nass, Faßaden, Balken, Schwellenbalken, Holz

17.07.2008



Schwellenbalken am Fachwerkhaus wurde bereits einmal ausgetauscht.

Hallo zusammen,ich bin ebenfalls neu hier. Wir haben uns vor ca einem Jahr ein komplett renoviertes u. restauriertes Fachwerkhaus gekauft. Ich habe mir bereits einiges durchgelesen um einen Schwellenbalken aus Eiche,der bereits schon einmal vor ca 2 - 3 Jahren ausgetauscht wurde entweder fachgerecht mit einem Grat (da nicht der ganze Balken mürbe ist)zu reparieren oder wenn es sich als irreparabel darstellt eben ganz auszutauschen. Die Frage die sich mir stellt ist, warum ein Eichenbalken der normalerweise auch wenn er der Witterung ausgesetzt ist u. naß wird, wird er mit der Zeit einfach Steinhart,wogegen dieser nach so kurzer Zeit bereits durch eingetretene Feuchtigkeit wieder bröselt?? Ich habe mir an einigen Stellen das Fachwerk mit seinen Verputzen Gefächern angesehen & festgestellt, das meiner Meinung nach Wasser an undichten Stellen des Gefaches bzw. Verputzes nach unten läuft, sich dort auf den Schwellenbalken setzt u. dort sein übriges für den Fäulnis Prozess tut. Auch scheint mir der Anstrich der Balken ein zwar elastischer Lackansrtrich zu sein,was meiner Meinung nach nicht richtig ist,so fühlt es sich zumindest an. Dieser garantiert irgendwann anfängt Harrisse durch das arbeiten des Holzes bekommt, somit Nässe durchlässt und dadurch einen Fäulniss Prozess beschleunigt. Als ehemals gelernter Schreiner bin ich im Stande die Reparatur fachgerecht selbst durchzuführen, möchte aber nicht die gleichen Fehler machen wie meine Vorgänger u. denke, das mir bestimmt jemand hier in diesem Forum die Fachgerechten Tips zum Schutz fürs Holz, den Anstrich mit welchem Material (Dickschichtlasur offenporig, Grundierung ) oder doch wie bereits an den übrigen Balken vermutet einen elastisch glänzenden Lack geben kann. Unter dem Schwellenbalken Kalkmörtel oder eine Isolierpappe oder einfach ohne alles auf's Mauerwerk auflegen??

Ich bedanke mich im Voraus





Hallo Herr Janowski,
gerne helfe ich Ihnen weiter.
Ihre gestellten Fragen oder noch besser die richtigen Antworten auf Ihre Fragen sind wie Sie schon richtig vermuten sehr sehr sehr wichtig, für das funktionieren Ihrer Fachwerkfassade.
Leider sind Ferndiagnosen nicht ganz einfach. Damit ich Ihnen so gut wie es geht weiterhelfen kann, wäre es sehr gut, wenn Sie mir aussagefähige Fotos von der Situation zur Einsicht zur Verfügung stellen könnten.

Bis später
Ralf



Könnte es sein,...



...das der erneuerte Schwellbalken einen hohen Splintholzanteil hatte?

Hallo Karl,

Das ein Eichenbalken, so er den ohne Splint verbaut wurde, nach zwei bis drei Jahren marode ist, halte ich ehrlich gesagt für ein "Gerücht". Das würden vermutlich noch nicht einmal "dichte" Farben bewirken können. Kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Bei hohem Splintholzanteil wäre aber ein schneller Vergang in diesen Bereichen denkbar.
Splintholz ist für den Außenbereich nicht geeignet, da es eben wenig dauerhaft ist. Das trifft sowohl für Eiche, als auch für Kiefer und Lärche zu. Allesamt Holzarten mit Splint.

Als Splintholz bezeichnet man bei diesen Holzarten den Jahringbereich zwischen Rinde und eigentlichem "Kernholz". Ist weicher und wie gesagt, wenig dauerhaft.

Wenn dem so ist, bedeutet das aber nicht automatisch den Balken ersetzen zu müssen. Außreichend tragfähiges Material sollte dann trotzdem noch vorhanden sein.

Die Horizontalsperre ist immer wieder ein gern diskutiertes Thema hier.

Der Einsatz einer solchen ist sicher von der örtlichen Situation abhängig. Bei aufsteigender Feuchte halte ich sie für durchaus sinnvoll. Bei Schlagregenbelastung könnte sie auch "kontraproduktiv" sein, da von oben eindringende Feuchtigkeit nicht "abfließen" kann.

