Aufheizzeit in Wohnräumen

29.10.2008



Hallo zusammen!
Ich habe eine Frage zur Aufheizzeit in Wohnräumen! In welcher Zeit muß ein z.B. Wohnzimmer (von Nachtabsenkung in Heizbetrieb) aufgeheizt werden? Gibt es dafür Normen oder DIN?
Das Haus ist mittelschwere Bauweise und ausreichend gedämmt!

MfG Christian



keine Norm aber



Hallo Christian

mir ist dazu keine Norm bekannt.

Aber WENN man Nachtabsenkung (besser übrigens: Nachtabschaltung) machen will, dann muss auch innerhalb einer realistischen Zeitspanne - so etwa 2 Stunden - auch wieder eine Aufwärmung möglich sein.

Ansonsten wäre eine Nachtabschaltung ja kontraproduktiv - früh um 7-8, wenn die Kinder zur Schule und die Erwachsenen zur Arbeit gehen, muss es auch wieder warm sein, gell?

Sonst wird die Nachtabschaltung nämlich wieder abgeschaltet.

stt (macht Nachtabschaltung von 22:00 bis 5:00)



Nachtabsenkung



Hallo Herr Doermbach,
mit der Zeit schließe ich mich Herrn Trapp an, aber es stellt sich hier die Frage, von welcher Temperatur Sie aufheizen und welche Beheizungsart Sie haben. Mit einer Flächenheizung haben Sie keine Chance innerhalb von 2 h ein Zimmer zu heizen, dass liegt in der Technik selbst begründet. Aber Untersuchungen haben auch gezeigt, dass mit einer Nachtabsenkung keine Energie eingespart wird, selbst wenn mit einer Radiatorheizung geheizt wird.
Es gibt eine DIN-Norm dass ein Zimmer mit der Heizung (egal welcher Art) eine bestimmte Innentemperatur bei einer bestimmten Außentemperatur erreichen muß ( im Bad sind das glaube ich 23° und im Wohnzimmer 21° z.B.) aber nicht in welcher Zeit.
Ich verwende z. B. eine Wand- und Fußbodenheizung und brauche 2 Tage bis es richtig warm wird bei mir, wenn meine Zimmer so auf 15° abgekühlt sind. Aber das ist für mich nicht weiter tragisch, denn normalerweise halte ich die Temperatur konstant warm (auch ohne Nachtabsenkung).

Tschüß Karsten





Nun ja, die Meinungen sind unterschiedlich.

Ich würde keine Nachtabschaltung machen, denn wenns im Winter richtig knackig kalt ist und die Heizung garnicht läuft, muss der Brenner morgens richtig Leistung (sprich Strom = Geld) erbringen, damit die Heiztemperatur wieder erreicht ist.

Wir machen keine Nachtabsenkung. Es ist konstant gleich warm bei uns. Da muss der Brenner immer nur wenig heizen anstatt morgens full power.

Grüße AT



Zu einfach?



"Mit einer Flächenheizung haben Sie keine Chance innerhalb von 2 h ein Zimmer zu heizen, dass liegt in der Technik selbst begründet."

Soweit die Flächenheizung große Speichermassen bedienen muß, mag das sein, und dann ist auch eine (starke) Nachtabsenkung sicher nicht sinnvoll. Eine Flächenheizung im Trockenaufbau mit Wärmeleitblechen ist da sehr viel schneller regelbar.

Das war aber doch gar nicht die Frage, oder?

Wichtig ist insbesondere das Material der Innenwände. Das thermisch sehr träge und gut speichernde Holz würde sehr viel schneller als z.B. Stahlbeton oder Stein an der Oberfläche aufgeheizt sein.

Grüße

Thomas



Vorschrift kenne ich keine.



Ist letztlich ein Frage der Auslegung. Je größer der Überschuss der zugeführten Heizleistung gegenüber der von dem Raum abgegebenen Leistung ist, umso schneller wird er sich erwärmen. Dabei ist natürlich das Wärmespeichervermögen in dem Raum zu beachten. Wenn es also zu lange dauert muss also mehr Leistung zugeführt werden, sprich z.B. höhere Vorlauftemperatur. Natürlich kann auch die Wärmeabgabe verringert werden. Da wäre ggf. an Dämmung zu denken.

