Mörtelbett für Ziegelboden unter Badewanne und Badeofen




Wir haben alte NF Ziegel in der Mitte durchgeschnitten, diese ca. 2,5 cm starken Platten sollen nun in ein Mörtelbett gelegt und verfugt werden. Meine Frage dazu: Welche Mörtelmischung ist zu empfehlen? Kalk, Kalk-Zement, Zement, Trasszement, Lehm, oder was soll ich zu Sand und Wasser mischen? Ich habe schon einige Beiträge gelesen, habe aber keine passende Antwort gefunden.

Der Unterboden besteht aus,
20cm Schotter
3cm Sand
starke PE-Folie
2x 3xcm Mineralwolldämmplatte
PE-Folie
10 cm Lehm-Liapor("Leichtestrich")

Wer kann mir da weiterhelfen?
Mfg
Hill



Mörtelbett



Sie haben ein Problem mit dem Unterbau, den Sie mit der Mörtelwahl nicht lösen können.
Der Lehmestrich kann auf der Dämmunterlage nicht genügend verdichtet werden, damit kann der Belag brechen. Falls Wasser in die Konstruktion kommt, das ist in Wohnräumen nie ganz vermeidbar, dann verstärkt sich dieser Effekt noch.
Eine zementgebundene Liaporschüttung mit Zementverbundestrich wäre hier die bassere Wahl gewesen.
Wie das Setzungsmaß der Mineralwolledämmung aussieht entzieht sich meiner Kenntnis, ich jedenfalls halte nichts von Mineralwolle in druckbelasteten Bereichen.
Hier ist Styrodur besser.
Was den Verlegemörtel betrifft:
Alle genannten Mörtel außer Lehm sind geeignet.
Allerdings sollte die Festigkeit des Fugenmörtels auf die Festigkeit der Steine abgestimmt werden.
Ich hoffe, Ihre Ziegel sind nicht salzbelastet.

Viele Grüße



Ziemlich verspätet,



aber dennoch DANKE für die Antwort!

Was mir fehlt, ist eine Grundrezeptur für ein Mörtelbett mit Kalk-Zement (oder Zement), also in welchem Verhältnis ich Sand, Wasser ect. mischen sollte.
Besteht das Mörtelbett und der Fugenmörtel aus der selben Mischung? (Ich dachte da gibt es keinen Unterschied.)

Wie kann ich als Laie die Festigkeit von Ziegeln feststellen? Da Sie geschrieben haben, dass der Fugenmörtel darauf abgestimmt werden soll.

Wie kann ich feststellen, ob meine Ziegel salzbelastet sind? Was wäre die negative Wirkung von solchen Ziegeln? Kann nur sagen, dass meine Ziegel keine Salzausblühungen aufweisen, sie liegen schon jahrelang rum, teilweise drinnen, teilw. draußen und waren schon mal eingebaut.

So, nun sind also noch ein paar Fragen dazugekommen - wenn mir jemand darauf antworten kann, danke ich nun schon im Voraus, bevor ich wieder so spät dran bin ;)
Mfg
Hill





Mineralwolldämmplatte im Fußbodenaufbau???



Fußbodenaufbau



Egal wie Sie den Mörtel mischen auf diesem Fußbodenaufbau bricht alles.
Trennen Sie sich von dem Aufbau!

Viele Grüße



Bezüglich dem Aufbau



kommt noch ein Betoneisengitter verlegt und darauf 6cm Liapor-Zemenestrich und darauf dann ein Klebekork. Mit Ausnahme der Badewanne und dem Badeofen, denn dort soll auf das Betongitter der Ziegelboden verlegt werden. (Wofür ich ein Mischungsverhältnis als Anhaltspunkt bräuchte.)

Vom bisherigen Aufbau werde ich mich nicht trennen, ein Wasserschaden (Rohrbruch) richtet auch bei korrektem Aufbau einen Schaden an und ich gehe davon aus, dass ich keinen Wasserschaden haben werde - Installationen sind alle neu gemacht.
Mfg





Das nenn ich Beratungsresistent.

Grüße aus Schönebeck



Moin,



im Neubaubereich habe ich auch mal einen Arbeiter mit der Estrichpumpe fröhlich auf einer MiWo-Lage rumlaufen sehen - scheint also nicht unüblich zu sein, obs was taugt weiss ich nicht.

Vom Klebkork würde ich abraten: Wenn du doch mal Wasser stehen hast, kriegst du das Zeug kaum wieder runter.

Hast du den Schotter abgerüttelt?

Da dein Unterbau arbeiten wird, sollte der Fugenmörtel möglichst elastisch sein, sonst läuft dir das Wasser durch die feinen Risse unter deine Platten.....vielleicht lohnt sich da der Einsatz von Flex-Fugenmörtel ausm Baumarkt, statt in ein paar Jahren das neu machen zu müssen, weil deine Mischung nicht stimmt.....