Wie gesagt, die örtliche Situation ist da nicht unerheblich.

Vorort-Termin durch einen Fachmann, vor allem auch was den kurzfristigen Vergang der Schwelle anbelangt, wäre sicher hilfreich!

Gruß
Martin



Hallo Ralf, Hallo Martin.



Erst einmal vielen Dank für eure schnelle Antwort, ich finde es prima, das Ihr euch mit meinem Problem auseinandersetzt. Selbstverständlich werde ich Bilder hochladen die es ermöglichen, die Gesamtlage zu beurteilen, denn ohne wäre eine Ferndiagnose schier unmöglich.

Auch ich hatte bereits die Möglichkeit in Betracht gezogen, das unser Vorgänger beim erneuern des Schwellbalkens evtl. einfach den Splint dran gelassen hat oder evtl keinen anderen Balken als Austausch zur Verfügung hatte. Das werde ich aber erst bei näherer Betrachtung beurteilen können, wenn ich ihn frei gelegt habe. Aber genau diese Merkmale des Splint's wenn er naß wird weist das Material auf. Durch den dichten & dicken Farbanstrich leider auch für mich nicht sofort erkennbar war, erst nachdem ich feststellte, das die Farbe Risse hatte & ich erkannte was darunter los ist.

Wenn es das ist, wäre die Reparatur zwar recht aufwändig aber mit einem Grat den ich dann als Reparaturstück sauber einsetzen & anpassen werde doch reparabel.

Auch muß man in Betracht ziehen, das dieser Mann die Reparatur nicht selbst hat ausführen können, sondern hat sie machen lassen. Der Handwerker der es ausgeführt hat, hat die Unwissenheit eines Laien ausgenutzt da dieser sich nicht mit Holz auskennt bzw. nicht weiß, was Splint ist & dieser normalerweise nicht verwendet werden sollte.

Normalerweise, wie Ihr schon richtig festgestellt habt, sollte ausschließlich nur für den Innenbereich genutzt werden,dann aber auch hier Farbliche Unterschiede aufweist da er heller & weicher ist als das Kernholz!

Es stimmt, wenn Isolierpappe unter den Balken liegt, das ein Schlagregen soviel Wasser ansammelt & der Balken wiederum dann ständig im Wasser steht weil es nicht richtig abfließen kann ist Krontraproduktiv! Wie wäre es denn, wenn die Auflagemauer wo der Schwellbalken aufliegt nur soviel anzuschrägen, das das Wasser keine Möglichkeit hat sich dort anzusammeln bzw. stehen zu bleiben sondern gleich zur Außenseite hin abgeführt wird? Hierbei bräuchte man keine Pappe u. der Schwellbalken würde nicht ständig im Wasser stehen bzw. würde auch etwas von der Unterseite her belüftet?


Gruß Karl





Hallo Karl,

wenn dieser Balken vor 2-3 Jahren ausgetauscht wurde, kann es sich eigentlich nur um einen alten Balken aus zweit-, dritt- oder "Ganzviele-Verwendung" gehandelt haben. Der Würfelbruch der dort zu sehen ist, deutet aus meiner Sicht auf einen lanwierigeren Vergang und möglicherweise sogar auf Pilzbefall hin. Ob nun an dieser Einbaustelle oder wo anders.

Ob sich hier eine partielle Instandsetzung lohnt, wäre erst einmal genauer zu untersuchen. Möglicherweise ist die Schädigung dann doch etwas "weitreichender".

Ich habe bei der Erneuerung eines "meiner" Schwellbalken die Sperre in das Fundament gelegt. Also nicht direkt in Balkenkontakt. Der Balken selbst ruht auf einem Bett aus Trasskalkmörten.

[pubimg 11208]

Diese Stelle ist recht stark durch aufsteigende Feuchtigkeit belastet.

Gruß
Martin



Hallo Martin.



der Vorbesitzer hat selbst nur 4 Jahre in diesem Haus gewohnt & in dieser Zeit ist es, so hat er mir versichert ausgebessert worden. Du könntest mit allem sogar Recht haben,der Würfelbruch deutet in der Tat auf einen lanwierigeren Vergang durch Witterung und möglicherweise sogar auf Pilzbefall hin. Aus meiner aktiven Tischler Zeit her weiß ich, das wenn es so schnell fortgeschritten ist entweder so wie Du sagst ein bereits mehrfach gebrauchter, alter & Kranker oder bereits vom Pilz her befallener Balken sein muß u. die Witterung tut ihr übriges.

