Sockel von Bruchsteinkeller verputzen

04.11.2007


Hallo
wir sind momentan am sanieren des Kellers von unserem Haus (BJ 1923). Wir haben uns damit abgefunden dass der Bruchsteinkeller dauerfeucht bleibt, da nur leichte Feuchtigkeit vorhanden ist, also so wie man so eine Keller früher gebaut hat, eine Absperrung von aussen und unten gibt es nicht. Es geht nun darum den Sockel zu verputzen. Ich habe im Forum schon durchsucht und ältere Einträge gefunden. Da ich davon ausgehe dass es neue Produkte auf dem Markt, meine Anfrage hier.
Wer keine mit einen Aufbau ( welche Putze ) empfehlen, so dass ich sicherstelle dass die aufsteigende Feuchtigkeit am Sockel verdunstet und das Mauerwerk im Erdgeschoss nicht gefährdet wird.
Den Sockel haben wir ca. vor einem Jahr freigelegt und seitdem keine Probleme mit der Feuchtigkeit nach oben.
Leider ist die Optik des Sockels nicht so dass man ihn einfach nur neu verfugen und freilassen kann.
Bin für jeden Tipp dankbar.

HAND (Have a nice day)
Achim Löwer



Tip von Maurer



Ich finde Luftkalke sehr zu empfehlen, schauen Sie unter www.Solubel.de da gibt es jede Menge Infos.

MfG Torsten



BruchsteinsockelundoderKeller



Hallo
Das ist schon mal gut, dass der Keller austrocknen konnte.
Ich würde Ihnen jetzt mal empfehlen, den Keller und oder Sockel (will meinen: innen und aussen - wenns geht)
mit Luftkalkmörtel zu verputzen.
Schauen Sie sich dazu mal die folgende Seiten an:
www.solubel.de
oder rufen den Hernn Selle an - aber erst mal lesen ist neicht schlecht.
Der Aufbau sollte mehrlagig sein und es ist nicht so kompliziert wie es klingt.
Da kommt es nun auch darauf an, was Sie noch für Fugen haben - manchmal ists nur Sand - manchmal ists schon Kalkmörtel, der dazwischen liegt.
Mit dem Material werden Sie keine weiteren Probleme haben! - wenn es aussen nicht alzu grosse Zementschwarten drauf hat und ein dichter Asphaltmantel Trockenheit verspricht!

gutes Gelingen

Florian Kurz

P.S: Jetzt war der Torsten schneller!



Jupp, Kalkmoertel rockt!



Den Luftkalkmoertel koennen Sie sich auch selbst mischen.

Mir ist die Fa. Solubel auch bekannt, jedoch kam nach Angebotserstellung nur noch in Frage, den Moertel selbst zu mischen.

Erstens ist der Solubel-Moertel extrem teuer, und dazu kommt noch, dass der Transport zu mir (Norddeutschland) die Kosten des Moertels selbst noch ueberstiegen haette. Andere Lieferanten, die den Moertel fertig gesumpft liefern, sind naturgemaess so noch wesentlich teurer.

Bei einem Preis von ca. 500 Euro pro Palette Solubel-Moertel entschied ich mich dafuer, lieber selbst eine brauchbare Rezeptur zum Selbstmischen zu suchen, und so kostet mich im Endeffekt mein selbstgemischter Luftkalkmoertel gerade mal ein Zehntel dessen, was Solubel-Moertel kosten wuerde.

Sehen Sie auch meine Antwort im Thema "Luftkalkmörtel mit Perliten als Außenputz" weiter unten.



Ich bin jetzt nicht gerade der Luftkalkmörtelverarbeiter...



