Lehmfachwerkhaus isolieren - innen oder aussen ???

31.05.2009



Hallo an Alle !

Wir haben ein Lehmfachwerkhaus, teils mit Weidengefache oder Lehmziegel.

Seit Monaten lassen wir uns beraten,innen oder aussen isolieren, was das Beste sei.

Und wir können noch immer keine Entscheidung treffen.

Nun die " einfache Frage " an Euch alle :

Welche VORTEILE oder NACHTEILE könnt Ihr uns ganz einfach nennen ? ( der Kostenfaktor ist unwichtig )

Besten Dank im Voraus !



Eine Aussendämmung



lässt sich in der Regel einfacher realisieren, da die zu dämmende Fläche ohne Probleme zugängig ist. Auch lassen sich in der Regel die Anschlüsse an die Dachdämmung und eine eventuelle Perimeterdämmung leichter herstellen.
Ausserdem wird bei einer Aussendämmung die Wärmespeicherfähigkeit der schwereren Innenschale genutzt.
Trotzdem sind bei einer Wärmedämmung immer eine Viehlzahl von Detailpunkten zu beachten, um Wärmebrücken und damit Kondenswasserstellen zu vermeiden.
MfG
dasMaurer



Einfache Antwort



@ Lehmhaus

Auf diese "einfache Frage" gibt es eine einfache Antwort:

Dämmung = Schwachsinn
http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm

Besser als sinnlose Dämmung:
Richtig heizen, sprich Hüllflächentemperierung, dazu bitte folgendes lesen:
http://www.konrad-fischer-info.de/7temper.htm

Alles Gute für Ihre Entscheidungsfindung und Gruß



Winddicht sollte aber sein...



...sonst kann es passieren, dass im Winter im Vorgarten die Blumen blühen.

@Der Schätzer

Und Sie übernehmen dann auch bei diesen Dingen die volle Verantwortung!
Ich schicke Ihnen demnächst ein Formular herum, auf dem Sie mir mit Ihrer Unterschrift Ihre Verantwortung bei Umsetzungen dieser Art bestätigen.
Okay?
Ich habe aber jetzt nicht die Links extra wegen Ihnen gelesen, denn ich kenne Herrn Fischer mittlerweile persönlich und damit auch seine Gedankengänge.

Und nun bitte die Diskussion dazu.

Nachdenklicher Gruß



Vorteile / Nachteile



nur um die Frage zu beantworten und mich nicht in die wohl noch in einigen Jahren zu führende Dskussion über Dämmung ja/nein einzumischen:
Vorteile innen: Außenansicht wird erhalten, keine Arbeiten an der Fassaden - wenn sie noch in Ordnung ist.
NAchteil: Du musst alle Decken öffnen um auch die Wand in dem Bereich zu Dämmen, außerdem mußt Du alle Schwachpunkte an den einbindenden Bauteilen zu einer einzubauenden Dampfsperre bzw. Windsperre abzudichten, um Schäden am Haus zu vermeiden.

Vorteil der Außendämmung: (fast) alle Schwachpunkte werden vermieden, Zimmer werden nicht kleiner (!!!!) Fassaden kann neu gestaltet werden, ist im bewohnten Zustand einfacher auszuführen, Nachteil: Arbeiten am Dach wegen der nunmehr vorspringenden Fassade,
Reicht Dir diese Antwort ?

als Beispiel ein Foto vom eigenen Haus - ich weiß, manche sind gegen die Lösung. Damit kann ich leben.



Dämmen Innen oder aussen



oder wie oder was.

Wenn Sie dämmen wollen? Für was und warum?
Um Energie zu sparen!
Welche?
Dann wird weniger Energie verbraucht!
Was ist mit der Herstellungsenergie, kommt die in der Rechnung vor?
????
Aussendämmung ist relativ unkompliziert und kann "relativ" einfach baukonstruktiv durchgeführt werden. Bauliches Risiko gering! Nutzen trotzdem zweifelhaft in der Gesamtbetrachtung.

Innendämmung ist NIE frei von Detailproblemen, die sich zur Gänze lösen lassen. Bauliches Risiko hoch! Nutzen genauso zweifelhaft in der Gesamtbetrachtung.

Geld kosten beide - sinnvoll sind sie beide nicht.

Das beim "nicht dämmen" gesparte Geld investieren Sie in ordentliche Beratung und ein schlüssiges Konzept, das alle Parameter des Hauses einbezieht.

Die Befürchtung der Fachleute, dass bei Wind-Undichtigkeit und bei Undämmung die Narzissen und die Glockenblumen im Winter im Vorgarten blühen entspricht dem Wissen über physikalische Zusammenhänge aus der Grundschule 1.-4. Klasse.
Ich habe noch kein einziges altes, bewohntes und ungedämmtes Haus gesehen, das in winterlicher Blütenpracht hervorgestochen hätte.
Ebenso der Pullover-Vergleich entspricht der adäquaten Bildungsstufe.

