Mörtel, Keller, Trass, Steine, Fugenmörtel

02.05.2013 Andreas R



Hallo zusammen,

wir haben uns vor einem halben Jahr unseren Traum erfüllt.
Es ist ein Fachwerkhaus aus 1905 geworden.
Als nächstes möchte ich unseren Keller renovieren.
Momentan ist dieser sehr feucht was mich auch in Zukunft nicht weiter stören wird, das aktuell vorhandene Fugen Material ist schon vom Salz? angegriffen und man kann es sehr leicht abscharben. Ich möchte den Keller etwas ansehnlicher machen und den eintritt der Zugluft (energetisch) verhindern. Welches Material verwende ich dafür? Hab jetzt oft er von Traskalkmörtel gelesen. Welcher Hersteller ist zu empfehlen? Und wo kann man so was beziehen?
Und ist der Traskalkmörtel auch für die Fugen im Außenbereich geeignet? Ich glaub das es sich in meinem Fall um Basalt Steine handelt.



Mein Keller braucht Hilfe



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Das Haus steht am Hang.
Der Keller ist im Bereich wo die Mauer im Garten frei liegt trocken. Im Erdbereich bei der Haustür ist es leicht feucht und weiß.
Hochdrückendes Grundwasser kann ich in unserem Fall ausschließen.





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Also, ...



... um Basalt scheint es nicht gerade zu handeln, aber mal davon abgesehen würde ich statt TrassKalkMörtel eher zu einem hochwertigen Luftkalkmörtel wie z. B. dem SP 50, Körnung 0 - 4 (bei breiteren Fugen) oder 0 - 2 von SOLUBEL raten und diesen sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich verwenden.

Wenn unbedingt ein Produkt von einem regionalen Hersteller verwendet werden soll, würde ich zum "Historischer Reinkalkputz - grob - " oder, falls eine höhere Druckfestigkeit erforderlich sein sollte, zum "Historischer Mauer- und Fugenmörtel MG II" von OTTERBEIN greifen.
Es handelt sich zwar um Mörtel mit hydraulischem Kalk, aber immerhin sollen sie keinen Zement enthalten, was (leider) einige am Markt erhältliche Kalkputze tun.

Im Übrigen sollte in Sachen "Lüftung" bedacht werden, dass im Sommer das Eindringen warmer, feuchteangereicherter Luft verhindert, im Winter hingegen für einen Luftaustausch gesorgt werden sollte, um wärmere Feuchte Raumluft gegen kühlere trocke Außenluft auszutauschen. Anderenfalls kann sich Kondensat bilden, was u. a. einer Zersetzung des Fugenmörtels Vorschub leisten kann.


i. V. Dirk Meisinger



Könnte man...



...in so einen Keller eigentlich nicht einfach einen gängigen Luftentfeuchter stellen? Gibt ja elektrische, die recht wenig Strom brauchen. Oder bringt das nichts?





@Ramona:

warum sollte man das tun, wenn die Feuchtigkeit ja eigentlich nicht stört.

Dass ein Luftentfeuchter recht wenig Energie verbraucht, könntes Du mal bitte bei meinem Energieversorger vortragen, der hat gerade unsere Bauphase abgerechnet!


mit 300 W Leistung kann man max. 15l Wasser in 24 h kondensieren, im ohnehin kühlen Keller dürfte es weniger sein. Das sind 7,2 kWh am Tag.

Bei einer richtig nassen Wand können schon mal mehrere hundert Liter in einem Raum zusammenkommen.
Natursteine incl. Sandstein nehmen in aller Regel aber nur sehr wenig Wasser auf, daher ist ein nasser Naturstein Keller auch nicht sinnvoll mit einem Kondensationstrockner zu beheben.
Entweder kommt das Wasser immer wieder neu (von wo auch immer), oder richtiges Lüften hätte auch gereicht.

Das Geld kann man sinnvoller ausgeben.

Gruß G





Ginge auch dieser Trassmörtel?
Hier ist leider ein Anteil Zement enthalten,
Jedoch müsste mein Örtlicher Baustoffhandel den MGIIa erst bestellen und ich kann nicht einschätzen wie viele Beutel ich benötige



Fugenmörtel



Wollen Sie eine Klinkerschale vor Ihr Haus mauern oder den Keller verfugen?



Trass als Zuschlagsstoff ...



setzte ich dann ein, wenn das Eindringen von Wasser in ein Bauteil möglichst verhindert werden soll.
Soll hingegen Feuchtigkeit aus dem Bauteil abgeführt werden, würde ich Trass nicht zugeben, denn dieser wäre dann m. E. kontraproduktiv.

Im Innenbereich ergeben sich somit bis auf ganz wenige Ausnahmen (z. B. Pumpensumpf oder wasserführende Rinnen, Fußbodenverfugungen in Nassräumen) keine baufachlich begründeten Erfordernisse, mit Trass angemischte Mörtel / Putze zu verwenden.

Den Quick Mix VK 01 halte ich im vorliegenden Fall somit für ungeeignet, zumal er zur Verarbeitung stark saugender, Wasser sofort aufnehmender Steine vorgesehen ist.
Unter letzterem Gesichtspunkt wäre es ganz besonders wichtig, zu wissen, um welches Natursteinmaterial es sich handelt. Vermutlich ist es keines, das Wasser sofort rückstandslos aufnimmt!

Im Übrigen sollte es in der Region Gersfeld / Fulda kein Problem sein, Baukalke bzw. die von mir bereits genannten Werktrockenmischungen von Otterbein zu bekommen, denn das Werk liegt fast vor der Haustür.


i. V. Dirk Meisinger