Kauf eines 4 Seitenhofes (?)

14.11.2011



Hallo,

ich habe gestern schon sehr interessiert in diesem Forum gelesen und viele interessante Themen und Antworten gefunden. Danke schonmal hierfür.
Ich bin mit meiner Freundin schon seit 3-4 Jahren auf Häusersuche und wir haben schon alles mögliche gesehen. Von topsaniertem Haus bis zur absolute Bruchbude.
Immer wieder sind wir auch auf diverse Bauernhöfe/Häuser gestoßen, welche aber entweder recht schnell weg waren oder absolut marode sind.
Nun haben wir die Chance einen 4 Seitenhof zu kaufen, welcher mit ~3000m² Grund und 110m² Wohnfläche (gemacht) sowie weiteren etwa 50m€ ungemacht sowie Dachboden für 70.000€ zu haben wäre. Im Netz steht er noch für 100.000€ und davor waren es 130.000€.
Gescheitert ist es vermutlich an den Decken im Obergeschoß (1,80 an der tiefsten Stelle, den schrägen Böden im Obergeschoß sowie der Lage abseits der "Großstadt" (knappe 15 Kilometer).
Wir sind nun etwas am hadern, da dies nun auch Punkte sid die uns auch stören, aber für den Preis wieder "erträglich" werden.
Wir haben am Wochenende sehr viele Bilder geknipst, ausgemessen und uns alles mal in aller Ruhe angesehen ohne Makler und Besitzer. Dabei sind viele Fragen aufgetaucht, die wir hier schon versucht haben zu klären.

Wer Lust und Zeit hat, kann sich gerne mal auf http://ng-buchholz.de alle Bilder ansehen. Sind leider absolut ungeordnet und unbenannt. Sie fangen an im Nebengelaß, gehen über die Scheune zum Wohnhaus über. Im Wohnhaus dann vom "Keller", zum EG, dann zu OG und danach zum unsanierten OG wie Dachboden.

Wir hadern auch ein wenig, da es nur einen Festbrennstoffofen gibt. Kann man hier noch um zB. Solar erweitern?
In wieweit ist es möglich im OG die Decken zu öffnen, die Balken quasi sichtbar zu machen und dann darüber den Dachboden "höher" zu setzen?
Soweit wir gesehen haben, verläuft ein Balken (20*20cm)quer mittig durch's Haus. Zwischen sanierten und unsanierten Teil ist er dann um etwa 30 cm zur Mitte des Hauses versetzt. Darauf liegen quer die restlichen Balken (ebenfalls 20*20cm) und darauf die Dielung des Dachbodens.

Worauf muß man beim Kauf noch achten und ist das haus es wert?
Ich weiß. Ferndiagnosen kann man schlecht treffen bei Sachen die man nicht Live sieht, jedoch ne große Andeutung ob ja oder nein ... fällt jemanden aufgrund der Bilder etwas auf, was es nochmal genauer zu hinterfragen gibt bzw. wo man nochmal genau nachsehen sollte? In dem einen unsanierten Zimmer zB hängen diese Korkplatten durch und sind feucht. Vom Dachboden kommt es allerdings nicht. Da ist auf einem der Bilder zwar nen schwarzer Fleck zu sehen, jedoch scheint das Farbe oder Teer zu sein. Das Dach selber ist im Innenhof gedeckt. Hier scheint es mal nen Schaden gegeben zu haben. Die andere Seite ist noch mit alten Schindeln gedeckt. Vermutlich Preolit oder wie das Asbesthzeuch heißt.
Was kann da alles noch an Kosten auf uns zukommen wenn wir in "einfachem" Standart sanieren und die Balken offen lassen wollen?

Grüße aus Sachsen
Wolfgang Buchholz



Sieht nicht schlecht aus !



