzt werden ?



Antworten



@pope:
Ich habe gestern nachgeschaut und NEIN, der Wagen ist nicht gedämmt. Nach der Alu-Aussenhaut kommen knappp 30mm Luft und dann nur noch 3mm Hartfaserplatten als Innenwand. Rahmen in Dachlattenquerschnitt sind vorhanden, die Abstände sehe ich erst, wenn die Innenverkleidung ab ist.
Dann wollte ich die Holme mit einer weiteren Dachlatte aufdoppelt um mehr Dämmungdicke zu erreichen. An dieser Lattung werden dann die OSB-Platten verschraubt.

Die Luftschicht ist zur Zeit noch zwangsbelüftet mit Lüftungsgittern (ca 80x150mm. Diese Zwangsbelüftungen werde ich im Zuge der Isolierung wohl schließen, damit keine Feuchtigkeit in die Dämmung eindringt.

Der Rohspanboden ist bis auf zwei Stellen total in Ordnung. Die einzige Stelle an der der Unterboden angegriffen ist wurde durch Spritzwasser von aussen verursacht und kann leicht ausgebessert werden.

Ich habe bei den 35mm Dielendicke an die verbesserte Wärmdämmung gedacht, ausserdem sehen die breiten Maurerdielen gehobelt sehr gut aus.
Der Plan ist, zwischen die Styrodurplatten eine Lattung zu schrauben, an der wiederum die Dielen verschraubt werden.

Dein Bodenaufbau liest sich sehr gut, nicht nur weil es weniger Arbeit bedeutet. Ich werde das mal im Taupunktrechner gegenprüfen.

Wir werden das Mobilheim als Zweitwohnsitz nutzen, um auch im Winter mal 2-3 Wochen dort zu wohnen. Und dann will ich meiner Liebsten ein kuscheliges Nest bieten können.. :)

@Herr Fröhlich: Die Dampfbremse/sperre war angedacht, um von Innen eindringende Feuchtigkeit abzusperren. Aber das kann ja das OSB auch gut.



OSB



Die N+F Stöße der Platten würde ich dann verkleben.
Viel Erfolg und schöne Schäferstündchen.Womit soll geheizt werden? Als Tip: https://www.amumot.de/kleiner-mini-holzofen-beste-heizung-im-wohnmobil/



Neuer Wandaufbau?!



@ Pope: Ja, ein Holzofen ist auf jeden Fall geplant, mal schauen, wie ich den örtlichen Schornsteinfeger zu einer Abnahme bekomme..
Die meisten Holzöfen, die ich in Bauwagen, oder Mobilheimen gesehen habe scheinen nicht offiziell abgenommen zu sein.

Aber mit einem Holzofen (mit Aussenluftzufuhr ist geplant)würde ich auch der Luftfeuchtigkeit entgegenwirken können.

Nach Austausch in einem Mobilheimforum denke ich nun über folgenden Wandaufbau nach:

Aluhaut 2mm
20mm Hinterlüftung
3mm Presspappe
30-40mm Dämmschicht (Styrodur/PU/ Armaflex)
12mm OSB als neue Innenverkleidung

bei diesem Aufbau kann ich die vorgefundene Konstruktion lassen wie vorgefunden und lediglich die Dämmung und die OSB-Platten montieren.

Was haltet ihr davon?



Mobil wohnen



1. Zur Schorniabnahme weiß ich nichts zu sagen.
2. Die Presspappe wäre dann die Luftdichtigkeitsebene, also gut abkleben. Dann müsste allerdings die Aluhaut unten mit Zuluftöffnungen und oben mit Abluftöffnungen versehen werden, damit überhaupt eine Hinterlüftung funktioniert. Da kann ich mir momentan gar nicht vorstellen, wie das schlagrechendicht umgesetzt werden soll.Vom Prinzip her würde das einer Kaltdachkonstruktion entsprechen. Feuchtetechnisch eine sichere Lösung, aber die Umsetzung..?!



Wohnwagenausbau



Der Schornsteinfeger wird kaum für mobile Einrichtungen zuständig sein-
ich würde auch gar nicht nachfragen, sonst kommt der gleich mit regelmäßigen Kehrgebühren, Abnahme etc.

