Sandstein fleckenfrei verfugen

02.10.2005



Liebe Handwerksprofis,

wir haben ein Haus von ca. 1895 dessen Fassade teilweise aus rotem Bruchsandstein-Sichtmauerwerk besteht. Aufgesetzt und verfugt ist dieses im Original mit Sumpfkalkmörtel.

Die Verfugung wurde an vielen Stellen später mit Zementmörtel ausgebessert. Dieser sieht vor allem wegen seiner blaugrauen Farbe hässlich aus, und hat zudem selbst teilweise auch schon wieder Schäden, da bauphysikalisch nicht passend.

Nun möchte ich die Verfügung mit zementfreiem Kalktrass-Mörtel Restaurieren und habe mir dazu ein Produkt von Sakret ("KTM") besorgt. Zwei praktische Probleme:

1. Wie kriege ich es hin, dass auf dem roten Sandstein nach dem Trocknen keine weißlichen Kalkflecken entstehen? Oder wie kann ich die nachträglich schonend entfernen?

2. Kann ich den Kalktrassmörtel (hell weiß-grau) mit Oxydfarbe o. ä. dem Original (dunkel gelb-grau) schadlos farblich angleichen?

Schon mal Danke für die Hilfe!



Warum ausgerechnet Trass?



Mit Trass als Bindemittel hast du doch auch wieder ein überhartes Gefüge geschaffen das relativ schnell wieder zum ausblühen und absprengen neigt.Wenn dir Sumpfkalkmörtel zu riskant erscheint dann rate ich zu Remmers Kalkspatzenmörtel der durch sein Trockenmischen lange stabil bleibt mit all den Vorzügen des Luftkalks!Und färben läßt der sich mit Kalkechten Pigmenten auch.



Warum



nicht gleich einen Luftkalkmörtel ohne jegliche chemische Beimischungen verwenden, hat dieser nicht auch jahrhunderte überdauert. Entweder selber mischen, 1 Teil Luftkalkhydrat (z.B. von Bergmann Kalk) auf drei Teile Scharfen Sand 0 - 4 mm plus Wasser. Oder den Unterputz der Firma Limeston (www.limestone.de) nehmen der auch ohne jeglichen chemischen Beimischungen ist, wenn mann nicht selber mischen möchte. Diese lassen sich auch mit kalkechten Pigmanten (max. 5 %) abtönen. Mit lehmigen Grüssen Martin



Danke für die Tips - aber was ist mit den Flecken?



Besten Dank für die Hinweise zum reinen Luftkalkmörtel.

Ich habe das bisher vermieden - da ich nur mundgerechte Kleinmengen brauche. Der vom örtlichen Baustoffhändler erhältliche Kalk-Trass-Mörtel erschien mir zunächst als tragbarer Kompromiss. Vielleicht mach ich mich nun doch ans Selbermischen ...

Aber zurück zu meiner Ausgangsfrage: Was ist mit den Kalkflecken auf dem roten Sandstein? Die werden beim Luftkalkmörtel doch genauso entstehen. Bisher habe ich es nicht hingekriegt, so sauber zu arbeiten, dass nichts auf den Stein kommt. Ich habe die Fugen mit dem Schwamm nachgewischt, weil das die richtige Oberflächenstruktur gibt. Gibt's da einen Trick oder eine andere Methode?

Grüße



Flecken...



werden dadurch vermieden das der Mörtel möglichst erdfeucht per Fugeisen in die Fuge eingebracht wird, nach genügender Antrocknungsphase wird der bündige Mörtelüberschuss mittels Bürste abgebürstet. So bleibt der Stein schlierenfrei!



Danke!