...aber für eine Palette gutes Material 500 Euronen zu bezahlen halte ich für normal. Das Risiko, daß eine selbstgemische Mixtur nicht die Qualität von einer vom Fachhändler gekauften hat, wäre mir es Wert.
Beispiel (nicht schimpfen, ich nehme halt andere Baustoffe):
2,4 Tonnen (zwei Paletten) HP 100 Kalk-Gipsputz ca. 800 Euronen (wenn ich nicht irre). Wenn also 500 Euronen für eine Palette von Solubel "extrem teuer" sein sollen, frage ich mich, wie man um Himmels Willen ein Haus vernünftig saniert bekommt, ohne etwas Geld in die Hand zu nehmen.
Nie am falschen Ende sparen, gutes Material kostet halt Geld...

Gruß Patrick.



rofl



Gut gelacht, Patrick!

Wer zuviel Geld zum Verheizen hat, nur zu ;)

Aber genau das will ja die Industrie, dass die Leute selbst die einfachsten Low-Tech-Grundlagen verlernen.

So lassen sich die tollsten und absurdesten Profite machen.
Und alle wundern sich ueber die Baukostenexplosion trotz zeitsparenden Schnellbaumethoden... *weglach*





Hallo,
danke an Alle schon mal für Antworten.
Da wir uns entschieden haben erst nächtstes Frühjahr den Sockel zu verputzen, werde ich mal die Versuchsergebnisse von Paulchen abwarten.

Ich habe auch mal den Tip mit 'Luftkalkmörtel mit Perliten als Außenputz' verfolgt und bin am Ende bei der http://www.klimasan-perlit.de/ gelandet.
Die haben ein Putz mit Perliten und einem
Wasserdampfdiffusionswiderstand von 8.

Die Idee mit den Perliten die Wärmedämmung zu Erhöhen gefällt mir wo ich mir aber nun unklar bin ob ich dann die Feuchtigkeit damit im Sockel wieder einsperre.

Könnte ich die Perliten auch für den Putz innen verwenden ? Würde das Sinn machen ?
Ich denke es ist gut dass ich noch den Winter mir für Nachforschung Zeit genommen habe.

HAND ( Have a nice day ) Achim



Ich selbst fühle mich von der Industrie nicht so sehr verfolgt...



...aber das liebe Geld ist ein Argument. Ich gehöre aber zu denen, die sich weniger Gedanken über den Preis vom Material und den Werkzeugen machen, wenn doch die Einsparmöglichkeiten eher auf der Seite der Wertschöpfung liegen. Darüberhinaus bin ich immer selber angetan, vom Geleisteten. Aber dafür will ich nicht ständig Umgehungslösungen für Probleme suchen, die unsere Industrie schon fertig bietet. Diese Energie bringe ich nicht auch noch auf. Sei es der Laser, der mich einen Bodenausgleich oder eine Fliesenspiegel sehr viel bequemer und genauer machen läßt, oder der fertige Baustoff von der Industrie. Mir reicht der Einbau und die mögliche Fehlerquote bei der Verwendung.
Wo ziehst du eigentlich die Grenze, Paulchen? Sind gesägte Holzbalken auch ein Kind der von uns ausnutzen wollenden Industrie? Schlägst du das Holz selber, lagerst es und sägst du es (besser noch, haust du es nach den alten Methoden) selber? Legst du Fliesen? Wenn ja, brennst du sie selber? Dielen könnte man auch selber aus dem Wald fertigen, macht du es? Bei der Elektrik wird es schwieriger, Steckdosen und NYM-Kabel sind wahrscheinlich schwieriger in der heimischen Garage/Scheune zu fertigen. Da sind wir dann bei der Einrichtung, wie richtest du ein? Mit selbst geschnitzten Stühlen? Aus was machst du deine Farbe für die Wände? Und solltest du je Dielen Ölen (Lack kommt ja von der Lackindustrie), woher beziehst du das Öl? Presst du es selber in der Garage aus selbst angebauten Pflanzen? Wenn deine Küche über eine selber gemauerte Feuerstelle hinaus geht (den Schorni unbedingt miteinbeziehen), wirst du vermutlich auch etwas von der Industie beziehen.
Nochmal, wo ziehst du die Grenze???
Ich habe bewußt Stellung für die Firma Solubel und deren Preise bezogen, obwohl ich kein Produkt von ihr benutze. Ich habe mir die Heimseite sehr genau angesehen und finde deren Produktpalette sehr gut, alles für seinen Anwendungsfall. Gerade deshalb auch, weil eben diese Firma oft von Mitgliedern genannt wird, die auch verhältnismäßig schnell dabei sind, auf die schlimme Industrie zu schimpfen. Ich schließe nicht aus, daß die Industrie ihre Lobby hat und auch mit ihrem Einfluß unser Kaufverhalten beeinträchtigt, aber gerade einen Hersteller solcher Produkte, der gewiß eher ein Nischendasein darstellt, in diese Reihe zu stellen, halte ich für verkehrt. Die Menge und die Qualität machen den Preis. Da gibt es genug andere, die mehr in das Muster passen, vielleicht auch der Hersteller meines bevorzugten Innenputzes.
Sei so nett und prüfe dich selber, bevor du das nächstes Mal auf die Industrie als Ganzes schimpfst.