Und Vorsicht vor Telefonselsorgern aus den hiesigen Reihen!
:-)

FK



@ Florian



Zu Deinen Ausführungen gebe ich Dir ja recht und vielleicht auch zu den Beurteilungen der Klassen 1-4.
Doch sind doch die meisten Häuslebesitzer noch unter dieser Stufe, oder nicht?

Das wahre Problem liegt doch bei solchen Fragen in der Situation, dass eine neue Fussbodenheizung oder andere Heizsysteme in diese Häuser Einzug halten!
Und liegt das Problem!!
Wenn diese Gebäude mit der herkömmlichen Ofenfeuerung weiter betrieben würden, dann stehe ich voll und ganz auf Deiner Seite.
Aber leider ist dies nicht der Fall und die Häuser werden eben nun einmal moderner und da spielt eben auch die finanzielle Aufwendung zur Wärmegewinnung (Öl/Gas/Holz/Erdwärme etc.) eine entscheidende Rolle.

Und ich glaube nicht, dass Du gern in die offene Feuerstellenepoche dich zurückbeamen möchtest.

Wärmende Grüße zu Pfingsten,
Udo



Wie



stark sind denn die Wände? Sind die Ausfachungen mit Lehm noch in Ordnung?
Wie sieht's mit dem Dach aus?

Massnahmen von aussen, sind aus oben schon geschriebenen Gründen einfacher und unkomplizierter zu montieren.

Die eigentliche Frage sollte sein, welche Baustoffe verwendet werden.
Genauso wichtig ist ein Konzept, das auf das Bauwerk abgestimmt ist.

Grüsse



@Udo



"Doch sind doch die meisten Häuslebesitzer noch unter dieser Stufe, oder nicht?"
sehe ich nicht so!
Bauherren sind Laien! und auf der Suche nach Sachen, die ihr Haus lange nutzbar machen und nach Möglichkeiten sinnvolles zu realisieren.
Deshalb fragen die!
Und wenn dann so was wie Blümchen im Winter im Vorgarten oder Pulloverzeug daher kommt mag das ja leicht verständlich sein doch im Vorsatz FALSCH! Weil einfach nicht stimmt.
Ich mag ja solche Vergleiche, womit man mit einfachen Mitteln etwas erläutern kann - aber falsch bleibt falsch!

Von der offenen Feuerstelle abgesehen ist sicher die Heizung oder besser gesagt das Heizsystem eines der wichtigsten Aspekte in einem Sanierungskonzept. Aber warme Luft bleibt warme Luft und damit der eigentlich falsche Weg.

Aber das will der Frager gar nicht wissen!

auch nen schönen warmen Pfingstmontag

FK



Endlich



mal jemand dem die Kosten egal sind.

Ob die Dämmung aussen oder innen hin soll kann wie man mal wieder sieht pauschal nicht beantwortet werden.

Ist beides möglich?



eigentlich wollte ich hierzu nix sagen



denn das thema wurde schon mehrfach hier erörtert! Die antworten erfordern aber eine eigene stellungnahme hierzu! Da wieder einmal für eine fundierte aussage die informationen fehlen, möchte ich allgemein antworten. Wer sich die mühe macht und mal auf meine hp schaut wird erkennen, dass ich sicherlich kein dämmapostel bin, ganz im gegenteil seit über 20 jahren plane und baue ich hüllfächentemperierungen bei mir, meinen mietern und meinen kunden ein, mal mit innendämmung, mal ohne, mal mit außendämmung ,... was mich in die lage versetzt auch über langjährige verbrauchsinformationen zu verfügen. Ohne jetzt hier noch mal einen wissenschaftlichen exkurs zur bauphysik zu geben, ist eine außendämmung aus holzweichfaserplatten oder Schilfrohr einer Innendämmung aus den selben materialien vorzuziehen. Und eine dämmung ist egal bei welchem heizungssytem keiner dämmung vorzuziehen. Nichtgeachtet der winddichtung! Selbst wenn man bei der dämmung aber alles richtig macht, ohne ein sinnvolles heizungskonzept sind probleme aber vorprogrammiert! Das fängt bei den bädern an und hört bei dichtschließenden aber schlecht dämmenden (rahmen) fenstern auf! Bei einem Fachwerkhaus ist das hölzerne traggerüst das am meisten zu schützende, den besten Schutz gibt der konstruktive Holzschutz und den erreiche ich indem ich die gefährdeten bereiche trockne und trocken halte. Und das wiederum gelingt am besten mit eben einer hüllflächentemperierung. Ich selber wohne in einem barocken fachwerkhaus ohne dämmung, mein Wintergarten ist mein Wohnzimmer und alles temperiert. Den mietern im haus habe ich eine leichtlehminnendämmung (5 cm) zukommen lassen- was ihnen 20% energieeinsparung bringt und da ist es egal ob ich nun einen holzvergaserkessel, eine große Solaranlage und grundöfen habe- weniger energie bei gleich gutem Raumklima ist wohl immer die bessere variante!