Gruss, Boris





@Boris

Gesehen habe ich auch schon viel, raus gerissen dann auch.
Während bei Dachdämmungen eine Hinterlüftungsebene oberhalb der Miwo Dämmung eingebaut wird, soll sie hier von oben und unten mit PE Folie eingepackt werden. Das wird ein prima Klima!
Beim Dach gibt es “nur” das Problem der eventuellen Kondensatbildung.
Die Probleme die ich hier sehe, sind neben dem von Herr Böttcher angesprochenen statischen Problem, Kondensatbildung, Bodenfeuchte und erhöhter Feuchteeintrag durch Bad Nutzung.

Grüße aus Schönebeck



Mörtelbett



Bei einem Zement- oder Anhydritestrich mag das funktionieren, nicht bei einem Lehmestrich.
Den kann man auf einer weichen Unterlage nicht verdichten, außerdem ist seine Festigkeit viel geringer und er ist feuchteempfindlich.

Viele Grüße



@Oliver,



wenn Hill die Miwo von oben und unten einpackt, ist das doch garnicht so doof, da bleibt sie trocken (ausser da läuft seitlich was rein), oder?

Ich würde meinen, dass der Badedampf erstens nicht unbedingt am gedämmten Boden kondensiert und zweitens die Ziegel das ein wenig regulieren können.

Die Bodenfeuchte bleibt doch unter der PE-Folie, Nässestau gibts bei 20cm Schotter wohl auch nicht - könntest du deine Bedenken noch mal näher erläutern?

Ich kann mir schon vorstellen dass die Miwo durch das Estrichgewicht in einen einigermassen "ruhigen" Zustand verdichtet wird, würde hier aber Setzungen im mm-Bereich für wahrscheinlich halten - und die volle Badewanne und Ofen ein paar Wochen stehenlassen und erst dann verfugen.

Gruss, Boris





@Boris

Es geht nicht unbedingt um Nässe von vorne herein sondern erstmal um den Wasserdampf.
Diffusion ist immer der Transport von mehr zu weniger (Feuchte), das heißt hier kann der Wasserdampf wechselseitig, mal von unten mal von oben in den Aufbau gelangen.
Der Traum von der Dampfdicht eingepackten Miwo wird sehr schnell zum Alptraum.
Theoretisch hast Du recht, in die Praxis ist das aber nicht umzusetzen.

Ich Frage mich warum hier ein so ungeeigneter Baustoffe genommen und schön geredet wird,
ist aber nicht mein Haus und auch nicht mein Geld.


Grüße aus Schönebeck



@Oliver,



genau deshalb frag ich nach.....viele Konzepte erscheinen erstmal logisch, günstig und machbar, funktionieren hier einwandfrei und verursachen dort noch massivere Schäden. Ich versuch' halt da mein Verständnis zu vertiefen.

Warum Hill das so macht? Na, um Erfahrungen zu machen natürlich...;-)

Gruss, Boris



Hallo an alle



Das Setzungsmaß der Miwo kenne ich nicht, Daten die ich von der Miwo habe sind laut Hersteller folgende:
Anwendungsbereich: Zur Trittschall- und Wärmedämmung unter schwimmenden Estrichen. Für Auflasten (Nutzlast + Estrichgewicht) bis 5 kN/m² (500 kg/m²)
Deshalb bin ich davon ausgegangen die Miwo sei für den Fußboden geeignet. Beim nächsten Raum werde ich Styrodur verwenden.
Auf den Lehmestrich bin ich über den Lehmputz gekommen. Ich habe mir von 2 Firmen Fertigputz zum Ausprobieren gekauft, allerdings war bei beiden so viel Sand dabei, dass ich sie nicht verwendet habe, sondern selber Putze angemischt habe (habe einen kleinen Lehmberg vor der Haustür). Das Ergebnis war prima, es gibt keine Risse und kein Absanden. Dadurch hatte ich immer wieder Lehm in der Hand und bin draufgekommen, dass er „steinhart“ werden kann – deshalb hab ich ihn verwendet. Stimmt allerdings, dass die Feuchte ein Problem sein kann.
Was ich vergessen habe zu schreiben ist, dass auf das Betoneisengitter Fußbodenheizungsrohre montiert werden (so weit bin ich nämlich noch nicht).

Flex-Fugenmörtel werde ich mir besorgen. Besteht das Mörtelbett aus demselben Material mit dem ich später die Fugen verfülle?
(Wofür steht „Flex“? Für flexibel oder ist es eine Firma/Marke?)

Wasserdampf: Nach der Benützung wird das Badezimmer generell gelüftet, habe ein großes Fenster eingebaut und an der Decke Lehmbauplatten 22mm montiert und mit Lehm verputzt. Zwei der Wände bestehen aus 60 cm Stampflehm die ich mit Lehm verputzt habe, dadurch sollte die Feuchte ein wenig regulieren werden können. Das Bad „schwimmt“ bei mir üblicherweise nicht nach der Benützung – könnte aber natürlich mal passieren, über Schäden werde ich berichten.

Wenn es zu Kondensatbildung kommen sollte und die Miwo dann schimmelt, bemerke ich es wahrscheinlich am Geruch – oder woran erkenne ich einen Schaden?

Lg vom beratungsresistenen Hill



Fußbodenaufbau



Immer noch nix verstehen, Hill.
Na ja, die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit.

Viele Grüße