Nachträgliche Schalldämmung im Altbau

06.02.2017 Floschi



Hallo Forum,
Möchte mein Schlafzimmer richtig gut Schallisolieren.
Es handelt sich um einen Ausgebauten Dachboden mit ganz dünnen Presspanwänden. Der Boden ist aus 22mm Spanplatte, darunter ganz klassisch die Balken im Fehlboden.
Von unten hört man die Stimmen der Leute die da wohnen und von neben an hört man ebanfalls alles, vorallem das knarzen und pochen wenn jemand läuft.
hab mich schon schlau gemacht, wie man mit Gipskarton die wände gut dicht bekommt. dazu wird die bestehende Wand mit zwei lagen gipskarton beplankt, davor wird eine ständerkonstruktion gesetzt und auf diese kommen dann nochmals zwei lagen gipskarton (die schweren versteht sich)
der Zwischenraum von 8-10 cm wird mit Steinwolle oder Hanffaser gefüllt!? da weiß ich noch nicht genau was ich nehmen soll. vielleicht könnt ihr mir nen tip geben was besser ist.
das Problem ist dann noch der Boden. ich weiß nicht genau wie ich den schalldicht bekomme.
dacht an eine sandschüttung mir 2-3 cm und darüber eine OSB platte. darau werden die gipskartonwände stehen (wegen körperschall). die Decke ist auch so eine schache. diese besteht ebenfalls nur aus ganz dünner spanplatte.
der raum soll auch gegen lärm von aussen geschützt werden.
deshalb sollte ich bei der decke auch noch was gutes machen. leider ist der raum nur 2,15 hoch. mir ist aber ruhe wesentlich wichtiger als raumhöhe. aber knappe 2 meter sollten schon noch übrig bleiben.
die masse des raums sind ca. 4-4 meter (eher etwas weniger).
könnt ihr mir sagen wie ich den boden und die decke richtig schalldicht bekomme ohne dass etwas zusammenbricht.
die tragenden balken werden links und rechts von wänden gestützt und es sind richtig dicke balken (gute 30-40 cm).



Schallschutz



Hallo Floschi,
hier hat der Hauseigentümer und Sie ein richtiges Problem mit dem Brandschutz und dem Schallschutz; die lassen sich nicht so einfach mit dem Bestandsschutz deckeln.
Beide Probleme müssen im Komplex gelöst werden, das bietet sich hier ohnehin an.
Schalldämmung nachträglich ist normalerweise ein Fall für den Spezialisten, dafür braucht es wirkliche Spezialkenntnisse und Erfahrungen.
Allerdings kann man mit einigen Umbauten schon erhebliche Verbesserungen was die Luftschallübertragung betrifft erzielen. Das ist aber Sache des Hauseigentümers.
Ohne detaillierte Ortskenntnisse pauschal etwas zu empfehlen hilft auch nicht viel da man kaum über allgemeine Hinweise hinausgehen kann. Die Schwierigkeit liegt hier im Detail.
Sie können sich etwas in die Problematik hineindenken wenn Sie die online gestellten Broschüren der Trockenbau- Markenhersteller wie Rigips, Fermacell oder Knauf lesen.



raum in raum



wenn der besitzer aber nun mein vater wäre und er vor 50 jahren, den dachboden selbst ausgebaut hat...damals wars geld knapp und somit hat die hütte hier auch so manche schwächen was Schall und Wärmedämmung angeht.
irgendwann will ich auch alles neu isolieren.
bis dahin sollte halt zumindest ein raum besseren schallschutz bieten. da ich in der innenstadt lebe, sind die aussengeräusche nicht zu unterschätzen (autos, feiern usw.)

wenn man es schaffen würde, den kompletten boden gut zu entkoppel, und das als Fundament für die zweite Innenwand nutzt, hat es der schall schon wesentlich schwerer.

gibt es da keine fundierte lösung wie man so einen raum in raum schafft bzw. den boden nachträglich vom rest entkoppelt?



PhoneStar Schalldämmplatten



Schauen Sie mal hier, vielleicht können Sie damit etwas anfangen:

https://www.youtube.com/watch?v=7fHY3Sj5s1k





wäre Sand ohne wellpappe nicht genauso effektiv?

mit wieviel kg könnte man einen qm denn belasten?
wiviel kg sollten es mindesten sein damit es auch was bringt?

10db absenkung wie in dem video scheinen mir etwas zu wenig.
wenn ich von einer sandschicht mit 2-3cm ausgehe, wären das ~50kg pro qm.

erscheint mir garnicht so viel, wenn man bedenkt, das zwei dicke menschen locker das vier fache wiegen ;-)
wobei die wände auch noch ganz schön schwer sind...



Schalldämmung



Ich rate Ihnen ab, Floschi
in blinden Aktionismus zu verfallen und sich in Details zu ergehen. Das kann es noch schlimmer machen.
Anscheinend verkennen Sie den Ernst der Lage; in diesem Zustand ist das Dachgeschoss nicht als Wohnraum nutzbar da es gar keiner ist. Wenn hier im Brandfall etwas passieren sollte dann wird die Gebäudeversicherung wohl abwinken und der Staatsanwalt kann sich dafür interessieren wenn jemandem etwas passiert. Außerdem: Die Asche die dann zu Boden rieselt könnte Ihre eigene sein.
Ich rate Ihnen sich mit einem altbauerfahrenen Planer in Verbindung zu setzen und von ihm die Lage vor Ort abklären zu lassen. Daraus ergeben sich dann die erforderlichen Maßnahmen. Ich vermute der Status der DG- Wohnung wird nicht das einzige Problem sein.
Da wir die genaue Situation vor Ort nicht kennen sind irgendwelche konstruktiven Hinweise unseriös und für Sie nutzlos bis gefährlich falls Sie mit dieser Ausgangslage selber Hand anlegen wollen.
Das selbstgenutzte Eigenheim mag noch als Spielwiese für große Jungs durchgehen, bei vermietetem Wohnraum hört der Spass auf.



keine miete



wie schon gesagt, es ist das haus meines vaters und ich zahle nur einen unkostenbeitrag.