Körperschall Vibrationen

02.05.2010



Hallo,
ich wohne in einem Altbau erbaut 1929 mit Holzdecken und Holzkonstruktion in den Wänden. Seit einiger Zeit fühle ich mich erheblich gestört von meinen Nachbarn, die unter mir wohnen. Ich habe inzwischen ein massives Schlafdefizit, weil ich jeden Morgen durch das Hüpfen, Trampeln Türenschlagen der Kinder und auch den Trittschall durch Laufen in der Wohnung geweckt werde. Dieses erzeugt starke Vibrationen, die ich im Bett liegend massiv spüre und auch Kopfschmerzen verursachen. Verstärkt spüre ich das, seitdem ein Hochbett in das Zimmer unter mir eingebaut wurde. Was kann ich dagegen tun?



eingebaut oder nur aufgestellt?



Hallo Waltraut,
mit großer Wahrscheinlichkeit verstärken die Befestigungen des Hochbettes an Wänden oder gar der Decke die Schallübertragungen.
Technisch kannst Du selbst in Deiner Wohnung nichts dagegen machen. Du solltest mit dem Nachbarn sprechen und um Rückbau oder Änderung bitten. Ändert sich nichts, musst Du wohl den Nachbarn beim Vermieter "anzeigen".
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Grüße aus EF
Uwe



Moin Waltraud,



du kannst natürlich versuchen durch Bett umstellen, bzw. dicke Filz- , Hanf- oder Moosgummi-Unterlagen unter deine Bettfüsse das ganze etwas zu entschärfen - ein dicker Teppich tuts auch. Selbiges können die Nachbarn auch tun, ohne die Stabilität des Hochbettes zu gefährden.

Ich schliesse mich Uwes Vermutung an: Das Hochbett koppelt Wand und Boden und verstärkt dadurch die Schallübertragung.

Ansonsten hat sich heutzutage Bestechung als Problemlöser weltweit durchgesetzt... vielleicht: "Wenn ihr diese Woche mal morgens leise seid, kriegt ihr von mir ein Eis".

;-) Boris



Ich glaube nicht...



...daß sich baulich mit vertretbarem Aufwand hinreichend viel ändern lässt. Wenn Sie keinen vertändnisvollen und finanziell gutgestellten Vermieter haben, sollten Sie vorsichtshalber nach einer anderen Wohnung Ausschau halten. Eine (schwer durchsetzbare) Mietminderung hilft Ihnen nicht weiter.

Sicherlich ist aber die Entkopplung des Bettes von Wand und Fußboden zu prüfen, da es ohnezweifel als zusätzliche Schallbrücke wirken kann. War es denn vor dem Betteneinbau erträglich?

Grüße

Thomas