Hallo Wolfgang ,
immer noch stolzer Preis für Ostverhältnisse.
Es kommen ja noch haufenweise Kosten nach dem Erwerb hinzu.
Aber wenn Ihr euch in das Objekt verliebt habt , solltet Ihr zuschlagen! Allein der Garten ist ein Traum. Das Wohngebäude sieht auch nicht schlecht aus.
Eure Vorbesitzer haben ja schon kräftig investiert.
Sicher habt Ihr genügend Freunde und Bekannte , welche Euch tatkräftig unterstützen.
Nach den Bildern zu urteilen , kann man den Wohnbereich zügig gestalten , nach dem Einzug das DG sanieren und im Nachgang die Nebengelasse.
Informiert Euch mal bei der Gemeinde , wie es mit dem Abwasser funktioniert , bzw. ob eine zentrale Entwässerung geplant ist. Da können bei 3000 qm allerhand Kosten auf Euch "umgelegt" werden.
Viele Grüsse aus Sangerhausen !
H. Nowak



...



Hallo Herr Nowak,

wir haben uns schon ein wenig in das Objekt verguggt, jedoch darf vorher noch ein Gutachter entscheiden, wie die Substanz ist. Als Laie weiß man eben absolut nicht wo man zuerst hinsehen soll. Balken=Balken :-)
Wir werden heute mal bei einem vorsprechen. Mal sehen.

Das Abwasser hat eine 3 Kammerklärgrube, welche ja noch umgerüstet werden muß. Kanal ist da nicht geplant, da wirklich Pampe. Laut Internet leben da 1500 Anwohner. Der Rest versickert.

Danke für die schnelle Antwort.

Grüße
Wolfgang Buchholz



Hübsch



Hallo,

das Objekt könnte mir auch gefallen, und das Wohnhaus schaut auch gar nicht schlecht aus. Ich würde mir auf jeden Fall die bröckelnden Ziegel (auf einem der ersten Fotos, also Scheune?) näher ansehen.

Ansonsten ist da schon recht viel Nebengebäude, was, wenn man es nicht unbedingt braucht, unnütz Kosten verusrsacht. Das ist auch gerade mein Problem bei der Haussuche, ich brauche keine Scheune und keinen Stall, aber ein "nur Wohnhaus" zu finden ist hier schwierig. Falls natürlich Nebegebäude gewünscht sind diesen Einwand ignorieren. :)

Ich muss sagen dass ich mit 2m (und drunter) Decken gar nicht klar komme. Es gibt Leute, die finden das gemütlich, ich finde es beklemmend. Das ist mein einziges No-Go beim Haus. Wenn ihr euch für das Haus entscheidet solltet ihr euch sicher sein, dass euch die niedrigen Decken auch auf Dauer nicht stören. Von der Optik abgesehen ist es z.B. auch sehr schwer mit Möbelkauf (Stichwort Kleiderschrank).

Was ihr bei so einem kleinen Dorf nachfragen solltet wäre die Anbindung ans Internet (DSL), und eventuell geplante Baumaßnahmen (wie Straßensanierung). Liegt der Hof direkt an einer öffentlichen Straße, oder gibt es eventuell noch eine lange Zufahrt?

Zum Preis kann ich nichts sagen, wäre aber ein wenig misstrauisch, wenn der Verkäufer um 50% runter geht. Entweder war der Preis vorher deutlich zu hoch angesetzt, oder es gibt einen Haken am Haus.

Grundsätzlich wäre das mMn ein joah, Gutachter fragen. Für mich speziell wäre es ein Nein, aufgrund der Deckenhöhe.

Viel Glück beim Kauf!
Gruß,
Tina

p.s. Coole Hunde. Die Hütte müsstet ihr dann allerdings noch ein wenig aufstocken.



Heißer Tipp...



...bevor der Kauf getätigt wird.
selbstuntersuchungen sind zwar gut und schön, aber meistens fehlt es am geschulten Auge.
Dieses würde ich ihnen gern an die Seite mit stellen, denn Herr Heine hat schon einige Kaufwillige vor bösen Schaden und Erwachen bewahren können.

Bitte setzt Euch dringend mit ihm in verbindung, denn ich habe selbst viele Anfragende bereits in seine Hände gelegt.
Und fast alle haben es im Nachhinein gedankt und geschätzt.

