Wie ist das nun mit Sandstein und Zement

07.05.2007



Hallo zusammen
Bei uns sollen nun die Sandstein Fensterbänke außen gesetzt werden. Mein Maurer sagt, das muss man mit Natursteinverlegemörtel machen. Ich bin aber unsicher bei allem, was ich über Sandstein und Zement hier schon gelesen habe, ob das so gut ist.
Wenn nicht, brauche ich gute Argumente (am liebsten vom Praktiker), um den Praktiker hier vor Ort überzeugen zu können.
Vielleicht kann mir da ja jemand helfen.
Grüsse Marcus



Sandstein und Zement



Was spricht denn Deiner Ansicht nach gegen den von Deinem Maurer empfohlenen Natursteinverlegemörtel bzw. was verunsichert Dich daran?
Was für ein Mörtel ist das? (Hersteller, Mörtelgruppe, Inhalt, Verwendung nach Produktdatenblatt)
Hast Du Deinen Maurer gefragt, warum er diesen Mörtel verwendet? - der Mann muß dafür immerhin die Gewährleistung übernehmen!

Viele Grüße
Georg Böttcher



Sandstein und Zement



schauen Sie sich einfach um - viele Fugen wurden in den letzten Jahren mit zement und oder kunststoffvergüteten Mörteln "renoviert"
Jetzt sieht man die Schäden - der weicere Sandstein trägt die Schäden und die Fuge bleibt standhaft hart - und schädigt weiter!

Weicher Luftkalkmürtel unter die Sandsteinfensterbänke - fertig!

mfG

FK



Gewährleistung is nich,...



... der Maurer ist mein Schwager und macht mir das aus purer Nächstenliebe. Den Mörtel nimmt er, weil er ihn in der Firma, in der er arbeitet auch verwendet, wenn Natursteine verbaut werden sollen. Die muss natürlich Gewährleistung übernehmen. Sollte man also meinen, das müsste in Ordnung gehen.
Jetzt schreiben aber einige hier im Forum, dass Zementmörtel (der Natursteinverlegemörtel ist so wie ich weiss ein besonders "guter",d.h. dichter, mit Trass vergüteter Zementmörtel, der Ausblühungen verhindern soll), dass also der harte und dichte Zementmörtel sich nicht mit dem weicheren, porösen Sandstein vertragen würde.
Als gelernter Schreiner bin ich Laie auf dem Gebiet, erkläre mir die Sache aber so:
Ausblühungen gibt es nur, wo Wasser durchkommt, also schützt ein dichter Mörtel vor Ausblühungen. Verbaut man damit ebenfalls harte und im Prinzip dichte Granitsteine, sehe ich kein Problem. Bei porösem und weicherem Sandstein habe ich ein ungutes Gefühl (aber halt nur ein Gefühl und kein wirkliches Wissen). Dazu kommt,das in userem Ort und anderswo jede Menge Sandsteinsockel zu besichtigen sind, die mit irgendeinem harten grauen Mörtel verfugt worden sind (ich nehme an Zement, bzw. Natursteinverlegemörtel), bei denen der Stein sich verabschiedet hat und die Fugen noch stehen. Das sieht dann halt doch so aus,als ob der Mörtel bei einem weicheren Stein den Auflösungsprozess beschleunigt.
Wenn ich dann Kalkmörtel sage, höre ich immer nur: Ausblühungen, bröselt weg, veralteter Stand der Technik.
Was kann man dazu sagen?
Grüsse Marcus



Sandstein und Zement



Hallo Marcus,
leider müssen wir jetzt immer noch über Glaubensfragen debattieren, statt über Fakten.

1. Dein Schwager nimmt den Mörtel, weil seine Firma den auch dafür nimmt? Also glaubt er, das Zeug hilft auch bei Sandstein. Kann sein, muß aber nicht.
2. Du glaubst, das sei ein besonders harter, dichter Mörtel und deshalb ungeeignet. Kann sein, muß aber nicht.

Frag also Deinen Schwager noch mal, WAS AUF DEM SACK STEHT, aus dem er den Mörtel anrührt. Wenn ich das weiß, kann ich Dir auch einen Rat geben.

mfG
Georg Böttcher



Produktinfo



Hallo Herr Böttcher,
Ich habe ihnen die Produktinfo zum Natursteinverlegemörtel von Probau gemailt. Waren die Infos dabei, die Sie für eine genauere Auskunft brauchen?
Wäre schön, wenn sie sich noch einmal Zeit für eine Antwort nehmen könnten.
freundliche Grüsse,
Marcus



Sandstein und Zement



Das Produktdatenblatt habe ich erhalten,
es steht da schon alles Wichtige darin.
Die Festigkeitsklasse M 10 besagt, das der Mörtel 10 N/mm² als Mindestfestigkeit bringen muß, für Sandstein ein Wert im sicheren Bereich (zu harter Mörtel führt zu Abscherbelungen).
Reiner Kalkmörtel bzw. TrassKalkMörtel ist auch verwendbar, die kritische Stelle bei Fenstergewänden sind die Übergänge zwischen Fensterbank und Gewände (siehe Foto). Hier ist ein hydraulischer Mörtel sicherer.
Dein Schwager hat Dir nichts Falsches empfohlen.

Viele Grüße
Georg Böttcher



vielen Dank ...



... für die Info, dann wirds auch so gemacht.
viel Gruß
Marcus