Natursteinfundament abdichten

12.12.2019 Retro



Hallo,

wie bekomme ich eine horizontale und vertikale Feuchtigkeitssperre in ein Natursteinfundament?
Habe es von außen bereits freigelegt und würde Bitumen aufstreichen und eine Drainage legen. Muss der Boden unterhalb der Drainage durchgängig sein oder darf ich diese auf ne Betonschicht auslegen?
Horizontal wird das Fundament, zumindest chemisch nicht zu behandeln sein, sprich Horizontalsperre, oder?



Vorsicht!!!



Guten Abend,

Alle die von Ihnen beschriebenen Arbeiten sind für den Bestand ihres Hauses höchst riskant. Graben Sie daher nie ringsrum das Haus einmal komplett auf oder gar tiefer als das Fundament, es droht so sonst ein Totalverlust des Gebäudes.

Für die Planung und Durchführung der Dränage brauchen Sie unbedingt eine Fachfirma, da bei unsachgemäßer Installation ihr Haus massive Schäden, vor allen Dingen Feuchtigkeitschäden, erleiden kann.

Eine Horizontalsperre kann einmal chemische oder mechanisch eingebracht werden. Die chemische Variante, meist durch Paraffin, ist höchst kritisch zu betrachten und versagt meistens ihren Diens bzw. ist wirkungslos bei Bruchsteinmauern. Am effektivsten ist eine Horizontalsperre mittels wasserdichter Platten, beispielsweise Edelstahl. Hier wird von einer Fachfirma das Gebäude an entsprechender Stelle aufgesägt und die Platten werden dazwischen geschoben.

Die Kosten: für die Dränage sowie die Horizontalsperre können Sie einen mittleren fünfstelligen Betrag rechnen. Daher ist es immer wichtig, vor ab ein Konzept der Machbarkeit sowie Sinnhaftigkeit erstellen zu lassen.



Horizontalsperre



mit welchem Ergebnis soll denn bei einer Horizontalsperre in einer Bruchsteinmauer zu rechnen sein? Aufsteigende Feuchtigkeit bei dieser Mauerart ist fast ausgeschlossen. Zudem ist der Feuchteeintrag über den Mauerqerschnitt äußerst gering. Besser wäre es, vor dem Bauwahn mal zu fragen.



Danke Pope



Danke Pope ... Es ist schon erstaunlich wie viel Geld und Zeit die Leute übrig haben, in ihrem Wahn in Keller zu versenken. Nur um später festzustellen, das es immer noch ein Keller ist.
Wenn man wenigstens in dem Wahn nicht noch der bestehenden Substanz Schaden zufügen würde - aber ... meine Oma sagte immer "Et jibt kein größer Leid - als wat der Mensch sich selbst andeit"

Schönes Wochenende - M.Mattonet



"...als wat der Mensch sich selbst andeit"



Danke für die Antworten. Zum einen bin auch ich Laie, zum anderen wurde ich als Freund des Bauherren um Hilfe gebeten. Bedeutet die Baustelle wurde vor meines zustoßens begonnen.
Man hat im Inneren die Füllung aus Erde und Lehm entfernt eine Drainage gelegt, mit Lava verfüllt und darüber betoniert. Draußen wurde danach das Fundament einseitig freigelegt....

Nun hab ich meine handwerkliche Unterstützung angeboten um die Sache voran zu bringen. Doch ich bin Laie und somit auf fachlichen Rat angewiesen.

Das Mauerwerk im Inneren ist teils noch immer feucht.

Die Betonplatte im Inneren hat man 20cm ins Fundament eingesenkt um Raumhöhe zu gewinnen, geht das so überhaupt?



Boden absenken



das heißt, dass das, was wir jetzt sehen, wo das gelbe Dingens draufliegt, die jetzige, neue Bodenplatte ist und der Absatz die obere Fundamentkante?



Situation genauer erklären



Ganz klar sind mir die bisherigen Arbeiten nicht-
wurde INNEN eine Drainage gelegt?

Mach doch Fotos, die die Gesamtsituation zeigen- also mit den Nachbarbereichen.
Nahaufnahmen sind erst einmal unnötig.

Es wäre grundsätzlich besser, ZUERST Fragen zu stellen und DANACH mit der Arbeit anzufangen-
alles erzeugt leicht fehlerhafte, unnötige, zeitaufwendige ,teure ,schadensträchtige Resultate.

Und zuerst möglichst genau die Situation beschreiben,
damit sinnvolle Antworten überhaupt möglich sind.

Hier scheint mir ziemlich viel falsch gelaufen zu sein



...um was geht es denn überhaupt?



Der Frage kann man nicht entnehmen ob da auch ein Keller gemeint ist oder nur das Fundament.