Gruß Patrick.



Mal zu Perlite



Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei Perlite um geblähtes Gestein, das dürfte als Putzmörtelzusatz die Diffusionsfähigkeit erhöhen. Zur Verbesserung der Wärmedämmung ist es weniger geeignet, da durch den die Perlite umgebenden Mörtel die Körner getrennt sind und deshalb nur eine sehr geringe Verbesserung zu erwarten ist. Ich selbst habe einen solchen Mörtel (Fertigputz auf Kalk-Zement-Basis mit mineralischen Leichtzuschlägen, sprich Perlite, von Maxit (böse Baustoffindustrie;-)) ) als diffusionsoffene Schicht zwischen Feuchter Kellerwand und Tankschutzanstrich eingebaut. Es funktioniert.
MfG
dasMaurer



Böse Industrie 1



und der Moral - Moses!

FK



Qualitaet muss nicht immer teuer sein...



Hallo,

ich finde es einfach unoekologisch und wirtschaftlich widersinnig, Sand und Kalk durch die ganze Republik zu fahren, wenn ich den Sand billig aus der Grube im Nachbardorf beziehen kann und den Kalk aus einem Werk ebenfalls in der Naehe.

Frueher, als es noch keine LKWs gab, ist man entsprechend verfahren, und hat unnoetige Transportwege vermieden.

Die Arbeit besteht einfach darin, im richtigen Verhaeltnis eimerweise Sand, Kalk und Zusaetze in den Mischer zu geben, ein wenig durchzumischen und dann das Anmachwasser dazu.

Das Bisschen Mehrarbeit gegenueber dem puren Aufreissen der Saecke und dem Einschuetten des Fertigmaterials ist minimal und laesst sich angesichts des eingesparten Geldes leicht verschmerzen.

Und ueber die oft hervorragende Qualitaet und Haltbarkeit dieser primitiven Herstellungsweise brauche ich mich wohl gerade in diesem Forum nicht weiter auszulassen :)

Und auf Patricks weiteren Ausfuehrungen brauche ich nicht weiter einzugehen, das ist so laecherlich. Natuerlich verwende ich modern verarbeitetes Holz und Elektromaterial aus dem Fachhandel. Ich benutze ja sogar einen elektrischen Mischer und mische nicht per Umschaufeln.

Im uebrigen habe ich mich auch eigentlich weniger an den Preisen von Solubel gestoert, als an dem Umstand, dass die Transportkosten mehr als die Haelfte des Endpreises ausgemacht haetten. Wo Geld keine Rolle spielt (sei es, weil man davon genuegend hat, oder weil Andere das bezahlen), mag das ja angehen. Nur ist das eben nicht bei allen so...



Qualität und Preis



Hallo

Sicher haben Sie recht, wenn Sie sagen, dass es unsinnig ist Sand und Zeug durch die Gegend zu fahren, wenn es zu Hause auch Sand und Kalk gibt um es zu verarbeiten.
Allerdings glaube ich, dass es nicht einfach ist einfach Kalkmörtel so herzustellen, dass der auch lange Zeit die Qualität besitzt, die er haben sollte.