Hier ist guter Rat teuer.Wenn dem so ist, müßte theoretisch auch der Aufrechte Balken der aufsitzt u. verzapft ist zumindest auch etwas abbekommen haben.

Ich werde mir ein genaues Bild davon machen müssen, wie tief der Würfelbruch ist u. dann entscheiden ob es reparabel ist oder ausgetauscht werden muß. Anhand Deiner Bilder konnte ich sehen, das Deine Arbeitsergebnisse der ausgetauschten Teile bzw. neu verlegten Balken sehr sauber u. gut geworden sind. Hast Du das selbst gemacht? Dann alle Achtung. Auch die Idee mit der Sperrschicht im Fundament ist gar nicht schlecht, ich werde mir ansehen wo u. ob bei uns überhaupt eine eingesetzt ist u. wenn nicht, werde ich sie ebenfalls in diese Schicht einsetzen. Was würdest Du denn an meiner Stelle tun? Austauschen oder reparieren? Sollten die Gefächer darüber hierbei abgestützt werden oder nicht? Wenn ja müßte ich intakte Felder des Verputzes aufschlagen um sie an den Querbalken abzustützen...So What? Ich werde versuchen hier noch einige Bilder hochzuladen, damit man ein besseres Bild vom Allgemeinzustand her bekommt. Mercy & bis dann..

Gruß Karl



Auch Reaktionsholz wenig dauerhaft...



Erst im Februar diesen Jahres hat Herr Dr. Peylo auf dem Lauenburger Holzschutztag zwei Fälle vorgetragen, bei denen Eichenschwellen bereits nach 5 Jahren verfault sind. In beiden Fällen ergab die Untersuchung, dass der eigentliche Kernbereich teilweise aus "überwallten" Holz bestand - eine Wundreaktion des stehenden Baumes auf eine alte Verletzung. Dieses Reaktionsholz ist nur wenig dauerhaft und darf nach DIN 68800-3 nicht in der Gefährdungsklasse 3 verwendet werden (bei dichtem Anstrich evtl. sogar teilw. GK4, da dauerhaft nass). Gleiches gilt natürlich auch für Splintholz.

Des Weiteren sollte zwingend der Schaderreger festgestellt werden. Ihr Bild ist recht klein, der Würfelbruch scheint mir in den Proportionen aber doch eher großformatig zu sein, demnach wäre auch der Echte Hausschwamm unter den möglichen Kandidaten. Lassen sie von einem Fachmann also ebenfalls die angrenzenden Bauteile untersuchen. Einige Pilze durchwachsen auch Mauerwerk. In diesem Fall müsste beispielsweise auch die Gefachausmauerung entsorgt werden. Dass der Fußpunt des Stiels sogar im 30cm-Sicherheitsbereich von Naßfäulepilzen liegt, steht ohnehin außer Frage.
Also: Entweder unzulängliches Holz verbaut oder bei der Reparaturmaßnahme evtl. einen Pilzbefall nicht erkannt oder beachtet bedeutet für Sie doch, dass Sie möglicherweise Gewährleistungsansprüche geltend mach können.
Der Weg führt dann nur über den Gutachter....

Gruß
Boris-A. Blenn



Danke...



...des Lobes, Karl. Ja, das ist alles in Eigenleistung entstanden.

Allein um Platz zum Arbeiten zu haben sollten die Ausfachungen entfernt werden und dann mit entsprechenden Materialen wieder ausgemauert werden.
Auch sollte die Fachwerkkonstruktion natürlich entsprechend abgestützt werden.

Im Falle eines Pilzbefalls wäre die Ausfachung, so wie Herr Blenn schreibt, eh zu entsorgen.

@Herrn Blenn,

wenn sie mit der Maus auf ein Bild fahren, erscheint der Text, mit dem das Bild hinterlegt ist. Ganz unten in diesem "Popup" gibt es die Option "Bild in Originalgröße anzeigen". So klein sind die Bilder nämlich nicht.

Sind Sie sicher, dass Herr Janowski, in dem hier geschilderten Fall, Regreß beanspruchen könnte? Wenn ja gegen wen?

