Mörtel für Kappengewölbe

03.10.2011



Ich möchte in einem preußischen Kappengewölbe von 1895 später eingebrachte Leitungsdurchbrüche reparieren, indem ich die fehlenden Ziegelsteine im Verband wieder ergänze.

Frage: Mit welchem Mörtel mache ich das am Besten? Der vorhandene ist recht weich und ich nehme an, der für die Reparatur sollte nicht wesentlich davon abweichen.



nimm



12 Sand, 3 Kalk und 1 Teil Zement, einzusetzende Ziegel und angrenzende Ziegel gut annässen/tauchen !



Hört sich nach...



... Kalkzementmörtel an.
Warum dann nicht einen gewöhnlichen Feld-, Wald- und Wiesenmörtel (MG II) aus dem Baustoffhandel?

Grüße
Jörg



Mörtel



Der gewöhnliche Feld-Wald-Wiesenmörtel MG II ist Kalkzementmörtel.



Werkmörtel vs. handgemischt



Lieber Herr Böttcher,

genau das ist mir bewusst. Deswegen meine Frage, was an der von Olaf empfohlenen Rezeptur anders oder bessser ist.

Größe Jörg



MGII



Niemand hat geschrieben das der eine oder andere besser sei. Bei den Kleinmengen spielt noch nicht mal der Preis eine Rolle. Was für ein Problem haben sie also?
Das von Buridans Esel?

viele Grüße



ich



hatte das Mischungsverhältnis nur aufgeschrieben, um Ihnen das Selbermischen zu ermöglichen. Ich selber habe gern ein paar Tonnen Sand Kies und Splitt auf dem Hof, Kalk und Zement im Lager und mische mir meinen Mörtel nach Bedaf. Wenns Sie sich einen Sack Fertigmörtel aus dem Baumarkt holen wollen, so ist das Ihr gutes Recht und wird kaum schaden. Anders wäre es bei Beton, da würde ich dir abraten.



Danke



@ Olaf: Besten dank für die Info.

@ Herrn Böttcher: Um beim Gleichnis von Buridans Esel zu bleiben: Das Problem des Esels bestand darin, dass er wusste, dass die beiden gleichweit entfernten Heuhaufen gleichwertig sind - und er sich deshalb nicht enstscheiden konnte und verhungen musste. Im Gegensatz zum Esel war ich mir der Gleichwertigkeit von selbstgemischtem Mörtelhaufen und fertigem Mörtelsack zunächst nicht sicher - deshalb meine Nachfrage.

Jetzt weiß ich zwar um die technische Gleichwertigkeit beider Lösungen, aber glücklicherweise bleibt mir das Schicksal des Esels erspart, denn in meinem Fall ist der Abstand zum fertigen Mörtelsack der eindeutig kürzere und die Entscheidung fällt leicht.

Beste Grüße an beide
Jörg