Zum angesprochenen Sparpotenzial der Nachtabsenkung:

Ja man kann sparen aber nicht viel. Kleines Rechenbeispiel:

Raumtemp. 20°C
Außentemp. -5°C
von 22-4Uhr fällt die Raumtemperatur auf 17°C
von 4-6Uhr wird sie wieder auf 20°C aufgeheizt
den restlichen Tag bleibt sie bei 20°C

Während der 8 Stunden Abschaltung ist die mittlere Raumtemperatur 18,5°C
Die mittlere Raumtemperatur über den Tag beträgt dann:
(18,5*8+20*16)/24=19,5°C
Somit hätte man 0,5°C weniger Temperaturdifferenz zur Außentemperatur als wenn durchgängig 20°C im Raum wären.
Also 0,5°C von 25°C sind 2%. Damit hätte man also 2% gespart. Ob diese durch die Energiebilanz ermittelte Ersparnis nun durch Wirkungsgradveränderungen bei der Wärmeerzeugung größer oder kleiner wird, ist pauschal nicht zu beantworten. Aber eines ist fakt: Wenn die Umwälzpumpe 6 Stunden nicht läuft spart dies auch ein bisschen Energie.

Gruß Marko



Aufheizzeit in Wohnräumen



Moin zusammen
Mir ist zu der frage auch kein Gesetzestext bekannt.
Allerdings fällt mir zu den Berechnungtheorie von Herr Lindner einiges ein.
Ersten die durchschnittliche Temperatur in der Nachtabsenkzeit.
In der Berechnung wird davon ausgegangen das der Raum genau die Hälfte der Zeit benötigt um aus zu kühlen und genau die selbe Zeit zum erwärmen gebraucht wird. Den nur so komme ich auf 19,5 Grad durchschnittliche Temperatur. Vollkommener Blödsinn.

"Also 0,5°C von 25°C sind 2%. Damit hätte man also 2% gespart "

Wenn ich eine Raumtemperatur von 0 Grad hätte würde ich also 100% sparen.
Genau so ein Blödsinn.

War schon eine richtige Entscheidung von ihnen das sie bei sich zu Hause die Heizung von einem Heizungsbauer machen lassen.
Ich mache mir nur ein bisschen Sorgen das sie es mit diesem Wissen zu einem Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community gebracht haben.

Nachdenkliche Grüße
Jürgen



Nein, Jürgen



Im Beispiel von Marco würden Sie 100 % sparen bei -5 Grad C. Er geht nämlich - korrekt! bei -5 Grad C von einer Temperaturdifferenz von 25 Grad C aus.

Nicht so schlecht von anderen denken, ok?

stt



Nö, so nicht Jürgen.



"In der Berechnung wird davon ausgegangen das der Raum genau die Hälfte der Zeit benötigt um aus zu kühlen und genau die selbe Zeit zum erwärmen gebraucht wird. Den nur so komme ich auf 19,5 Grad durchschnittliche Temperatur. Vollkommener Blödsinn."

Wenn die Temperatur in 6 Stunden(22-4Uhr) von 20 auf 17°C fällt ist die mittlere Temp. 18,5°C.
Wenn sie dann in 2 Stunden(4-6Uhr) von 17 auf 20°C wieder erhöht wird, ist die mittlere Temperatur dafür ebenfalls 18,5°C.
Somit ist für die gesamte Zeit von 22-6Uhr die mittlere Temp. 18,5°C.
Die 19,5°C ist dann die durchschnittliche Raumtemperatur des Tages(24 Stunden)!
Ich gebe zwar zu, dass diese Rechnung mit der Vereinfachung eines linearen Temperaturgradienten arbeitet, dafür ist der Begriff "Blödsinn" etwas hart. Wenn du mir die entsprechenden Faktoren lieferst, kann ich das ganze auch mal mit den zu erwartenden logarithmischen(Eulerschen) Abkühlungskurven rechnen. Bringt aber m.E. nichts.

Und eines noch! Ich habe hier niemanden die Heizung ausgelegt. Ich habe hier an einem erfundenen Beispiel eine vereinfachte Energiebilanz erstellt.

Gruß Marko



Doch genau so Marco



Bei einer Nachtabsenkung werde ich keinen nahtlosen Übergang von der Abkühlung in die Erwärmung haben.
Das wäre bei einer Nachtabschaltung der Fall, dann aber wohl mit einer tieferen minimal Temperatur.
So werden die 17 Grad der Nachtabsenkung "schnell" erreicht und über einen längeren Zeitraum gehalten. Sie werden erst nach erreichen der Endzeit der Nachtabsenkung beendet. Ab da wird wieder erwärmt bis auf 20 Grad. Dies wird wohl selten um 4 Uhr sein.
Egal was du Berechnest, du sprichst von beiden, wird die mittleren Temperatur tiefer liegen.