Offenbar sind die Arbeiten ja durch den Vorbesitzer des Hauses durchgeführt oder beauftragt worden. Wenn der es in Eigenleistung gemacht hat, was ja auch durchaus zulässig ist, dürfte die DIN 68800-3 wohl keine Rolle spielen.

Grüße
Martin Wittwar



Schwellenbalken am Fachwerkhaus ...



Hallo Herr Janowski,

ich muss feststellen, dass Sie bislang echt gute Ratschläge erhalten haben. So muss es auch sein.

Ich frage mich, wurde nur an dieser Seite der Schwellenbalken ausgetauscht oder auch an anderen Seiten?
Sind bei dem Austausch auch Querhölzer ausgetauscht worden?
Wurden auch Gefache ausgewechselt?
Wenn ja, würde mich brennend interessieren, mit was für Steinen?
Liegt unter dem Balken eine Horizontalsperre?
Und aus was für einem Material besteht das Schwellenfundament?
Können sie mir Ihren Wandaufbau genau beschreiben?
Von innen nach außen (Anstrich,Putz,Stein,Putz,Anstrich)
Gehen Sie hin und nehmen Sie sich eine Gießkanne voll mit Wasser oder einen Wasserschlauch und lassen Sie das Wasser langsam in Kopfhöhe über die Fassade laufen.
Nimmt die Fassadenfarbe Wasser auf, also werden die beaufschlagten Flächen dunkler, oder perlt das Wasser ab?
Die von Ihnen beschriebene dichte und brüchig- gerissene Farbe auf den Balken, haben Sie den Eindruck, dass das Wasser dort eindringen kann?
Ist der Verputz zwischen Balkenlage und den Gefachen gerissen?
Ist die Schadensseite die Wetterseite?
Ihre Fotos sind leider sehr klein, aber erkennen kann ich, dass der Sockel unterhalb des Schwellenbalkens etwas vorsteht und dadurch die Möglichkeit besteht, dass mit den Regengüssen permanent Wasser in die Konstruktion eintreten könnte.
Auch die Putzschicht steht hinter dem Schwellbalken, so dass auch dort das Wasser stehen bleiben kann.
Ich denke für´s erste reicht es mal.
Man könnte jetzt so einiges vermuten, macht aber noch keinen Sinn, wäre alles zu viel Spekulation.
Ist ein interessanter Fall und ich würde mich freuen bald wieder von Ihnen zu hören.
Bis dann Gruß
Ralf



Fachwerk



Ach Herr Janowski,
haben Sie noch ein Foto von der Ganzen Fassade mit Dachüberstand etc.
Stehen Sie im Hang oder auf ebender Fläche?

Bis später...



Alles wieder in Vollbild....



Verzeihung - habe die Bilder betrachtet, bevor ich mich eingeloggt hatte. Für Gäste gibts nur Reste...

@Herr Wittwar,
ob ggf. Ansprüche geltend gemacht werden können hängt natürlich davon ab, was die Untersuchung zu Tage fördert. Einerseits kann man bei Eigenleistungen keine fachgerechte Sanierung fordern oder erwarten (es sei denn, die fachgerechte Sanierung war ein Verkaufsargument...). Andererseits - sollte im schlimmsten Fall ein eindeutig älterer Befall zu Tage treten ("älter" wird nicht immer leicht zu beweisen sein), kann bei Eigenleistung nicht mehr so einfach gesagt werden, dass man davon überhaupt nichts wusste.

Nur mal so angedacht. Rechtsfragen sind aber ausschließlich Anwaltssache.





Ohne Frage, Rechtsberatung kann und sollte hier ja auch nicht behandelt werden.

Gruß
Martin Wittwar



Schwellenbalken am Fachwerkhaus ...



