Neubau Holzständer, aber wie dämmen?

06.01.2014 Malmedy



Hallo in die Runde!

Endlich ist es bei unserem Haus soweit... nun steht das Konstrukt unseres Holrahmenbaus... und so langsam muss ich mich für eine Außenwanddämmung entscheiden.


Der Aufbau ist simpel, 16x6cm Rahmen, außen OSB3 22mm. Nun steht fest, dass von außen gedämmt werden soll und ganz wichtig, die Fassade soll mit Trasskalk verputzt werden.
Ich suche ein Material, dass der EnEv stand hält, d.h. Anbau kleiner als 50m².

Isover bietet eine Dämmplatte für Holzrahmenbau an, klar Holzweichfaserplatten sind auch möglich, der Aufbau wäre aber zu dick... was kann ich sonst noch in Betracht ziehen?
Zudem würde ich gerne noch den alten Anbau mit bisherigen unschlagbaren 8cm dicken Zielwänden von außen dämmen und gerne das gleiche Material verwenden. Beide Flächen sind keine 40m². Gibt es eine gute Wahl, die nicht die 25€ Marke pro m² übersteigt?


Danke und Grüße im Voraus....



Da die Fassade



verputzt werden soll,würde ich Weichfaserplatten an der Aussenseite befestigen. Innen eine Innenschale die dafür sorgt, dass es keinen Ärger mit dem Taupunkt gibt, und ausflocken.
Je nachdem wie groß der Ständerabstand ist, reichen 4-6cm Weichfaserplatten, da die Ständer aber nur 16 cm sind, würde ich 8cm vorschlagen.
Ralph Schneidewind



das ging zu später Stunde schnell



Danke !


was wäre aber, wenn ich nicht von innen dämmen möchte, eben wegen der Sorge des Taupunktes und alles nach Außen verlagern möchte?

Grüße,
Malmey



Mein beschriebener



Aufbau ist keine Innendämmung! Wenn Du an der Innenschale eine Dampfbremspappe anbringst, oder mit Holz verkleidest, funktioniert das OHNE Taupunktprobleme!
Ralph Schneidewind
P.s.: Was sind Zielwände?



Ehrlich gesagt



halte ich generell die Lösung, die OSB-Platten auf der Außenseite anzubringen für eine schlechte, denn es widerspricht dem Grundsatz, von innen nach außen diffusionsoffen aufzubauen. MMn. gehört die OSB-Platte immer innen angebracht, an den Stößen verklebt kann sie gleichzeitig als Dampfbremse gerechnet werden, dann eine Kerndämmung und dann die Außendämmung, die, wie Herr Schneidewind richtig anführte, idealerweise aus Holzfaserplatten bestehen könnte. Diese kann dann mit einem Armierungsgewebe versehen und verputzt werden. Zu beachten wäre, daß Holzfaserplatten im Sockelbereich nicht verwendet werden dürfen !

Bei dem hier genannten Aufbau hätte ich höchste Bedenken zwecks Tauwasser. Vielleicht kann sich hier nochmal ein Energieberater dazu äußern, aber mMn. kann das anfallende Tauwasser durch die OSB nicht nach außen diffundieren und würde bei dem Aufbau in der Kerndämmung verbleiben. Eine variable sd-Folie könnte Abhilfe schaffen, es müßte allerdings durchgerechnet werden, ob so eine komplette Rücktrocknung überhaupt stattfinden könnte.

Die Lösung, komplett außen zu dämmen, wäre da mMn. unproblematischer, allerdings wäre dann bei Holzfaserplatten eine Mindestdämmstärke von 160 mm vonnöten, um die EnEV einzuhalten. Da bleibt von ihrem Dachvorsprung nicht viel über.

Gruß Andreas



Wie schon gesagt



OSB-Platte außen war die falsche Entscheidung, es sei denn der Holzständer soll sichtbar bleiben. Dann wird um der EnEV genüge zu tun eine Dämmstoffstärke von 180 in 045 (z.B. Unger Diffutherm) oder 160 in 040 Qualität (z.B. Rockwool Steinwollelamelle oder Isover Glaswollelamelle) benötigt. Die OSB-Platten müssen vorher sauber luftdicht abgeklebt werden.
Soll der Ständer nicht sichtbar bleiben, sollte man die Hohlräume dämmen. Dann reicht eine 60 mm Holzweichfaserplatte. Die lufdichte Ebene muss dann innen hergestellt werden (Winddicht sollte es von außen trotzdem sein). Man könnte z.B. eine Folie ProClima Intello einbauen, Lattung aufbringen, ausflocken und innen mit einer Lehmbauplatte (o.ä.) bekleiden.
Leider verschiebt sich der Punkt für den Kondensatanfall an die OSB-Platte (sonst hinter dem Putz). Allerdings ist die Kondensatmenge gering, so dass die Konstruktion in der warmen Periode austrocknen kann.



Wenn der Baufortschritt



noch nicht weiter ist, wie auf dem Bild, wäre es zu überlegen, ob die Platten nicht wieder abgeschraubt, und an der Innenseite angebracht werden. Das Häuschen ist ja nicht so groß und die Arbeit des Fenster-und Türenausschneidens muss nicht doppelt gemacht werden.
Ich denke, das wäre sinnvoller als bauphysikalische Klimmzüge zu veranstalten.
Alternativ:( bei innen sichtbarem Ständerwerk) Dachvorsprung vergrößern und außen dämmen.
Ralph Schneidewind



Die OSB-Platte



sitze, wenn Sie schon verwendet wird, auf der falschen Seite!

Grüße aus Koblenz



Holzrahmenbau



Hallo,

die Holzrahmenbauweise ist eine Systembauweise, die nicht nur aus dem Rahmen besteht ! Die Dämmung gehört in die Wand, die aussteifende Beplankung auf die Innenseite (idealerweise OSB), Windschutz nach außen und dadrauf außen die Sichtfassade. Das kann dann Holzweichfaser mit Putz sein.
Die Vorschläge von Ralph SAchneidewind kann ich alle nur unterstützen.

Grüße vom Niederrhein



Nun denn



danke ich für die hilfreichen Infos.


Es hat mir nicht viel gebracht, außer, dass ich wohl vergessen habe, Ihnen mitzuteilen, dass es wohl geplant ist... und nun gut, der Dachüberstand interessiert nur bedingt, da hier ein Anlehngewächshaus folgen wird... schlimm, dass ich das vergessen habe. Und ja, das Ständerwerk soll von Innen sichbar bleiben...



???



Könnten Sie das nochmal präzisieren ? Ich versteh nämlich grad nicht so wirklich, was Sie damit sagen wollen...

Gruß Andreas