Die Ersparnis durch die Absenkung der Raumtemperatur wird, wie du jetzt selbst feststellst, anders berechnet als in deinem Beispiel.
Da uns die Rahmenbedingungen nicht bekannt sind, werden wir wohl Durchschnittswerte nehmen können. Diese liegen bei 8% ersparnis pro gesenktem Grad der Raumtemperatur.
Wenn ich nun von 2% in deinen Berechnungen oder 10% Einsparung und mehr in der Realität ausgehen kann, verwirrst deinen pseudo Berechnungen mehr als sie nützten. Die Ergebnisse liegen einfach so was von daneben, das ich sie auch weiterhin als Blödsinn bezeichne.
Gruß Jürgen



Spätestens wenn...



...noch ein guter Film läuft, der länger als 22:00 Uhr dauert, ist die Nachtabsenkung sch***e :-), mal egal, wieviel Prozent man spart.

Gruß Patrick.



@ Jürgen



Dein Ton mißfällt mir. Marko hat da ganz ruhig und sachlich etwas ausgerechnet, Dich in keiner Weise attackiert.

Ob er nun recht hat oder nicht, sei dahingestellt. Für Deinen aufgeblasenen und arroganten Ton fände sich selbst dann kein Grund, wenn Du Deine Meinung schlüssig begründen könntest.

Luft ablassen!

Grüße

Thomas



@ Thomas



Deiner mir auch.
Und Luft ablassen mache ich hier gerade.
Ich kann das ganze auch mit Herzchen und Blümchen versehen, der Inhalt bleibt der gleiche.
Das was hier von Marko berechnet wurde ist einfach Blödsinn.
Gerade von einem Premium-Mitglied erwarte ich eine vorbildliche Beantwortung der Fragen und nicht einfach mal was schreiben, ohne Inhalt.
Und genau das wollte ich in diesem Fall nicht unkommentiert stehen lassen, nachher glaubt das noch wer.

Gruß jürgen



Irgendwann...



...lernst Du es ja vielleicht noch.

Wenn da kein Inhalt gewesen wäre, wie kannst Du Dich dann so aufregen?

Grüße

Thomas



Hab ich mich jetzt verrechnet?



Ich bin gerade bei 10 Stunden Absenkung auf 17° und 14 Stunden 20° bei den -5° auf eine mittlere Temperatur von 18,75° gekommen (Wenn die Temeratur auf einen Schlag auf den eingestellten Wert schnellen würde, noch eine Vereinfachung). Mit dem Verkuddeln der Außentemperatur macht es dann fette 5% Einsparung.
Wenn jetzt die Fläche unter der Aufheizkurve ungefähr gleich der der Abkühlkurve ist, ist meine Vereinfachung sogar richtig oder?
Wenn die Nachtabsenkung wirklich mehr bringen soll, dann wohl eher deshalb, weil bei uns nicht sooo oft -5° Grad und weniger herrschen. Das kann ich mir dann schon vorstellen.
Für das fiktive Beispiel bleibt aber dennoch Markos Rechnung richtig, wenngleich sich in der Realität vielleicht "lohnendere" Werte einstellen, weil fallweise andere Parameter herrschen.
Meins auch Blödsinn :-) ?

Gruß Patrick.



einfach ausprobieren



Am einfachsten ist es ja, die Absenkung/Abschaltung mal auszuprobieren - dann weiss man

a) wie schnell und wie tief die Temperatur sinkt

b) wie lange es dauert, bis das Haus wieder aufheizt

und aus a) und b) kann man auch die Energie-ersparnis ausrechnen, die linear zur Temperaturdifferenz innen-aussen ist.

Auch wie man den Temperaturverlauf am Besten rechnet kann man dann ja aus den Messwerten ablesen.

Dann braucht man darüber auch nicht zu streiten.

Einziges Problem: wer bleibt nachts wach und misst?

Grüsse an alle,
Stefan



Was ist ein reales Beispiel?



Wand 12cm Fachwerk? Oder 36 Vollziegel-Wand mit x-cm Außendämmung. Für die Abkühlgeschwindigkeit ist das Verhältnis von gespeicherter Wärme und abgegebener Wärme entscheidend.
Viel gespeicherte Wärme(z.B. dicke warme Wand) und wenig Wärmeabgabe (Außendämmung) bewirkt eine langsame Abkühlung.
Wenig gespeicherte Wärme (dünnen Wand)und viel Wärmeabgabe (ohne Dämmung)sorgen für recht schnelle Abkühlung.

Ich hatte es bei mir mal ausprobiert. Außen ca.5°C innen 21°C.
22Uhr Heizung aus, 6Uhr noch fast 17°C. Ach ja 36cm Vollziegel-Wand ohne Dämmung.
Da wirkt dann "Absenkung" von 22-4Uhr auf 17°C wie eine Abschaltung, da die 17°C in dieser Zeit nicht erreicht wurden.