Guten Tag Herr Sachs,

also, meines wissens sind bisher keinerlei andere Balken ob quer oder horizontal weder in den Fächern noch an anderen Schwellenbalken getauscht worden. Über den Aufbau der Wandstärke kann ich da ich diese Arbeiten nicht selbst gemacht habe ebenfalls keinerlei 100% Aussagen geben, nur, das die Wände bis zu 40 - 50 cm dick sind. Ich vermute, das hinter der äußeren Fachwerkwand nach innen zu eine Dämmschicht u. dahinter eine weitere KS oder Ziegelwand hochgemauert wurde u. innen dann wieder ein Fachwerk aufgesetzt. Das Haus hat Fußbodenheizung alles andere als eine vernünftige Dämmung wäre ansonsten ja unsinnig u. deshalb vermute ich das die Wände etwas dicker sind. Das ausmauern der Gefächer von außen hat der ehemalige Besitzer selbst gemacht, mit welchen Materialien kann ich nicht sagen. Die Außenfarbe scheint mir eine Außen Faßaden Farbe zu sein, denn sie nimmt kein Wasser auf sondern lässt es wie ein Lotus Effekt abperlen. Leider haben Sie mit dem Sockel Recht, er steht etwas vor, so das hier die Schwachstelle sein könnte wo Wasser stehen bleibt u. eindringt. Der Dachüberstand beträgt ca 60 cm u. diese gezeigte Seite bekommt relativ viel Wasser ab. Mit den Feuchtigkeits Sperren,Isolierpappe konnte ich bisher nur an einer Wand etwas sehen, wie sich das ganze an der geschädigten Wand verhält kann ich momentan noch nicht sagen, hierzu müßte ich das ganze erst einmal aufreißen.
Wie der Aufbau des Fundaments aussieht werde ich auch dann erst sehen können. Feuchtigkeitssperre, Material ect. Ich habe Bilder vom Haus wo man diese Wand incls. Dachüberstand sehen kann u. setze es mal hier rein.

Gruß Karl



Auch Reaktionsholz wenig dauerhaft...



Guten Tag Herr Blenn,

recht herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Leider ist anscheinend meine Antwort die ich Ihnen schrieb auf dem Daten Highway verloren gegangen. Ich versuche so gut es geht sie noch einmal zu verfassen. Wenn es wie Sie vermuten ein gemeiner Hausschwamm ist müsste dann nicht ein modriger Geruch wahrnehmbar sein? Es müsste auch nach innen Feuchtigkeit bzw. Schimmel zu erkennen sein, das alles weder Geruch, Nässe oder auch keinen Schimmel haben wir feststellen können. Was jedoch sein könnte ist wie Sie schon sagen Reaktionsholz das kann man leider nicht ausschließen genau wie einen Pilz oder auch Splintholz.

Der Vorbesitzer hat selber nur 4 Jahre in dem Haus gewohnt, die Gefachverputzungen selbst gemacht. Er hat mir bestätigt das während er das Haus bewohnt hat dieser Teil erneuert wurde, nur ob es vom Fachmann mit Rechnung oder nebenbei schwarz gemacht wurde entzieht sich meiner Kenntnis. Wir haben auf jeden Fall keinerlei Unterlagen bzw. Rechnung in den Kaufunterlagen. Ich weiß auch nicht wohin er verzogen ist, er war Soldat beim BND hat leider ein Geheimnis daraus gemacht wo er hinzieht nur soviel, das es nach Niedersachsen geht, da wo er herkam. Können Sie mir denn einen verlässlichen u. guten Gutachter hier in meiner Gegend (Eifel) nennen?

Gruß Karl



Respekt vor der Leistung..



Hi Martin, ich ziehe den Hut vor Dir;-)) An solche Arbeiten wagt sich so mancher gestandene Handwerker nicht ran.

Wenn dann noch alles funktioniert um so besser! Warst oder bist Du denn vom Holzwurm Fach oder hast Du Dir das angeeignet?


Gruß Karl



Gutachter



Hallo Herr Janowski,
Sie suchen einen guten Gutachter.
Hierzu zwei Fragen:
1. Soll dieser Ihnen helfen die Ursache für das Problem herauszufinden und dann ein nachhaltiges Sanierungskonzept ausarbeiten?
2. Oder soll dieser herausfinden, ob Sie gegenüber dem ausführenden Handwerker bzw. Vorbesitzer Gewährleistungsansprüche geltend machen könnten?
Bei Ihnen habe ich den Eindruck, dass Sie nur wissen wollen, was genau für ein Problem habe ich da und wie bekomme ich es jetzt und für die Zukunft dauerhaft in den Griff.
Wenn das so ist wie ich vermute, dann bin ich für Sie der Mann den Sie suchen. Ich verfüge über die Erfahrung, das Wissen und besitze auch die notwendigen Messgeräte dafür.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Gruß Ralf





Hallo Herr Janowski,
Sachverständige finden Sie unter http://www.dhbv.de/firmen.php?sect=SV_Holzschutz. Die dortigen Sachverständigen sind zur regelmäßigen Fortbildung verpflichtet. Fragen Sie auch bei Ihrer Industrie -und Handelskammer sowie der Handwerkskammer nach und lassen Sie sich dort eine Empfehlung geben.

