Nasser Gewölbekeller in ca500 Jahre altem Haus,mit Schimmel

03.01.2016 Loboti



In Unserem Fachwerk Haus etwa 500 Jahre alt gibt es ein Problem mit dem Keller. Der Keller befindet sich ca. 3m unter der Erde und ist durch eine Ziegelwand halbiert,da an das Fachwerkhaus 2 Einfamilienhäuser angebaut wurden.In der Mitte des Kellerraumes ist eine zweite Ziegel Wand zur Stütze des angebauten Hauses angebracht diese liegt auf einem Streifen Beton zwischen dem Natursteinboden.Bei dem Keller handelt es sich um einen Gewölbekeller dieser hat ein kleines Fenster mit angebrachtem Frischluftrohr (motorisiert).Zum Keller geht es einmal durch eine zur straße gerichteten Treppe oder durch eine Metalltreppe die durch einen Durchbruch durch die Kellerdecke weiter oben Richtung Türe führt.Weiter oben an der Treppe ist zusätzlich noch ein kleiner Heizungsraum auch Gewölbe mit Gitter nach draußen.

Nun zum Problem in der hinteren Ecke des Kellerraums gibt es weißlich bis schwarzen Schimmel auf dem Boden sowie an einem altem Holzgestell für Weinfässer (vom Vorbesitzer) ansonsten ist schwarzer Schimmel über all auf dem Natursteinboden zu sehen.Außerdem bilden sich an den Wänden Salpetersalze.Nun ist die Frage wie bekomme Ich den Raum trocken damit er als Werkstatt genutzt werden kann,in dem jettigem zustand schimmeln Kartons und andere Sachen.



Werkstatt



Am Besten garnicht. Ich gehe davon aus, dass auch die "Bodenplatte" nicht dicht sein wird. Besser wäre es einen Anbau zu erstellen, in dem Sie die Werkstatt unterbringen.
Wenn Sie es dennoch machen wollen, wären zunächst die Bodenverhältnisse und die Grundwasserstände zu klären, sowie die Wand- und Fußbodenaufbauten. Bei den Salzausblühungen wird es sich vermutlich nicht um Salpeter handeln, sondern um andere Salze, auch da wäre es hilfreich, diese analysieren zu lassen. Basierend auf all diesen Erkenntnissen lässt sich ein vernünftiges Sanierungskonzept erstellen.
In jedem Falle läuft es auf eine Abdichtung von Innen hinaus.



Nun entweder garnichts oder richtig



Alles ist doch eine Frage "Aufwand und Ergebnis".
Sollte der Raum geheizt werden?
"Schwarzer Schimmel" ist meist abgestorben.
Evtl. hilft hier ein ausreichend dimensionierter Luftentfeuchter um die Feuchte unter 60% zu halten.
Natürlich muss erstmal die Nutzung etwas klarer feststehen.
Nun von einer Analyse halte ich nicht sehr viel - was soll dabei rauskommen?
Ein bisschen mehr oder weniger ist doch in diesem Fall nicht so entscheidend.
Was soll eine Abdichtung von innen bringen?
Was heist denn Abdichten konkret?
Wie hoch steht denn das Wasser im Keller?
@ Herr Stach der Anfang Ihres Beitrags war schon richtig - aber der Rest Ihres Beitrags ist mir schleierhaft.



Wasser stand und Boden



Wasser steht keines und die Wände sind trocken nur der Boden in dem Fall Sandstein ist nass der Betonstreifen ist trocken und es gibt auch noch diesen gespinnst artigen weißen schimmel an oben genanntem Holzgestell



Vorsicht, denn es könnte auch ein Schwamm sein..



..es wäre sicherer wenn sich das ein Fachmann/Frau ansieht.
Suchen Sie mal bei Hausschwamm Bilder.
Haben Sie keine Fotos um dies besser beurteilen zu können?
Sie können mir diese auch an meine email senden.



Schleierhaft?



Hallo Herr Bromm,

wir haben da anscheinend eine etwas andere Philosophie: sehr viele Kellersanierungen gehen leider tüchtig daneben, weil die Grundlagen nicht geklärt sind, und natürlich macht es einen Unterschied, ob gegen die Kelleraußenwände Wasser mit Druck ansteht oder eben nicht.
Das Zweite ist, dass wir unsere Empfehlung in Abhängigkeit von der Nutzung aussprechen. Natürlich kriegen wir auch einen solchen Keller auf Wohnraumniveau, aber was soll der Quatsch für einen Lagerraum? Es geht doch darum den Keller nutzbar zu machen. Nur als Beispiel: Wenn es denn noch feucht bleiben darf, aber von außen kein Wasser eindringt, was für die Lagerung von Kartoffeln und Wein ja durchaus in Ordnung ist muss ich keine Abdichtung vornehmen, aber ich kann dennoch für eine Verbesserung der Verhältnisse sorgen. Das kann ich zu einem Bruchteil einer kompletten Trockenlegung bei drückendem Wasser erreichen. Es gibt für uns deshalb nicht nur ein Ganz oder Garnicht, sondern ein vor Allem an die Nutzungsanforderungen bezogenes Konzept



Nun gar so weit liegen wir nicht auseinander.



