Natursteinfliesen von Mörtelresten befreien, bzw aufarbeiten Badezimmer

17.03.2014 martha



Hallo!
Wir renovieren unser Badezimmer und unter den abgetragenen Bodenfliesen, kam ein schöner Steinboden zum Vorschein.
Leider mit Mörtelresten, Fliesenkleber, Rissen etc.
Wir überlegen nun, anstatt einfach wieder drüberzufliesen,
ob man den Boden vielleicht Aufarbeiten kann?
Kann uns jemand einen Tipp geben, wie man großflächige Mörtelreste runterkriegt (Schleifen, Fräsen?!).
Chemische Reiniger (Betonschleierentferner etc. bringen nichts). Wie geht man dann am besten weiter vor? Verfugen, Imprägnieren, Versiegeln?
Vielen Dank!





Hallo,

stellen sie doch Fotos ein.
Umwelchen Stein handelt es sich?
Wie ist der Untergrund, Holz, Estrich etc.?
Einfachste ist wahrscheinlich abschleifen. Dies erfolgt mit speziellen Diamantpads (Körnung 50 bis 3000) und einer Poliermaschiene . Das Feinfinnish erfolgt dann unter Zuhilfenahme von Kleesalz bzw. Oxalsäure (geht ur bei Kalkhaltigen steinen). Wenns nur geschliffen sein soll kann man schon bei Korn 800 ein ansehliches Bild bekommen. Soll es alt aussehen könnte man auch Sandstrahlen und hinterher bürsten.

Die Arbeit ist machbar aber nicht einfach und auch nicht mit Baumarktmittln zu bewerkstelligen

Gruß
S.



Natursteinfliesen von Mörtelresten befreien



An D.Selle:
Hier sind noch Fotos!



Eine fachmännische Begutachtung



wäre dann angemessen, wenn der Boden eine ebensolche Aufarbeitung zulässt. Lassen Sie sich von einem Steinmetz oder Fliesenleger/Maurer mit Erfahrung in der Natursteinverlegung beraten, der erst einmal bestimmen sollte, um welche Gesteinsart es sich handelt, wie sie verlegt worden ist und wie sie -wirklich fachmännisch und dann vielleicht auch kostenaufwendig- restauriert werden könnte. Die Qualität der Steinplatten sollte mindestens gut sein, um den Aufwand zu rechtfertigen.

Außerdem bliebe zu prüfen, wie die Bodenkonstruktion aufgebaut ist und ob die Platten eventuell ein Problem mit aufsteigender Feuchte haben. Im Bad ein Punkt der geklärt werden sollte, um Kondensatausfall an kalten/feuchten Steinplatten zu vermeiden.

Dann sollten sie aufgenommen und vor ihrer Neuverlegung ein neuer Rohbodenaufbau inkl. einer Dämmung und einer Bauwerksabdichtung eingebaut werden.



Bitte im thread bleiben.



Hallo,

bis die Frage beantwortet ist, ansonsten leidet die Übersichtlichkeit.

Auf dem Foto ist nicht viel zu erkennen. Es kann ein Steinboden sein, wenn, dann Sandstein oder Kalkstein auf dem schon mal was anderes, wie z.b. Terazzo aufgebracht wurde. Darauf deuten die ausgeprägten Riefen, die eingekratzt wurden umdie Haftung zu verbessern. Vielleicht ist es auch nur ein Holzestrich/Magnesitestrich). Gussasphalt sieht anders aus, wenn die dunkleren Fläche Klebereste sind.
Hier hilft wahrscheinlich nur abfräsen/schleifen mit Diamantschleiftopf und hinterher glätten mit geeigneten Schleifpads.
Ist es wirklich ein erhaltenswerter Steinboden sollte wie Hr.Pickartz erwähnt hat, die Aufnahme überlegt werden um einen zeitgemäßen Untergrundaufbau erstellen zu können. Die Platten wurden früher meist in dickem Kalkmörtel gelegt und sind rel. leicht aufzunehmen.
Falls es ein Holzestrich ist , sollten sie diesen ausbauen und entsorgen.
Geld sparen sie bei der "Stein"restauration nicht. Dies lohnt nur bei 100% Eigenleistung oder wenn es sich wirklich um erhaltenswertes historische Baumaterial handelt.

Gruß
Selle



Bodenaufbau



Sie müssen erst den Aufbau der Bodenkonstruktion unter den Steinplatten klären. Wenn der ungeeignet ist, nicht tragfähig, ungedämmt, feucht, sollten Sie nicht darauf Fliesen und sich eventuelle BAuschäden einbauen. Es lohnt sich manchmal nicht, das Alte unbedingt erhalten und Restaurieren zu wollen, wenn mit viel Aufwand und Geld ein im Grunde ungenügendes Resultat erzielt wird.

Nehmen Sie eine Steinplatte auf und fragen Sie einen geeigneten Handwerker, Planer, Bauingenieur was zu tun ist. Meistens ergeben sich auch noch andere wichtige "BAustellen", wenn solche Erkundungen begonnen werden. Ein BAdeinbau in einem Altbau ist keine einfache Angelegenheit für den Heimwerker.

Ist es ein Fachwerkhaus? Wenn ja, gelten besondere Anforderungen auch an den Wandaufbau (Fliesen, Abdichtungen etc)