Sachverständiger, Holzschutz und Baubiologie
Dipl.-Ing. (FH) Mathias Heine
Dippoldiswalder Str. 66
01731 Kreischa bei Dresden
Tel.: 035206 21147
Fax : 035206 / 30348
eMail: m.heine@baubiologie-heine.de
WWW: Homepage

Wir arbeiten schon viele Jahre zusammen und sind auch gemeinsam in DD auf der Hausmesse zusammen als Fachwerk.de-Gruppe zusammen präsent.

Viel Erfolg

Udo Mühle



alles nicht so einfach ...



Hallo nochmal. Vielen Dank auf jeden Fall schonmal für das zahlreiche Feedback.

@Tina:
Also die brpckelnden Ziegel sins an der Toreinfahrt im nebengelass. Dort würden wir vermutlich für die Hunde tagsüber was einrichten wollen. Dann brauchen wir die kleine Hütte auch nicht mehr aufstocken. :-)
Das brückeln da ... es sah schon komisch aus, jedoch muß da einfach jemand schauen, der nen Plan hat.
Ansonsten können wir in späteren Zeiten die restlichen nebengebäude schon gebrauchen. Als Garage und später mal als Tierpensiun. Ist jedenfalls für später mal geplant ;-)

Ansonsten ... mit der Deckenhöhe ist auch für uns der Knackpunkt. Damit leben könnten wir denke schon, jedoch wäre es schön, wenn man durch Balkenfreilegung noch 20 cm rausholen könnte. evtl. auch mehr wenn man den Dachboden irgendwie durch zusätzliche Balken nochmal hoher setzen könnte. Davon habe ich aber nun ja auch keine Ahnung und darum hier die frage bzw. bei nächster Gelegenheit ein Gutachter.
Ansonsten ... DSL liegt laut Internetabfrage an, Straße ist gemacht. Da sollte wohl erstmal nix mehr kommen.

Der Preis ... nun hier in der Umgebung wird viel verkauft und die Arbeitslosigkeit ist auch recht hoch. Die, welche Arbeit haben wollen zwar auch auf's Land, jedoch nicht so weit raus. Dann die Deckenhöhe, 3 unsanierte Räume und wenn na sich nebengelass und Scheune ansieht auf den Bildern, dann hat man da einige Senken drin. (hatte ich im ersten Post erwähnt, das im gemachten OG die Böden tatsächlich zur Giebelseite hin abfallen?)

@Udo: wir waren heute bei einem Gutachter, jedoch beim falschen. Er hat uns 2 Adressen hier aus der Umgebung gegeben. Einmal einem herr Krell und dann noch einem Herren aus Plauen. Hier muß ich nochmal den Namen suchen.
Einen Gutachter aus DD zu bestellen wäre wohl ökonomisch nicht so sinnvoll. Falls doch klären sie mich auf :-)
Aber da sie ja aus der branche kommen, wissen sie sicher auch, welche Kosten da ungefähr auf uns zukommen. Wir wollen das ganze schon zügig über die Bühne bringen, aber auch nicht gleich 1000€ in den Sand setzen wenn es nix wird.

MfG
Wolfgang Buchholz



Sehr schöner Hof



Ich finde solch einen Hof gehört auch ein ,naja authentisches Innenleben ,bevor ich da die Decke anhebe ,würd ich erst diese Türen und Fliesen und Kunststofffenster rausreissen.

Ich denke eine Zahl was das Ganze kosten wird,kann Euch hier keiner nennen.

Grüße Martin



was erstmal nutzbar ist ...



Hallo Martin,

warum hier keine Holzfenster genimmen wurden verstehe ich auch nicht, vermutlich sind sie günstiger. Jedoch werden wir diese erstmal drin lassen, da sie erstmal da sind. Was da ist und funktioniert wird erstmal nicht angefaßt. Fließen wollen wir allerdings im Eingangs und Küchenbereich (UG) belassen. Dielen dann oben. Wir haben eben die 2 großen Hunde und dazu noch diverse Katzen (Zucht) und da sind Fließen eben leichter zu reinigen. Ich fände zwar auch Dielen in der Küche sehr schön, jedoch hätten wir bei dem Trinkverhalten der Hunde da sehr bald einen Wasserschaden zu beklagen.

MfG
Wolfgang Buchholz





Hallo !