Ob das mit Philosophie zusammenhängt?
Ich gebe Ihnen Herr Stach recht wenn Sie schreiben eine Kellersanierung geht oft daneben.
Eben, weil oft keine ausreichende Untersuchung der Ursachen stattfindet.
Aber meine Frage ist nicht beantwortet - wegen was schlagen Sie eine Abdichtung vor?
Gegen was?
Kein Wasser im Keller und die Wände sind "trocken".
3 Meter unter der Erde.
Falsche Lüftung!
Auf einem alten Holzgestell Schimmelbefall.
An den Wänden sind Salze sichtbar.
Also wegen was eine Abdichtung?
Klar, machbar ist viel aber ob dies auch auf Dauer von Erfolg gekrönt ist da habe ich meine Zweifel.
Völlig abgesehen von den Kosten.
Ich empfehle Ihne lesen Sie mein Buch zum Thema Altbauinstandsetzung.
http://www.amazon.de/Gesund-wohnen-Altbauten-kranken-H%C3%A4usern/dp/386611320X



Empfehlungen



Hallo Herr Bromm,

ich kann Ihnen sehr mein Seminar bei der Handwerkskammer zur Kellersanierung empfehlen. Dort wird Ihnen an 2 Tagen der Stand der Technik vermittelt. Nächste Termine sind allerdings erst im Herbst. Ende des Werbeblocks.

Wie erklärt sich denn, dass an den Wänden "Salpetersalze" ausblühen? Der Schluss, dass auch die Wände feucht sind war jedenfalls nicht abwegig. Im vorliegenden Fall würde ich auch nicht zu einer Innenabdichtung der Wände raten. Das halte ich auch für viel zu aufwendig.

Aber noch zwei Hinweise: eine technisch und handwerklich richtig gemachte Innenabdichtung funktioniert zumindest über 20 Jahre. Größere Langzeiterfahrung habe ich damit leider nicht.
Und Herr Bromm, ich lege Wert auf das zweite "s" in meinem Namen, soviel Zeit muss sein.



Natürlich funktioniert alles..



..die Frage ist aber wie?
Erstmal tut mir leid wenn im Eifer des Gefechts der Name falsch war - Entschuldigung.
Es ändert jedoch nichts an Ihrer Aussage Zitat: "In jedem Falle läuft es auf eine Abdichtung von Innen hinaus".
Nur dagegen habe ich etwas einzuwenden!
Da dies jedoch für diesen Beitrag nicht mehr von Bedeutung ist schlage ich vor, dass Sie erst mein Buch lesen und mir dann Ihre kritischen Anmerkungen (per email) zukommen lassen.
Noch eine kleine Bemerkung, als ich mit der Altbauinstandsetzung 1970 begann, haben mir auch viele sogenannte Fachleute alles Mögliche erzählt und mir ihre Erfahrungen mitgeteilt.
Zum Teil sehr widersprüchlich. Damit habe ich mich jedoch nicht zufrieden gegeben und den Weg zu Universitäten und Denkmalpflegern gesucht. Bei diesen Diskussionen ergab sich auch die Erkenntnis, dass eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlern; Technikern und Handwerkern sowie auch Restauratoren notwendig ist. Daraus entstand auch die WTA e.V.
Heute sicher noch eine wichtige Institution zumal es in mehreren Normen einen Verweis auf die Merkblätter der WTA gibt.
Hier habe ich auch viel bei der Altbau -Instandsetzung dazu gelernt.
Ich bin jedoch immer noch sehr skeptisch und glaube nicht alles was auf dem Markt angeboten und auch ausgeführt wird.
Besonders misstrauisch und skeptisch bin ich bei nachträglichen Abdichtungen sowohl von außen als von innen.
Ich freue mich auf eine gute Diskussion.
@
Und noch ein wenig Werbung für die WTA siehe: http://www.wta-international.org/verein/ziele-und-aufgaben/



Bilder



Ich werde im verlaufe des heutigen Abends noch Bilder machen die Ich morgen hochstellen werde diese werden mit gut Glück etwas Licht in die Sache bringen mfg V.Garbisch