Nasse Wände Keller ab 1m Höhe



Nasse Wände Keller ab 1m Höhe

Hallo zusammen,

ich hoffe hier jemanden zu finden, der uns helfen kann.
Wir haben ein Haus mit einem Keller aus den 20er Jahren gekauft. Der Keller besteht aus drei Räumen insgesamt ca. 50qm. Er wird nur für die Heizung/Öltanks benutzt. Es gibt keine Heizung. Die Außenwände bestehen aus einem Beton mit großen Schottersteinen. Die zwei Innenwände sind aus Backsteinen/Ziegelsteinen. Es wurde wohl nachträglich eine Betonplatte eingegossen. Wir haben den Keller mit einem Renovierungsmörtel Verputzen lassen 2015. Gestrichen haben wir ihn mit einer Silikatfarbe.
Leider haben sich recht schnell nach diesen Maßnahmen Wasserflecken an den Innenwänden gebildet. Die Außenwände sind augenscheinlich trocken. Wir hatten ca. 6-8 Monate einen Trockner laufen, allerdings bildeten sich sofort neue Wasserflecken nachdem man diesen auch nur eine gewisse Zeit ausgestellt hatte. Aktuell scheint es recht trocken, allerdings liegt das wohl am Winter wie ich mir vorstellen kann.
Seltsam ist, dass die Flecken nur ab einem Meter Höhe beginnen und nicht im Sockelbereich. Auch nur an den Innenwänden.
Kann sich das jemand erklären oder hat jemand einen Hinweis welches Problem wir haben?
Grüße
Daniel



nasse Wände



Da gibt es verschiedene Möglichkeiten die als Ursache in Frage kommen. Ich tippe auf hygrische Feuchte (unterschiedliche Salzgehalte der Steine). Möglich ist auch eine unterschiedliche Wärmeleitung der Steine die zu selektivem Kondensatausfall führt, Restfeuchte die langsam austritt usw. Die Menge und die Verteilung der Feuchte in der Wand sowie den Salzgehalt feststellen, dann kann man Genaueres sagen.
Was für ein "Renovierungsputz" wurde eingesetzt?
Ist das dunkle ein ölundurchlässiger Anstrich?





Hallo Herr Böttcher,

danke für die Antwort.
Was für ein Renovierungsmörtel benutzt wurde kann ich leider nicht sagen im Moment. Nein, es handelt sich bei allen Anstrichen um Silikatfarbe. Nur im Tankraum wurde die gleiche als ölundurchlässig verwendet im gründen Bereich, da ist aber außer einem kleinen Fleck in einer Ecke oben keine Feuchtigkeit zu sehen. Obwohl die Wand eigentlich die gleiche ist.....



Feuchtebelastung



Ich würde auch als erstes eine Feuchteanreicherung aus einer erhöhten Salzbelastung an den betroffenen Stellen vermuten. Evenetuell sind Ziegel aus dem Abbruch landwirtschaftlicher Gebäude für die Trennwände verwendet worden. Auch unterschiedlich dichte Ziegel können, wie Herr Böttcher es bereits beschrieben hat, durch unterschiedliche Wärmeleitwerte dazu führen, das an besonders kalten Stellen der Trennwand zwischen dem eventuell wärmeren Kellerraum und dem eventuell kälteren, weil belüfteten, Tankraum die warmfeuchte Kellerluft auskondensiert.

Der vermutlich dampfdichte "Ölfarben"-Anstrich im unteren Wandbereich verhindert die sichtbare Kondensatbildung und den Kontakt zu den salzbelasteten Stellen. Wenn keine Feuchtigkeit kapillar von unten aufsteigt, kann der Sperranstrich langfristig funtkionieren.





Ja mir scheint das plausibel.

Anmerken muss ich noch, dass auf dem Foto der grüne Bereich ebenfalls aus einem Silikatanstrich besteht. Nur auf der anderen Seite der Wand ist der Anstrich ölsperrend.

Welche grundsätzlichen Lösungsansätze könnte es hier geben, wenn ich mal davon ausgehe, dass hier die von Ihnen genannten Probleme vorliegen?



Feuchte Wand



Abwarten.





Meinen Sie wirklich es wird mit der Zeit verschwinden?