Ihre Wandstärke lässt nicht das beste hoffen. Die Themen Innendämmung, Dampfsperren oder kapillarbrechende Schichten wurden hier im Forum denke ich bereits allumfassend diskutiert. Der Wandaufbau sollte dringlichst untersucht werden.
Auf dem Foto sehe ich, dass die gesamte Giebelseite neueren Datums ist. Handelt es sich hier um die Wetterseite? Bedenke Sie, dass schlagregenbeanspruchte Fachwerkfassaden generell gefährdet sind. Zweischalig mit stehender Luftschicht oder mit Dampfsperre ausgebildet wird insbesondere die Wetterseite nicht lange schadfrei bleiben.

Braunfäule wird natürliche immer von holzzerstörenden Pilzen verursacht. Bei einem zweischaligen Wandaufbau oder Sperrschicht muss nicht zwangsläufig Feuchtigkeit innen sichtbar sein. Echter Hausschwamm ist nur einer von vielen Möglichkeiten. Rechnen muss man dort mit allem. Die Öffnung des Gefaches wird mehr Licht ins Dunkle bringen.

Gruß
Boris-A. Blenn



Erklärung des Hausaufbau's



Hallo Herr Blenn,

vielen Dank für die Info der Sachverständigen.
Das Haus wurde in den 80er Jahren von einem Bauunternehmer der mir persönlich bekannt ist Kernsaniert. Es hat nicht wie sonst üblich in Fachwerkhäusern eine Deckenhöhe von ca 2,00 - 2,10 m max sondern eine von 2,45m aus Stahlbeton im Erdgeschoß u. ersten OG mit Fußbodenheizung. Deshalb vermute ich auch die etwas dickere Wandung, ich gehe davon aus, das sie den Vorschriften entsprechend mit oder ohne Dampfsperre aufgebaut wurden. Im kompletten EG u. teilweise 1 OG sind neue Isolierverglaste Fenster eingesetzt.

Die Wand die Sie auf dem Foto sehen, ist die Süd - West Seite, wo also Mittags die Sonne drauf steht. Die Nord bzw. Ost Seiten befinden demnach auf der gegenüber ligenden Seite. Trotzdem bekommen diese Wände (Süd & West) einen beträchtlichen Teil Wasser ab, obwohl dies nicht die Schlagseite ist so wie wir dazu sagen.

Die Giebelwand haben sie richtig erkannt, ist neueren Datums, wurde damals gleich mit erneuert. Die gegenüber-
liegende Wand besteht aber trotzdem das es die Ostseite ist aus dem Original Fachwerk welsches noch recht gut erhalten ist.

Ich hoffe natürlich nicht, das es so schlimm ist wie Sie es vermuten, aber zum besseren Verständis habe ich Ihnen einmal erklärt warum dieses Haus etwas dickere Wände hat. Trotzdem kann man es natürlich nicht auschließen, ich hoffe allerdings das es weniger dramatisch ist. Woraus schließen Sie das es sich um Braunfäule handelt?


Gruß Karl J.



Wetterseite



Die Hauptwindrichtung ist regional natürlich unterschiedlich. Sie variiert hauptsächlich zwischen SW und NW (jemand andere Erfahrungen diesbezüglich?). Können Sie beim Wetterdienst für Ihren Standort erfragen. Die auf dem Foto zu sehenden Fassaden könnten also durchaus dem Schlagregen ausgesetzt sein.

@Fachgerechte Ausführung: Darauf sollte man sich auf keinen Fall verlassen. Dafür habe ich in meiner Sachverständigentätigkeit einfach schon zuviel gesehen.

@Braunfäule: leicht zu erkennen an dem typischen Würfelbruch.

Aber: Bange machen gilt nicht. Kann alles sein, muss aber nicht.
Ich drücke Ihnen daher für ihr wirklich schmuckes Haus die Daumen.

Gruß
Boris-A. Blenn



Wetter & Schlagseite



Hallo Herr Blenn,

ich habe das auch nicht als bange machen empfunden. Jedoch haben Sie Recht, man soll & muß es einfach auch mit in Betracht ziehen,das es so sein könnte. Gewissheit verschafft man sich letztendlich aber nur, wenn man nachforscht um gewisse Dinge auszuschließen oder zu bestätigen. Trotzdem recht herzlichen Dank für Ihre hilfreichen Tips.


MfG
Karl J.