Neubau im Sanierungsgebiet

12.01.2003



Hallo, ich interessiere mich für den Neubau meines Eigenheims in einem Sanierungsgebiet. Hinsichtlich der Gestaltung gibt es strenge Vorgaben des Sanierungsträgers bzw. des Denkmalschützers. Welche Investitionen können bei einem solchen Projekt steuerlich abgeschrieben werden? Gilt für den Neubau überhaupt § 7h bzw.
§ 10f des EStG?



Neubau im Sanierungsgebiet



Da ich bereits einige Projekte in dieser Form durchgeführt habe, war stets folgendes zu beachten. Gesprächspartner ist der Sanierungsträger, er bündelt die verschiedene Zuschüsse zusammen. Da es sich um einen Neubau handelt, hat der Denkmalschutz hier nichts zu sagen (vielleicht indirekt). Die Zuschüsse haben sich seit dem 1.1.03 geändert, sie sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.
m.f.g.
J.E.Hamesse



Unsere Nachbarn müssen so bauen



Hallo Klaus,

kommt sicherlich darauf an, ob die Denkmalbehörde zuständig ist oder nicht. Unsere Nachbarn haben ein altes Fachwerkwohnhaus abgerissen und müssen ihren Neubau jetzt im Stil des 17. Jahrhunderts wieder aufbauen (denkmalgeschützte Gesamtanlage). Die hatten schon 2 mal einen Baustopp auf Ihrer Baustelle, wegen dem Denkmalamt. Aber fragen Sie doch einfach mal beim Denkmalamt nach (auch wegen Zuschüssen), die sind ziemlich nett und beissen nicht. Grüße Annette



Investitionen



Nach Einkommensteuergesetz § 10 sind Aufwendungen absetzbar, die dem direkten Erhalt von Gebäuden (z. b. Denkmalen) zuzurechnen sind. Modernisierungen und ein Neubau sind nicht absetzbar. Hinsichtlich der Gestaltung ist auf die umgebende Bebauung Rücksicht zu nehmen- Mittel wird es aber nur geben, wenn auch wirklich am Bestand gearbeitet wird (z. B. Zuschüsse bei der Erneuerung des Daches im Dorferneuerungsprogramm Vorpommeren bis 40 % usw.). Der Sanierungsträger und ein Architekt sind hier die richtigen Ansprechpartner