Nachbar hat Fachwerkwand mit Mineralwolle gedämmt

02.09.2018



Hallo aus dem hohen Norden,

unser Nachbar hat auf seiner Seite im 1. OG eine Steinwand gestellt und den Zwischenraum beider Häuser mit Mineralwolle gedämmt. Problem bei der Sache ist nur, wir haben eine Fachwerkwand und hatten vor Baubeginn besprochen, eine Dämmung auf Holzbasis zu verwenden. Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, will nicht einmal sein Handwerker dafür eine Gewährleistung übernehmen.

Frage:

Wie können wir damit Umgehen? Den Nachbar auf Abriss verklagen? oder mit der Dämmung leben?

Vielen Dank für die Hilfe

Grüße

Dirk Lausen



Mineralwolldämmung



Hallo Dirk
Die gesetzliche Gewährleistung kann der Handwerker natürlich nicht ablehnen.

Wenn sich beidseitig Räume mit Wohnnutzung befinden und der gedämmte Zwischenraum abgedichtet ist kann zumindest kein Tauwasser ausfallen.

Wasser darf von keiner Seite her eindringen können.

Bei unebenen Untergründen wären ggf Einblasdämmungen sinnvoller gewesen.

Es hängt alles von der Qualität der Verarbeitung und der Abdichtung ab,
die aus der Ferne nicht beurteilt werden können.

Andreas Teich



Wasser Eintritt in der Bauphase



Hallo Andreas,

vielen Dank für die Antwort.

Wenn jetzt alles dicht ist, kein Wasser in die Isolation kommt, was ist denn mit Wasser, welches während der Bauphase in die Isolation gelaufen ist? Kann man das messen? wir wohin soll das entweichen? Stellt diese Feuchtigkeit ein Problem da?

Viele Grüße

Dirk Lausen



Und wie sieht es ....



....vielleicht mit Tauwasserausfall oder gar thermisch unterschiedlichen Thematiken aus?
Sie haben eine Fachwerkwand als gemeinsame Brandschuitzwand?
Und wieso wurde dann keine gemeinsam abgesprochene Lösung umgesetzt?
Und aus welchen Gründen zieht der ausführende Handwerker plötzlich die Füße hoch?

FG



Brandwand Fachwerkwand



Unser Nachbar hatte bei seinem Umbau bemerkt, dass er auf seiner Seite keine Wand hatte, hat schnell eine Ytongwand gestellt und den Zwischenraum mit Mineralwolle gedämmt. Entspricht dies nicht der Brandverortnung?

Dann verstehe ich auch, wieso kein Handwerker die Gewährleistung übernehmen möchte.

Wie kann man sich dagegen wehren? Wer prüft das?

viele Grüße

Dirk



Prüfung....



....könnte das Bauamt oder vielleicht auch der Bezirksschornsteinfegermeister.
Oder ein versierter Bauingenieur und Sachgutachter