Neu verlegtes Parkett vor Endbehandlung mit Öl intensivreinigen?

19.12.2015 JuliSta



Liebe Forumsmitglieder,
wir haben vor kurzem in unserem sanierten Altbau ein geöltes Eichenparkett von Wicanders Verlegen lassen. Leider mussten nach dem Verlegen noch einige Innenausbauarbeiten vorgenommen werden (war terminlich nicht anders möglich), so dass sich nun auf Teilen des Parketts trotz Abdeckung mit Malervlies eine Schicht Baustaub abgesetzt hat. Nun steht noch die Endbehandlung des Bodens aus, vom Hersteller empfohlen wird das Öl von Woca. Nun meine Fragen:
1. Muss ich das Woca-Öl verwenden oder kann ich auch entgegen der Herstellerempfehlung ein anders Öl verwenden? Welches wäre dann eure Empfehlung?
2. Auf der Homepage von Woca wird zur Endbehandlung ein Pflegeöl und die vorherige Reinigung mit Intensivreiniger empfohlen. Ist dies das richtige Vorgehen, besonders im Hinblick auf den verstaubten Boden?
3. Leider haben wir aufgrund eines Heizungslecks einen kleinen Wasserfleck auf dem Parkett, den wir ausschleifen wollen. Das müssten wir dann ja vor der Endbehandlung machen und wie müssen wir die Stelle dann auf die Endbehalndlung vorbereiten?
Vielen herzlichen Dank im Voraus!
JuliSta



Ölen



Hallo JuliSta,
nach dem Schleifen und Reinigen des Wasserfleckes sollte hier das originale Öl verwendet werden, da hier schnell Farbunterschiede entstehen. Die Stelle wird sicher heller werden, das dunkelt aber nach.
Die Stelle vorsichtig mit Schleifpapier ca. 180 in Faserrichtung schleifen, Ölen und nach dem Trocknen noch feiner schleifen. Ölen und mit Flies schleifen.
Der Hersteller möchte sicher auch SEIN Öl verkaufen, im Prinzip ist der Hauptbestandteil der meisten Öle Leinöl. Die Zusätze von speziellen, teuren Ölen und Wachsanteilen variieren und sorgen somit für recht unterschiedliche Preise.
Die Reinigung ist auch mit Wasser und einem Pflegezusatz möglich. Hier besteht aber die Gefahr von Wasserflecken und übermäßigen Wassergebrauch, was auch zu Schäden führen kann.
Mit der Empfehlung eines lösemittelhaltigen Reinigers minimiert man diese Gefahren.

Holger Heerdegen
Tischlerei und Restaurierungswerkstatt