Nachteile Kalkzementputz ggü. Kalkputz




Hallo,

ich möchte meinen Keller verputzen. Der Keller ist aus Bruchsteinmauerwerk, oben drüber steht ein Fachwerkhaus. Baujahr 1838.

Ich habe vor 1-1,5 Jahren den alten Kalkputz entfernt und mittlerweile sind in den 4 Fensteröffnungen, die zuvor nur mit Luken versehen waren, Fenster eingebaut worden.
Der Keller ist etwas über die Hälfte im Erdreich, der Rest ist oberirdisch. Der Boden war ein Naturboden, auf den jetzt Schotter und Betonplatten drauf gekommen sind.

Ich habe nun vor, wieder Kalkputz zu verwenden, da ich mir denke, was 150 Jahre gehalten hat, kann nicht so schlecht sein.

Von einem Bekannten habe ich jetzt die Möglichkeit ausreichend Schwenk KIP Kalkputz sehr günstig zu erhalten, den dieser von seiner Baustelle übrig hat. Dies ist preislich für mich recht interessant, da ich für einen reinen Luftkalkputz von z.B. Solubel ca. 6x so viel bezahlen müsste.

Im Datenblatt vom KIP steht jetzt drin: "Kalkhydrat, geringer Zementanteil"

Mir ist jetzt nicht so recht klar, welche Nachteile ich durch einen Kalkputz mit Zementanteilen habe und ob ich es später einmal bereue den KIP Kalkputz verwendet zu haben.
In den meisten Vergleichen finde ich nur einen Vergleich zwischen Gips-, Lehm-, und Kalk(zement)putz, das hilft mir nicht so viel weiter.



Innenputz



Den Putz können Sie bedenkenlos verwenden. Werktrockenmörtel haben u.a. geringe Anteile an hydraulischen Bindemitteln, auch Solubel- Putze. Das ist kein Nachteil gegenüber reinem Luftkalkputz sondern ein Vorteil. Die Erhärtung verläuft spannungsärmer und gleichmäßiger.
Höhere Anteile an hydraulischen Bindemitteln erhöhen die Festigkeit von Putz. Das ist auf weichen Untergründen wie Porenbeton, Lehm oder weichgebrannten Ziegeln von Bedeutung; es gilt die alte Putzerregel das der Putz immer weicher als der Untergrund sein sollte. Bei Naturstein ist das ohne Bedeutung, die Steine in Ihrem Keller sind härter als jeder Putz.