Backsteine mit Lehm vermauert.




Ich hab´ gerade was gefunden, die desolaten Fugen einer Fachwerkausmauerung sollen saniert werden. Beim Auskratzen der alten Fugen habe ich festgestellt, dass die Steine mit Lehm vermauert sind und dann mit Kalkmörtel und einer Schicht Zementschlämme verfugt sind.
Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt?
Mein Vorhaben: Fugen auskratzen, vornässen, mit Kalkmilch Streichen und anschliessend mit einem Kalkmörtel mit geringem Zementanteil verfugen.
Die Steine sind nur geringfügig durch die Witterung angegangen und sollten noch ein ganze Weile durchhalten.
MfG
dasMaurer



Immer wieder diese Worte:



Kalkmörtel mit geringem Zementanteil

Warum?
Wieso?
Weshalb?

Und dann noch ne Frage:
Warum Kalkmilch?
Staubkalk ist wesentlich besser zum Auffüttern der schwachen Kalkmörtelfugen

Genau das mit dem "bisschen Zement" ist das Grundübel - ab da wurden alle abhängig!

FK



Naja,



es sind eben keine Kalkmörtelfugen, sondern Lehmfugen.
MfG
dasMaurer

PS: Das bisschen Zement brauchts für die Farbe, es geht nur um einen Teilbereich.





Fugen auskratzen
Ja
vornässen,
Ja
mit Kalkmilch streichen
Nein
und anschliessend mit einem Kalkmörtel
ja
mit geringem Zementanteil verfugen
Nein!

Zement ist keine "Farbe"!
Wenn der Kalk zu hell ist mach irgend welche grauen Pigmente rein
oder verreib irgend einen Staub oder Dreck rein
Der Zement macht den Kalk leblos und schlecht!

FK





Morjen

Bei mir war ein Teil in der Scheune auch mit Backsteinen und Lehm als Mörtel gemauert. War bombenhart, sodass ich die Gefache wieder so mauern werde.



mit lehm



als mörtel sind in meinem haus die gesamten gefache ausgemauert gewesen (in diesen bereichen 16.jh.), darüber war -ursprünglich- kalkputz. so wurde es auch wieder gemacht, allerdings mit gebrauchten ganzen vollziegeln (original waren es bruchziegel).
hält bombenfest ;-)
grüße, carmen



hier noch ein foto



von einer giebelseite: bruchziegel mit lehm gemauert. die losen teile wurden, soweit möglich, wieder mit lehm gefestigt, dann außen mit kalkputz verputzt, innen lehmputz. die gefache waren alle in ordnung und konnten so belassen werden, außer an den stellen, wo das Fachwerk ersetzt werden mußte.
gruß, carmen



Nun,



in diesem Falle handelt es sich um eine Aussenwand und Sichtmauerwerk in den Gefachen. Die Steine sind soweit in Ordnung, der verwendete Lehmmörtel ist zwar nicht bombenhart, aber das Mauerwerk als solches ist noch in Ordnung, lediglich die Verfugung ist in schlechtem Zustand.
@Florian:
Zu blöde, auf die Pigmente hätt´ ich auch selber kommen können ;-)).
MfG
dasMaurer



Mörtel



Hallo


Ich kenne solche Mauern noch aus meiner kalten Vorpommern- Heimat... Sichtziegel gemauert mit Lehmmörtel, verfugt mit Kalkmörtel.

Und da gab es noch was zum Verfugen: Blaukalk...
Ich hab bis Ende der 80er noch sowas in Ostdeutschland zu kaufen bekommen...


Das Zeugs sah nach dem Verfugen blaugrau aus und war dem Zementkalk zum Verwechseln ähnlich...


Pigmente sind auch eine gute Idee, manchmal reicht etwas Holzkohlenstaub zum Graufärben völlig aus...


Übrigends, dieses oberaffengeil aussehende Haus sieht wirklich so in der Abendsonne aus... unten Feldsteine gebrochen, oben Backsteine aus einer nicht mehr existierenden örtlichen Ziegelei...
Leider hat man die Fenster extrem verunstaltet, die originalen hatten schlankere Profile... Aber so ist das, wenn Wohnungsbaugesellschaften "sanieren"...



Andreas