Konsistenz von Kalkputzmörtel einstellen

16.12.2008



Hallo,

ich habe begonnen,im Keller meines Hauses die Wände teilweise neu zu verputzen. Nach 100 Jahren bröckelt der alte Kalkputz hier und da eben ab. Also Weißkalkhydrat (Fa. Fels)und 0-4er Sand im Vh. 1 zu 3 klappt prima. Aber ich frage mich ständig, wie die Konsistenz eigentlich richtig eingestellt wird. Bisher immer so nach Gefühl, mal mit mehr, mal mit weniger Anmachwasser. Da gibt es doch bestimmt so einen alten Maurer/Putzer-Trick, wie der Mörtel auf der Kelle stehen, liegen und rutschen muss und so weiter. Das würde mich auch für (Kalk-)Mauermörtel interessieren.

Danke schon mal



Konsistenz



Schön plastisch soll er sein, Fugmörtel trockener.
Wenn Sie es wissenschaftlicher haben wollen: Das Schlagwort heißt WZ-Wert (Wasser-Zementwert).

Gruß



Nun ja,



das lässt sich tatsächlich nur mit Wasser einstellen. Und der Masstab ist die Verarbeitbarkeit des Mörtels, als Mauermörtel muss er plastisch sein, aber so, dass der Mörtel noch steht und der Mauerstein ohne gross klopfen versetzt werden kann. Beim Putzen muss er dünner eingestellt werden, damit er besser an der Wand klebt und mit der Kardätsche eingeebnet werden kann. Und der Rest bleibt Gefühlssache, immer so, wie man am besten klarkommt.
"Learning by verkehrtmaching" sagt der Engländer ;-))).
MfG
dasMaurer



Rezeptur



Hallo,
hab mir gestern mit Otterbein Weißkalkhydrat + Mauersand (0-2) einen Innenputz ca 1:4 zurechtgemixt. Mit QuarzSand 0-0,6 hab ich mal naiv versucht, eine Art Glätte herzustellen. Jedoch brannte diese recht schnell auf, trotz ausreichend Feuchtigkeit. Gibt es eigentlich eine Art Handbuch für einfach herzustellende Putzrezepturen und zur Verarbeitung derselben, ohne dass man gleich eine 3-jährige Lehre machen muss ?

Gerry