Hauskauf - Wasser im Gewölbekeller




Hallo,
wir haben vor 8 Wochen ein altes Haus mit einem Gewölbekeller gekauft. Der Besitzer gab nach dem Notartermin den Schlüssel so dass wir umgehend mit der Renovierung begonnen.
Nach 4 Wochen regnete es etwas und im Gewölbekeller(Gesamtgröße 30m²) stand etwas Wasser (1-2cm). Zum Nachbarhaus befindet sich ein Rail(35cm) wo der Abfluss verstopft war, also gereingt.
In der 7 Woche regnet es einen Tag heftiger und es standen 7cm Wasser im Keller.
Der Besitzer wohne nie im Haus allerdings seine Mutter die seit 2 Jahren im Altenheim ist.
Er wisse absolut gar nichts das jemals Wasser im Keller war, seine Mutter hätte nie etwas erzählt.
Die Nachbarn wissen aber das es schon jahrzehnte Probleme mit Wasser in diesem Keller gibt. Vor ca.12Jahren wurde deshalb ein Betonring im Keller betoniert und die Bodenfläche mit einer Vertiefung an einer Ecke (80x80cm) versehen. Wir haben im Hofbereich ausgegraben und an der alten Bekorinne und an einen weiteren Ablauf festgestellt das kein Ablaufrohr angeschlossen ist.Der Betonboden ist unterspült und die Fugen ausgewaschen.
Erster Kostenvoranschlag einer Fachfirma 25000€ und außerdem im Bereich vom Rail wo auch Wasser eindringt Reparatur nicht möglich.(angeblich zu schmal 35cm)

Super!

Wir haben eine neue Heizung einbauen lassen und 20000.-€ bis jetzt investiert.
Die Mutter und der Sohn waren Verkäufer (die Mutter per Vollmacht).
Der Keller war bei Besichtigung leider trocken. Die Woche ist der Kaufpreis fällig.
Kann bei einer Ausspülung der Fugen die Statik in Gefahr sein?



Wasser im Gewölbekeller



Hallo,

wir haben einen Gewölbekeller der ist immer nass und das is normal, an den Wänden haben wir Rinnen im Boden, die halten wir sauber, damit das Wasser ablaufen kann.
Unser ganzer Keller ist ohne Bodenplatte und aus Natursteinen mit Kalk gemauert, wie kann sowas dicht sein.
Bei uns liegen am Boden Natursteinplatten. Wir haben regelmäßig Kröten im Keller.
Als wir unser Haus saniert haben, sagten die Handwerker, daß ein Gewölbekeller immer etwas feucht sein sollte, weil sonst der Mörtel anfängt zu rieseln und die Mauer an den Fensteröffnungen, die komplett trocken sind, haben schon fast keinen Mörtel mehr und müssen jetzt aufwändig nachverfugt werden. Im Keller lagern wir nur Konserven, Einmachgläser und Wein in Stahlregalen. Auf keinen Fall Holz sonst besteht die Gefahr von Pilz und Hausschwamm.
Am besten etwas Schotter oder Sand und Bürgersteigplatten drauf, Rinnen am Rand, ein offener Ablauf und gut lüften.





Danke für die Antwort. Dies wäre auch alles in Ordnung aws Sie geschrieben haben.

In den letzten Wochen set Kauf hat es Zweimal geregnet und zweimal haben wir ein paar m³ Wasser aus den Gewölbekeller gepumpt.
Dies ist zurückzuführen auf defekte Regenrinnen und nicht angeschlossene Fallrohre und Abwasserrohre. Da dies leider schon 30 Jahre so ist wurde das Mauerwerk im Gewölbekeller unterspült und dabei die Fugen ausgewaschen.

Kann es Probleme mit der Statik geben?
Mußten die Vorbesitzer dies uns sagen?





Wie bereits gesagt, eine solchen Keller kriegen Sie nicht so trocken, dass er für eine Nutzung geeignet wird, die trockene Räume voraussetzt.
Die Wassereinbrüche hätte man bei einer gründlichen Besichtigung vor dem Kauf sicher gesehen. Haben Sie sich denn den Keller nicht angeschaut?
Die Misstände mit dem Oberflächenwasser müssen Sie natürlich beheben, auch wenn das nachträgliche Verlegen von Ablaufrohren mühsam ist. Es kann erforderlich sein, dazu den Bodenbelag des Hofes im Bereich des Gebäudes aufzunehmen, das Niveau neu zu gestalten und die Bodenabflussrinne richtig zu verlegen. Sparen Sie hier nicht am Aufwand, lieber einmal richtig und dann Ruhe, statt damit dauernd Ärger zu haben.
Die Mauerfugen werden in der Regel nicht durch fliessendes Wasser ausgewaschen, so wie ein Bach Erde fortträgt, sondern durch das dauernde Nasswerden und Trocknen wird der Mörtel mit den Jahren bröselig und fällt aus den Fugen. Das kann man aber durch Ausfugen mit geeignetem Mörtel beheben. Abdichtungen irendwelcher Art verschlimmern das Problem!