Nun zu deinen 8% Ersparnis pro 1°C gesenkter Raumtemperatur Jürgen. Ist voll in Ordnung. Aber das gilt wenn man sie den ganzen Tag absenkt und nicht nur nachts.
Also ein kleines Gedankenspiel! Wenn ich nur 6 Stunden von 24 Stunden schlagartig im 1°C absenke. Ist dies 1/4 des Tages. Somit auch nur 1/4 der Ersparnis; also 2%.

Wie ist man eigentlich auf die 8% gekommen?
Kleine Vermutung von mir!
21°C Raumtemperatur und 8% Einsparung pro 1°C Absenkung.
Somit wären bei 8,5°C Raumtemperatur 0% Heizkosten fällig.(darunter bekommt man Geld raus. kleiner Scherz).
Oh Wunder, dies ist etwas die Jahres!!!-mitteltemperatur.

Die Mitteltemperatur einer Heizperiode liegt so ca. bei 4°C.
Wenn man nun rückwärts zu 21°C rechnet, kommt man auf 5,9% pro 1°C gesenkte Raumtemperatur.

Jürgen, hast du irgendwelche Informationen wie man auf die 8% gekommen ist? Ich würde mich freuen da harte Fakten zu bekommen.

Gruß Marko

Übrigens das "k" in Marko ist kein Schreibfehler von mir, höchstens vom Standesbeamten der meine Geburtsurkunde ausgefüllt hat :-)



ja hab ich



Hallo Marko,

ich heisse zwar nicht Jürgen, aber die 8 Grad wurden letzten Winter ausführlich herbeigeleitet und diskutiert auf

www.haustechnikdialog.de

welche Nummer genau weiss ich jetzt natürlich nicht mehr, aber der Haupteffekt war, dass die Länge der Heizperiode stark von der gewünschten Innenraumtemperatur abhängt - will heissen, wer mit 18 Grad C zufrieden ist, kann schon im April die Heizung ausschalten, wer aber 22 Grad will, muss bis Mitte Mai heizen.

Sorry für das "c" in Marko

Viel Glück beim suchen
dein lb. Stefan



Ach Patrick's Berechnung.



So du willst als gleich 10 Stunden absenken. Egal.
Ich will mal versuchen ob ich hier eine allgemeine Formel verständlich hin bekomme:

Mittlere Tages-Raumtemperatur = mTr
mittlere Raumtemp. für den Zeitraum i = Ti
Dauer des Zeitraumes i in Stunden = ti

mTr = (Summe aller Ti*ti)/24

alle ti müssen zusammen 24 Stunden ergeben!

Schei.. das versteht doch keiner...

Also Beispiel:

also in 3 Stunden von 20 auf 17°C (Mittel 18,5°C)gefallen
dann 5 Stunden 17°C
und in 2 Stunden von 17 auf 20°C (Mittel 18,5°C)
14 Stunden 20°C

mTr=(18,5*3 + 17*5 + 18,5*2 + 20*14)/24

ergibt 19,06°C

Nehmen wir mal die ca.4°C mittlere Außentemp. in der Heizperiode.
0,94 von 16 sind knapp 6%.

So nun ist hier aber genug gerechnet!

Gruß Marko



Na dann will ich mal suchen, Stefan!



Danke! Das "c" ist nicht so schlimm, wollte es nur mal sagen.

Gruß Marko



Meine zehn Stunden...



...waren von etwas höher im Beitrag. 22:00 bis 6:00. Ich selbst will eigentlich garnicht großartig absenken :-).
Wollte ja nur zeigen, daß deine Rechnung nicht daneben liegt, sondern ein Beispiel für bestimmte Parameter ist und in dem gegebenen Fall mit deinen Annahmen stimmt.
Ich bleib dabei, wenn die Temperatur während eines guten Filmes runter geht, ist das nervig. Wobei ich meinen Kaminofen vergessen habe :-). Mit dem kann man ja verlängern :-).

Gruß Patrick.

P.S.: Iss aber eh alles "Blödsinn" :-)



Aufheizdauer



Meine Frage ist auch: Gibt es denn eine Norm oder Rechtsprechung, wonach sagen wir mal ein Raum von 50 cbm in einer bestimmten festgesetzten Zeit auf 20 Grad aufgeheizt sein muß? Oder anders gewendet: Kann sich der Vermieter zwei Tage Zeit damit lassen? Dies wohl kaum. Aber wie lange dann? Und noch etwas: Marko und die anderen, laßt doch diese dämlichen pubertären Spielereien und Beschimpfungen. Merke: Wer etwas über andere sagt, sagt in zweiter Linie etwas über den anderen, in erster aber über sich. Gruß GSTR