Ich bin 185 groß und habe hier im OG unterm Balken 180 Stehhöhe,ich hab mich dran gewöhnt,auch daranaufrecht durch keine Tür zupassen,naja mein Ding,ich hätte mir dieses Haus nicht ans Bein gebunden,wenn ich vorgehabt hätte hier die Decken anzuheben.So wurde es gebaut und so soll es bleiben dürfen.
Ihr habt da einen riesen Haufen Arbeit vor Euch ,aber auch einen schönen Hof.Lasst die Baulichenstrukturen so wie Sie sind,das ist der Charakter Eures Hofes!
Kuckt nicht nur nachdem unsanierten Teil,schaut Euch auch wie wurde das schon fertige saniert,Geschmäcker sind verschieden,aber wer sich solche Zimmertüren einbaut ,legt wenig wert auf fachgerechte Sanierung.Vielleicht an den Haaren herbeigezogen der Vergleich...

Grüße Martin



Decke anheben ...



Das Decke anheben klingt so böse. Eigentlich will ich ja alle Balken so lassen wie sie sind. Aber im Moment ist der Aufbau ja: (entschuldigt die Laienhaften Ausdrücke)

Dachgeschoß
_____________________ <-- Bretter Boden
|_|??????|_|??????|_| <-- Balken/Dämmung/Balken ...
_____________________
|___________________| <-- vom Gibel abgehender einziger/mittiger Balken
_____________________ <-- Decke Obergeschoß

Obergeschoß

Kann man nicht hier die Decke abnehmen und zwischen den oberen Balken die Decke einziehen und danach auf den oberen Balken die Dämmung sowieein paar Latten auf die Balken um genug Dämmung zum haben sowie Rohre für Elektrik und darauf neue Platten für den Boden?
ungefähr so: http://www.sg-hausgeschichten.ch/nuernberg/weiss3404x.jpg
stelle ich mir vor das es ausssieht, außer das auf dem Bild noch der mittige Balken fehlt.
So wie es da jetzt aussieht: http://www.ng-buchholz.de/images/2011-11-13%2014.05.57.jpg
kann ich auch in nen normales Haus ziehen ;-)

Effekt des ganzen ... ich habe 20cm mehr Luft nach oben und kann ohne noch mehr zu verlieren auch die Böden gerade machen.

Also ich will keine Balken versetzen, höher setzen oder sonst was damit machen, sondern sie lediglich Freilegen und dazwischen die Decke verlegen.

Ich hoffe das ist verständlicher als was ich im Eingangspost geschrieben habe :-)

MfG
Wolfgang Buchholz



Realistisch



Einen Gutachter aus Plauen aber, das wäre realistisch?

Einfach den Herrn heine anrufen und mittels Telefonat sich einen Eindruck vermitteln lassen.
Bisher nur gute Erfahrungen machen können.

Viel Glück



...



Hallo Herr Mühle,

aus Plauen eben weil wir hier wohnen und das Objekt in der Nähe liegt. Von DD hierher sind es immerhin gute 170 Kilometer.
Ich glaube ja, das Herr Heine ein kompetenter Ansprechpartner ist, jedoch will ich erstmal eine Einschätzung, ob das Haus grobe Mängel aufweißt oder nicht. Darauf wollte ich die Kaufentscheidung mit aufbauen. Sollte es nichts sein weil gravierende Mängel vorhanden sind, dann will ich nicht noch mehr Geld investieren als nötig. Haben vor Jahren schonmal einem Gutachter bestellt und auf dessen Entscheidung hin das Haus nicht genommen.

Sollte das ganze dann in Sack und Tüten sein und das Haus in unseren Besitz übergehen, komme ich gerne auf Herr Heine zurück um über die fachgemäße Aufarbeitung des Hauses zu reden.

MfG
Wolfgang Buchholz



Kontakte



Rufen sie ihn an und lassen sich einen Berufskollegen von ihm in Ihrer Region benennen.
das würde dann auch wieder Sinn machen.
So trennt sich auch wieder gut von schlecht.



was so alles passiert ist ...



