Mosaikparkett Buche gedämpft: Schwindverhalten?

09.02.2017 Schandmaul



Hallo,

als Bodenbelag für eine Fußbodenheizung käme für uns auch ein Mosaikparkett in Frage. Optisch würde uns beim Mosaik auch Buche sehr gut gefallen, allerdings zeigt Buche ja ein ausgeprägtes Quell-/Schwindverhalten, was gerade auf einer FBH von noch größerem Nachteil sein würde.
Nun heißt es aber auch, dass Dämpfen dafür sorgt, dass das Holz weniger arbeitet.
Wo ist nun die gedämpfte Buche einzuordnen im Vergleich zur Eiche?
Sollten wir bei FBH lieber auf (gedämpfte) Buche verzichten und zur Eiche greifen?

Danke und Grüße



Parkett für Fußbodenheizung



Besser für solche Anwendungsbereiche keine Buche verwenden.
Auch höhere Feuchteunterschiede sind im Laufe der Jahrzehnte kaum vermeidbar.
Eiche ist wesentlich unproblematischer

Andreas Teich



Oder Douglasie, Lerche, Esche und Kastanie



Grüße



Buche,...



... sagte mir ein alter Parkettleger, brennt besonders gut. Massiv verbaut ist sie selbst gedämpft für FBH deutlich mindergeeignet. Sie arbeitet dann zwar weniger, ihr immenses Saugvermögen behält sie jedoch. Und damit sind auch größere Fugen wahrscheinlich.

Außerdem: Den ferkelfarbenen Einheitsbrei: Buchenböden, -arbeitsplatten, -möbelfronten, -stühle... kann man auch überhaben.

Eiche ist in mehrfacher Hinsicht das bewährteste einheimische Parkettholz. Neben den technischen Eigenschaften finde ich vorteilhaft, daß in der bewegten mittelbraunen Maserung kleinere Schäden untergehen und die Eiche, im Gegensazu zu helleren Böden, selbst mangelhafte Pflege nicht mit Vergrauung bestraft.

Grüße

Thomas



Buche ist vom Tisch



Also Buche ist vom Tisch. Oder um es wie Thomas zu sagen: Buche reicht auch als Tisch, muss man ja nicht auf dem ganzen Boden haben ;-)
Es soll ein Eiche Mosaik- oder Hochkantlamellenparkett werden.

Jetzt bleibt nur die Frage nach der passenden Versiegelung für FBH und Küche...



Die beste Versiegelung...



...ist keine Versiegelung (Lack), sondern eine Imprägnierung (Öl). Die ist nämlich immer wieder regenerierbar, bei normaler Nutzung Schleifen somit über lange Zeit verzichtbar. Außerdem beteiligt sich mit Öl der Holzboden am Feuchteausgleich in der Wohnung. Es gibt einige gute Parkettöle von Naturfarbenherstellern (Livos, Naturhaus, Natural...), ich praktiziere seit 2004 ausschließlich das Thermopadverfahren in Verbindung mit Natural Heißöl. Etwas aufwändiger, dafür aber sehr gute und dauerhafte Oberflächen, sogar im strapazierten öffentlichen Bereich (Gaststätten, Museen...)

Grüße

Thomas



Versiegelung



Versiegelung war da wohl der falsche Ausdruck. Ich dachte sowieso eher an Ölen als an Lackieren.
Ich muss aber auch noch beim Parkettleger nachfragen, was als Oberflächenbehandlung genau Teil des Angebots ist.

Gibt es bei den Ölen an große Unterschiede in Bezug auf Strapazierfähigkeit? Und muss für FBH ein bestimmtes Öl verwendet werden?



Erstens:



ja, zweitens nein.

Ölwachsgemische sind weniger strapazierfähig und klebefreudiger. Zudem wasserempfindlicher und weniger imprägnierend. Lösemittelreiche Öle bringen ebenfalls eine weniger strapazierfähige Fläche. Im eigenen Interesse sollte auf einen Naturfarbenhersteller geachtet werden, der eine Volldeklaration seiner Produkte veröffentlicht. Aus all diesen Gründen bin ich beim Heißöl gelandet. Das kann aber nicht jeder Parkettleger, da es dafür eine spezielle Maschine braucht.

Für größere Flächen fahre ich auch nach Frangn :-)

Grüße

Thomas



Fläche



Ich glaube bei den 70-80 m² wäre die Anreise mit über 300 km einfache Fahrt etwas übertrieben ;-)

Laut Angabe eines Parkettlegers setzt er Pallmann Sojabase Plus oder Magic Oil 2K ein. Das wäre dann ja schon so eine Öl-Wachs-Kombination.