Neuaufbau Fußboden Holzbalkendecke mit Lehmeinschub



Neuaufbau Fußboden Holzbalkendecke mit Lehmeinschub

Hallo,
wir möchten in einem Haus (kein Fachwerk) von 1900 den Boden neu aufbauen, heißt begradigen und anschließend mit OSB Platten neu versehen. Darauf soll dann später ein Laminat- oder Fertigparkettboden. Hätte nun diverse Fragen zum Aufbau, zum begradigen und zur Dämmung. Die Sparren haben einen Abstand von 60cm, die Balkenlage hat einen Lehmeinschub und darauf liegt irgendwelches Geröll.

1. Wir würden den Schutt (oder was das auch immer ist) oberhalb des Lehms entfernen und das Ganze mit einer Ausgleichsschüttung befüllen. Bei dem Thema gehen ja die Meinungen stark auseinander, was ist hier sinnvoll?
Schutt / Geröll raus und mit einer neuen Schüttung versehen oder die bestehende nur auffüllen?

2. Den Höhenausgleich des Bodens wollten wir ursprünglich mit seitlich verschraubten Latten ausgleichen, so das darauf dann OSB Platten (25mm) gerade verlegt werden können. Hier wurde uns auch schon von abgeraten, zumal die Balken auch nicht gerade sehr dick sind. Gibt es eine andere Möglichkeiten als mit Keilen auf den Balken zu arbeiten?

Das Ganze befindet sich in der oberen Etage, wo sich auch die Kinderzimmer befinden. Daher kam eine Aufarbeitung von den Dielen nicht in Frage, da diese auch recht angegriffen sind.



Liegt der Boden...



...insgesamt fest, oder wäre durch nachschrauben hinreichend zu festigen?

Dann wäre das grobe Abschleifen der Farbkrusten mit 24er oder 16er Korn eine Option. Darauf ein faserarmierter Spachtel, falls nivelliert werden muss. Dann müssten Sie den Balkenzwischenraum nicht anfassen...Schwimmende Verlegung des Parkettes (meiden Sie besser Laminat) vorausgesetzt.

Grüße

Thomas





Die Dielen sind nicht fest und knarren sehr stark. Sie stossen auf die Aussenwände und wirken auch sehr spröde. Ein Höhenausgleich ist auch notwendig.
Daher ist möchte ich sie komplett aufnehmen und durch OSB Platten 25mm ersetzten.



Unterschätz den Aufwand nicht



Die Balken sehen sehr dünn aus, dass gilt es statisch zu prüfen.

Laminat würd eich Kindern nicht antun wollen..

Wenn die Dielen noch rettbar sind, wäre es auch eine Überlegung, diese als Sichtfußboden aufzuhübschen. Kann man auch mit leben, es kann den Charme des Altbaus ausmachen.

Der Ausgleich auf den Balken für OSB, wie im Foto durch eine Leiste, ist recht aufwändig, denn es muss exakt werden (Linienlaser hilft), ist aber meiner Meinung nach lohnend; habe das gerade hinter mir. Mit viel Aufwand erhält man eine sehr steife, plane Fläche. Die Balken seitlich auszugleichen ist eine andere Option, für welche aber sämtliche Einschübe erneuert werden müssen, viel Arbeit und Staub.

Aber sobald die Dielen erstmal raus sind, geht es los: Balkenköpfe prüfen, wenn diese Schäden aufweisen, gibt es wieder viel Arbeit und Staub. Wenn der Einschub repariert werden muss, wieder viel Arbeit und Staub. Dabei wird jedes mal viel Schüttung von rechts nach links geschichtet werden müssen. Diese auszutauschen ergibt meiner Meinung nach nur dann Sinn, wenn sie schadstoffbelastet (Schlacke) ist. Könnte hier der Fall sein.

Sorry wenn ich etwas demotivierend klinge.
Gruß



Gut,



wenn alles schwingt und knartzt, musst Du wohl tiefer in die Sache einsteigen.

Welchen Balkenquerschnitt haben die Balken, wie breit ist das lichte maß zwischen den Balken, und wie lang liegen diese frei?





Die Balken sind 10cm stark, das Maß zwischen den Balken ist 50cm.
Die Raumbreite, wo die Balken längs liegen, beträgt 4,5m.

Der Einschub sieht dem ersten Blick nach recht heile aus, daher würde ich das, wenn möglich, lassen.



Sollte das bedeuten,



die Balken seien 10cm hoch?

Dann wäre das Ganze völlig unterdimensioniert. Besser noch 'mal nachmessen. Balkenquerschnitt bedeutet Höhe x Breite.

Grüße

Thomas





Die Höhe kann ich bisher nicht messen, 10cm sind die Stärke der oberliegenden, kleineren Seite.



Ich...



...kann das Einschubbrett auch nicht 'rausnehmen...

Messen kann man auch durch eine Fuge. Die Einschubbretter sind allermeist nachgetrocknet.