Um nicht wie in vielen anderen Beiträgen hier das ganze unbeschrieben enden zu lassen ein kleines Update was inzwischen alles passiert ist.
Ich habe inzwischen soviel zum Thema Bau, Fachwerk und Co hier und anderswo gelesen, das mir der Kopf schwirrt. Viele Gestalltungsideen sowie Lösungsvorschläge habe ich gefunden, sowie leider auch viele gegensätzliche, von diversen Ideologien Geprägte "Fakten". Extrem verunsichernd.

Aber zum Thema. Der gutachter ist durch. Oben angefangen ... in einigen Dielen des Dachbodens ist frischer Schädlingsbefall. Einige Balken sind marode und müssen getauscht werden. Im OG ist soweit alles i.O. Im EG hingegen sind viele Wände nass und haben eine hohe Salzkonzentration. Da es nicht uns gehört haben wir von Löchern und Proben abgesehen, jedoch kann man im Hof am Wohnhaus wunderschöne Ausblühungen des ganzen sehen. Man sieht es sogar auf den Bilderm vom Makler. Unter den 2 rechten Fenstern verläuft wnderbar die grenze. Wir dachten erst an schlampig angebrachten Putz, jedoch bröckelt dieser inzwischen und darunter blüht es.
Das selbe ist nochmal im Innenbereich links der Eingangstür wo die Wand zum ehem. Stall war (jetzt Lager, Pumpe und Pufferspeicher und in den 2 Wänden danach Stallwand innen und außen.
Weiterhin Einsturzgefahr im nebengelaß wo ein Gewölbe schon abgesackt ist und eine Innenwand nur noch abbruchreif ist. (die ersten Bilder vom Link im Eingangsbeitrag)
Ansonsten muß der Torbereich in den nächsten Jahren mal gesichert werden. Hat aber noch Zeit.

Ansonsten diverse Kleinigkeiten ... nichts schlimmes.

Was wir vor wenigen Tagen allerdings erfahren haben, das es Denkmalschutz auf das Gebäude gibt.
Nun sind wir wieder am Grübeln, ob dies nun ein Fluch (Auflagen, Anträge für jeden Pups)oder ein Segen (Steuer, Zuschüsse) ist. Der Denkmalpfleger war mit vor Ort und hat viel erzählt. Klang nicht SOOO schlecht wie man es von diversen Stammtischparolen her kennt.

Nun ja ... das ist der Stand der Dinge. Der Makler verhandelt nochmal mit dem Eigentümer nach. Ich hoffe, da kommt was ordentliches bei raus.

Grüße
Wolle



Oh Gott, Denkmalschutz!



Wir werden bei unserem Haus immer wieder auf Denkmalschutz, die bösen Behörden und 1001 Vorschrift angesprochen. "Da kann man ja gar nichts selbst entscheiden!", "Schreiben die Euch nicht sogar die Klopapier-Farbe vor?" - so in der Art halt.

Unsere Erfahrungen sind dagegen aber sehr positiv: Ja, wir besprechen wie wir sanieren wollen und zum Beispiel die Farbgebung mit der unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege. Es gab auch Punkte an denen wir anders als die Denkmalpfleger entschieden hätten, im Nachhinein verstehe ich aber die Argumente.

Beispiel: Wir hätten eine marode Mauer durch Fachwerk ersetzt, weil dort sicher irgendwann mal Fachwerk war. Da aber keine Informationen vorliegen, wie das Fachwerk ausgesehen haben könnte, haben die Denkmalpfleger empfohlen, wieder eine Mauer aufzubauen und eben keine Rekonstruktion des Fachwerks zu versuchen. Wenn wir unbedingt Fachwerk gewollt hätten, wäre aber auch das genehmigt worden. Also: bei uns stimmt die "Chemie" mit den Mitarbeitern der unteren Denkmalpflege.

Ich hätte bei diesem Haus die Sorge, dass die Sanierung der nassen Wände sehr teuer werden könnte - wer weiß welcher Grund dahinter steckt. Und ich würde mit dem Eigentümer auch verhandeln, dass eben doch Löcher gebohrt und Proben genommen werden. So lässt sich besser ein für beide Seiten fairer Kaufpreis ermitteln.

Viel Glück für die richtige Entscheidung für / wider das Haus!