Eine Hinterlüftung wird kaum realisierbar sein oder soll in jedem Feld eine Zu- und Abluftöffnung installiert werden? Natürlich gibt es entsprechende Lüftungsgitter-aber alles zuviel Aufwand und zu hoher Raumverlust.

Warum bei steifen Dämmplatten wie zB XPS noch eine Hartfaserplatte einbauen?
Die wird womöglich weggammelln, falls es zu Tauwasser kommt,
außen ist generell nur eine Winddichtung notwendig und keine Luftdichtung-
die gehört an die Innenseite.
Problemloser ist ein Aufbau mit feuchteunempfindlicher Materialien,
XPS, Schaumglasplatten, kaschierten PUR/PIR-Platten oder geschlossenzelligen, flexiblen Dämmplatten bei Rundungen.

Innenseitig können sorptive Materialien verwendet werden, um wenigstens einen geringen Feuchteausgleich zu bekommen.
Am besten eine kleine feuchtesensorgesteuerte Lüftungsanlage installieren

Andreas Teich



Wandaufbau 3.Teil...



Am Schornsteinfegerkomme ich leider nicht vorbei, da der Platzbesitzer seine Zustimmung vom Schornsteinfeger abhängig macht... Ich werde dann wohl die Folgekosten billigend in Kauf nehmen, dafür habe ich den Segen und die offizielle Abnahme des Ofens.

Die momentan verbauten Hartfaserplatten werden ersatzlos gestrichen, sie werden die Sichtung der darunterliegenden Lattung sowieso nicht überleben..

@ Andreas Teich: Problemloser ist ein Aufbau mit feuchteunempfindlicher Materialien,
XPS, Schaumglasplatten, kaschierten PUR/PIR-Platten oder geschlossenzelligen, flexiblen Dämmplatten bei Rundungen.
GENAUSO wirds gemacht!
Ich bevorzuge momentan XPS, oder die kaschierten Platten..

Vom Aufbau her wird eine Wand dann so aussehen:
Aussen: 2mm Alu
40-60mm XPS zwischen die aufgedoppelte Lattung
PU-Folie zur Dampfsperrung
OSB 13mm Verlegeplatten als Innenverkleidung

Boden:
18-22mm OSB Verlegeplatten
Dampfsperre
60mm XPS zwischen Lattung
35mm Maurerdielen als Nutzboden

Dach:
32mm Armaflex an die Aluhaut geklebt

oder:
Aluaussenhaut
Lattung 40mm
dazwischen 40mm XPS
PU-Folie als Dampfsperre an den Übergängen verklebt
OSB 12mm Verlegeplatten

So,nun bitte ich die Herren @Pope,@Fröhlich, @Andreas Teich nochmals um Rat.. Vielen Dank für Ihre Mühe und Geduld!



Wandaufbau



ich denke, so gehts. Mein erster als Camper genutzter Kangoo war ohne Dampfsperre, da lief das Kondensat innen an der Blechkarosse herunter in die Falze, dort war dann Rost.Und dies nicht einmal im Winterbetrieb. Deshalb wurde jetzt beim T4 alles peinlich genau mit Folie abgedeckt und mit Siga-Band verklebt. Entgegen Herrn Fröhlichs Auffassung ist m.E. sehr wohl eine Dampfsperre ratsam.



keiner mehr da...?



Hallo liebe Leute,
ich würde gerne noch ein paar Meinungen zu meinem Wandaufbau hören/lesen...

@Andreas Teich, @Dietmar Fröhlich

..alle Anderen sind natürlich herzlich eingeladen am Thema teilzunehmen.. es wäre mir eine große Hilfe..



Aufbau mobilhome



Wandaufbau sollte so möglich sein, nur würde ich keine OSB-Platten als Innenverkleidung nehmen, besser Sperrholz.

OSB quillt bei Feuchtigkeit stark auf, zudem fasert es ab, sodass Splitter fast unvermeidlich sind.

Beim Boden würde ich statt den dicken Baudielen Dreischichtplatten verwenden oder wenn er von unten naß wird Siebdruckplatten (phenolharzgetränkte Sperrholzplatten).

Als Innenbelag zB Korkplatten auf OSB kleben- OSB alleine fasert ab.

Andreas Teich