Falls Sie grössere Investitionen tätigen wollen oder müssen, beauftragen Sie einen unabhängigen Fachmann für Gebäudesanierungen, der dafür Honorar nimmt und für seinen Rat haftet, und suchen sich erst dann eine Firma, die das tut, was dieser Fachmann vorschlägt.





Bei der Besichtigung war der Keller absolut trocken. Es gibt auch ein Gutachten in dem alles aufgeführt ist und das der Keller leichte Feuchtstellen hat, was normal ist.
Laut Vorbesitzer war nie Wasser im Keller.
Wie gesagt, der Keller wurde in letzten 7 Wochen (seit Kauf)zweimal von der Sanitärfirma ausgepumpt.
Der Fachmann war schon das und wir Reden über 30000€ Sanierungskosten.

Ich wollte eine zweite Meinung ob es Probleme mit der Statik geben kann da im unteren Bereich des Gewölbekellers die Fugen ausgeschwemmt wurden.



Ich..



bin mir nicht sicher, ob das sein muss! Wir haben auch einen Gewölbekeller, siehe Fotos in meinem Profil.
Der ist bei Regen/Tauwetter auch immer nass. Derzeit wird der Keller über einen Pumpensumpf ohne Pumpe entwässert. Sprich, bei erreichen eines best. Niveaus läuft das Wasser in den Kanal ab. Das war wohl schon immer so und das Haus steht immernoch unbeschadet!
"...Der Fachmann war schon das und wir Reden über 30000€ Sanierungskosten...."
--> Wer war denn der Fachmann? Die potentiell ausführende Firma? Der Hoch-Tief-Bauer hatte mir auch gleich mal ne Abdichtung und Drainage von aussen angeboten, gleiche Preisklasse.
Ich bin dann aber zu dem Schluß gekommen, dass der Keller Ruhig Naß sein darf, war ja schon immer so.

Zu "..Fugen ausgeschwemmt wurden..." Dazu müsste das Wasser ja geradewegs durch die Wand kommen und vermutlich in großen Mengen. Ich halte für wahrscheinlicher, dass das Wasser von unten kommt.
Wenn ich Abpumpe, ist der Pumpensumpf nach dem Abpumpen leer und in wenigen Stunden wieder voll und immer so weiter. aber eben nur, wenns stark regnet oder Schnee schmilzt.





es ist schon ein kracher wenn absolut keine Abwasserrohre
angeschlossen sind. Wenn ein SV vorort war hätte das in sein Bericht erwähnt sein müssen und der Besitzer hat es mit sicherheit gewusst.
Mann bekommt jeden Keller dicht, abhängig von der Investition.





Jetzt schreibe ich es nochmal.

Nach einem normalen Regentag, ist der Keller nicht nass, sondern ich Pumpe einige m³ Wasser ab.
Die Abwasseranschlüsse verlaufen in der Erde und gehen nicht in den Abwasserkanal. Aus den ausgewaschenen Fugen innen im Keller kommt das Wasser. Der Wasserpegel steigt bei Regen stündlich, dass heißt wir reden nicht von nass oder von ein paar Pfützen Wasser am Kellerboden sondern von m³ an Wasser.



Nasser Keller



Wenn Sie die Schadensursache ermittelt haben, ist die Abstellung des Schadens kein Problem.
Bauen Sie eine anständige Grundstücksentwässerung (oder besser lassen Sie bauen) und das Problem wird sich dann erledigen.

Viele Grüße





Danke für die Antwort Herr Böttcher.
Das hört sich gut an.

Könnten Sie mir bitte einen Tipp auf die ausgespülten Fugen im unteren Bereich des Sandsteinkellers geben.
Vor allen in Bezug auf Statik.



hallo



dass der Keller nass bleiben wird ist einfach so...es sei denn Sie wollen das Haus noch einmal kaufen (bezahlen)...wir haben vor geraumer Zeit in einem Haus in Belgien gewohnt, wo es im Keller an allen Wänden entlang mit Pflastersteinen gemauerte Wasserrinnen zu einem Sumpf mit Überlauf gab. Der Überlauf führte durch die Kellerwand raus in den Boden (leichte Hanglage)und alle Fallrohre vom Dach wurden in diese Rinnen geleitet! Wenn´s geregnet hat, hatte man munter plätschernde Bäche im Keller und wenn der Überlauf nicht durch Schmutz verstopft war (für diesen Fall gabs einen "Pörkeldraht" im Überlaufrohr) dann war der Keller "trocken"! Wunderbar zu nutzen als Weinkeller und für Eingemachtes und der straßenseitige wurde seit eh und je für Kohlenlagerung genutzt. Was ich sagen will ist, Wasser muß man ziehen lassen....
Viel Glück
laiendruide



Nasser Keller



Ohne genaue Kenntnis der Gegebenheiten vor Ort ist das natürlich schwierig. Es bleibt bei Allgemeinplätzen.

Was die Statik betrifft:
Solange es noch zu keinen Verformungen des Kellermauerwerks gekommen ist, besteht keine Gefahr. Das was die Schleppkraft des Wassers da ausgespült hat, war ohnehin nicht tragend.
Wenn der Keller leidlich trocken geworden ist, können Sie die Fugen mit Kalkmörtel schließen.

Viele Grüße