Die wirkliche Erfahrung, die früher Handwerkern eigen war und nicht durch kurzfristiges "do it yourself" Zusammengerühre kompensiert werden kann.

Man sollte nicht einen persönlichen Erfolg, der sich kurzfristig einstellt mit einer guten erfahrenen Handwerksleistung vergleichen.

Ihr jetzt kommender Einwand: Wo findet sich denn ein Handwerker, der noch einfach und gut einen Kalkputz an die Wand bekommt und ihn auch vorher aus Sand und Kalk zusammenbastelt? Ist natürlich richtig! Da würde ich's dann eben auch selbst versuchen!
Der von mir beschriebene Putz oder Mörtel ist auf Erfahrung gewachsen und versucht das einfache Bauen für den Bauherren oder Handwerker einfacher zu machen!

Denn Sand und Sand können genau so weit auseinander liegen wie Kalk und Kalk.
Und nicht jeder traut sich das zu es auf die Selbsmischer Weise zu machen. Für die, die das sich trauen und können ist das sicher eine gute Alternative.

FK



Ich sag was ist, auch wenns nicht gefällt.



Bis zum Teil "Wer zuviel Geld zum Verheizen hat..." hatte ich auch keine Einwände, meinem Standpunkt diesbezüglich war der erste Abschnitt gewidmet, in dem ich auf meine Gründe einging, warum ich eher auf fertige Produkte zurückgreife. Jedem wie es gefällt.
Der zweite Teil war "etwas" überspitzt formuliert, weil ich es tatsächlich so meine. Es ist leicht, der Industrie etwas zu unterstellen, sicher nicht immer unberechtigt. Wenn man nun aber der Industrie unterstellt, sie beabsichtige mit ihrer Produktpalette und ihrer Lobbyarbeit uns zu Leuten zu machen, die die rudimentären Arbeiten/Fähigkeiten verlernen, den frage ich aus meiner Sicht gerechtfertigt nach der persönlichen Grenzziehung. Letzten Endes verwenden wir tagtäglich Dinge, die uns die Industrie anbietet, die uns das Leben (für einen gewissen Gegenwert) erleichtern. Und das fängt tatsächlich bei A an und geht bis Z.

Gruß Patrick.



Erleichterung



Hallo

Letzten Endes verwenden wir tagtäglich Dinge, die uns die Industrie anbietet, die uns das Leben (für einen gewissen Gegenwert) erleichtern

Richtig!

Aber wer hat denn wirklich was davon? ALte Fenster halten ewig und neue die nach deren Angaben 1000 mal besser sind halten nicht so lange!
Wer zahlt's - wer hat was davon?
Und so wird es sein mit den Dämmungen!
Die vor 20 Jahren montierten Teile haben ausgedient und müssen momentan entsorgt werden.
Wer zahlt's und wer hat was davon?
So ist es mit den Solarzellen.
Die 1000 Dächer - Programme! die Zellen verlieren den hohen Wirkungsgrad relativ schnell und nach 15 Jahren sind sie ausgelutscht - die Verträge gehen aber 20 Jahre!
Wer zahlt's - wer hat was davon?
Das jodierte Salz, die Fleischskandale, die Autos, die Politik, die EU - eigentlich Alles!
Die Frage bleibt:
Wer zahlt's - wer kassiert dabei richtig ab?

Jedem das Seine! Und das gibt der liebe Gott denen im Schlaf!

So ists auch mit den Sockelputzen:
schauen sie sich die Zementpampen doch an eigentlich allen Häusern an!
sind die intakt?

Der Grund: falsche Handwerker; falsche Farben, falsche DIN, ... es ist die das Zeug selber, denn das hat die Heiligsprechung durch Verordnungen und Normen erhalten und alle beten diese Litaneien hinterher.

Manche nicht!
Die mischen sich den Mörtel selbst oder vertrauen auf andere Eingebungen!
:-)

Gutes Gelingen

FK




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