Neubelegung von abgesenktem Dielenboden

18.03.2007



Unser Dielenboden im 2. Obergeschoß hat sich zur Raummitte hin um 4cm abgesenkt und knarrt sehr stark.Das Haus ist Baujahr 1920 .Wir wollen dies nun mit einer Neubelegung von Dielen ausgleichen.(Dielen auf Dielen). Gibt es eine Ausgleichsmasse die dies noch auffangen kann oder muss der Boden komplett raus.Haben keine wirkliche Antwort auf unser Problem im Forum gefunden.Kann uns jemand dazu etwas sagen.



Neubelegung von abgesenktem Dielenboden



Lieber Tom,
was ist eigentlich die Ursache der Dielenabsenkung?

Viele Grüße
Georg



Bei Dielung auf Dielung



werden Sie das Knarren auf einem höheren Niveau weiter unter sich haben. Wenn Sie das Knarren nicht mit Nachnageln (Tieferschlagen der vorhandenen Nägel) UND Nachschrauben der Dielen wegbekommen, muß der Boden 'raus. Bei Dielen auf Dielen erhöht sich das Fußboden-Niveau. Das könnte Probleme mit Türen, Treppen etc. bringen. Welcher Balkenabstand (Achsmaß, Mitte-Mitte Balken) und welche Dielungsstärke haben Sie jetzt?

Grüße

Thomas



neubelegung von abgesenkten dielenböden



hallo georg.

ich gehe davon aus, dass sich die Trägerbalken mit den jahren abgesenkt haben,uns somit der ganze boden.die tragende Mauer (ca 4 meter lang) im stockwerk darunter war warscheinlich durch den druck von oben stark wellenförmig und wurde mit einer dicken putzschicht wieder begradigt.da wird sich nach meiner einschätzung nichts mehr senken.wasserschäden und wurmfraß schließe ich ebenfalls aus.ich vermute eher ,dass es sich um kriegsschäden handelt,da der Dachstuhl wohl nach dem krieg neu aufgebaut wurde.



Neubelegung von abgesenktem Dielenboden



Hallo Tom,
ich will je nicht unken, aber so richtig wohl würde ich mich bei der Sache erst fühlen, wenn ich weiß, das sich die tragende Wand darunter nicht mehr bewegen kann. Der Putz wird dafür kaum hilfreich sein. Es kann (muß aber nicht) sein, das die Sicherheitsreserven der Wand und auch der Deckenbalken praktisch aufgebraucht sind. Wenn noch eine weitere Schwächung dazu kommt, versagen die Wand oder die Decke. Ich empfehle Dir, einen Statiker oder Planer zu bitten, sich die Sache einmal anzusehen und Dir dazu eine baufachliche Stellungnahme zu schreiben. So was kostet 2 - 300 Eurolen (jedenfalls bei mir), sichert Dir aber einen ruhigeren Schlaf.

Viele Grüße
Georg



Ausgleichsschüttung



Abgesehen von der sehr sinnvollen statischen Absicherung könnte evtl. folgende Vorgehensweise zielführend sein, mit der ich eben in meiner Küche experimentiert habe:
Fermacell-Ausgleichsschüttung (von Knauf gibt es ein wesentlich teureres Produkt auf Perlite-Basis das evtl. auch verwendbar sein könnte), darauf 5-mm-Weichfaserplatte, darauf die neue Dielung.
Ich wollte eigentlich schwimmend verlegen, das war aber nicht möglich, da ich, um nicht allzu hoch anzukommen, 21er-Dielen genommen habe, die von selbst leider nicht Plan liegen wollten.
Das Abziehen ist ziemlich happig, habe mich deshalb immer um eine Plattenbreite vorgearbeitet.
Der Boden ist jetzt deutlich ebener und stabiler und produziert sehr viel weniger Trittschall.




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