Bruchsteinmauer von Klebemörtel befreien - nur wie?

28.06.2011



Hallo,

ich habe die letzten Tage damit verbracht eine Bruchsteinmauer im Nebeneingangsbereich von ihren Fliesen, dem Fliesenkleber und dem 2-3cm dicken Klebe-/Armierungsmörtel zu befreien. Leider ist das Zeug so hartnäckig, das es sich auf den Steinflächen nur sehr schwer komplett entfernen lässt. Zudem habe ich in ca. 1 Meter einen schwarzen Streifen aus irgend einem Anstrich. Rein optisch könnte das was bitumenartiges sein. Auch das lässt sich nicht wirklich gut entfernen.. Da ich das Mauerwerk gern offen gelassen hätte (nur neu verfugen), stellt sich mir die Frage wie man den Mörtel ganz ab bekommt? Alternativ bliebe dann ja nur die komplette Fläche zu verputzen... Aber auch hier wäre es wohl besser den Mörtel rückstandslos zu entfernen oder?

Gruss Oli



Nadelpistole



Hallo Oliver,

Versuchen Sie es doch mal mit einer Nadelpistole.

viele Grüße



Putzuntergrund



Wenn Sie die Variante Neuverputz wählen, spielen die paar Reste keine Rolle.
Das wäre übrigens die Variante, die ich bevorzuge.
Das Mauerwerk wurde nicht steinsichtig erstellt; die Optik nach dem Verfugen ist dann sicher Geschmackssache.
Es muß kein Glattputz sein; Kellenputz oder Pinselputz spart eine Menge Material und Zeit und passt zum Mauerwerk.

Viele Grüße



Nadelpistole



Diese Nadelpistolen hab ich mir mal angesehen und das schreit nach einer Menge Arbeit. Das lohnt sich wohl eher nicht...

Ich denke ich werde die Wand doch flächig verputzen, was im oberen Teil (oben im Bild) weniger problematisch werden dürfte! Hier sind die Fugen noch ok und ich konnte diese einfach mehrere Zentimter auskratzen. Auf Grund von Feuchtigkeit ist im unteren Teil des Mauerwerks kaum noch Fugenmaterial vorhanden und man kann sehr tief in das Mauerwerk hinein schauen. Hier rieselt das lose Material nur so heraus... Wie geht man mit sowas um? In einem ersten Schritt die Fugen mit Material so gut wie möglich schließen und dann nach Erhärtung verputzen? Oder sollte man die Fugen wieder komplett verfüllen?

Kann eigentlich noch jemand was zu der schwarzen, bitumenartigen Masse sagen? Denn die geht auch nur ganz schwer runter...

Gruss Oli



Da ein Forum ja nicht nur von Fragen lebt...



...soll es natürlich hier auch weiter gehen! Ich habe heute die gesamte Wand mit einem ersten Wurf Kalkputz versehen - der allerdings noch nicht ganz vollflächig ist. Kritik ist natürlich immer willkommen :-)Es ist schließlich meine erste Wand und man lernt ja nie aus...
Allerdings hätte ich auch wieder eine Frage an die Profis: Wie lange sollte man den ersten Wurf ziehen lassen, bis man weiter macht? Reich dann erneutes Vornässen des ersten Wurfes? Zur Vorgehensweise: Ich hätte gern in den kommenden Tagen die Lücken gefüllt und würde dann ganz gern das Ganze mit einem Quast "verwischen". Anschließend soll dann noch ein Anstrich in weiß erfolgen. Da dieser ja im Idealfall noch nass in nass erfolgen sollte, auch hier wieder die Frage wie viel Tage man maximal warten kann?

Gruss Oli



Innenputz



Hallo Oliver,
Ein Vorputz sollte eigentlich dazu da sein um Unebenheiten und Löcher bzw. Fugen in der Wand zu füllen. Das netzartige Vorspritzen mit dünnflüssigem Zementputz wird angewandt, wenn der Untergrund nur schwach bzw. ungleichmäßig saugend ist.
Das ist einfach nur eine mit zu dick angemischtem Putz vollgekleckerte Wand.
Stoßen Sie (falls das noch gehen sollte) die größten Putzbatzen etwas ab, füllen Sie die Dellen und Löcher mit Putz auf, tragen Sie dann eine Lage zum Egalisieren der Fläche auf. Entweder glätten Sie diese Lage mit dem Kellenrücken und dem Annetzer (Pinselputz) oder Sie benutzen diese Lage als Unterputz, auf dem dann noch eine Lage als Oberputz aufgetragen wird.

Viele Grüße
p.s. Und mischen Sie den Putz lieber etwas dünner als zu dick an!



Putz zu dick?



Hallo Herr Böttcher!

Aus Interesse - woran erkennen Sie das der Putz zu dick ist? Ich hatte die Tage bereits außen ein paar Stellen verputzt und dort war der Putz teilweise etwas dünnflüssiger und blieb dann nicht richtig kleben! Die Mischungen hier hafteten wunderbar... Deshalb dachte ich das der nun so besser ist... Aber ok!
Ich bin mir nicht sicher ob das auf den Bilder so rüber kommt, aber eine plane Fläche werde ich hier auf Grund der Höhenunterschiede sowieso nicht aufbringen können! Hierzu wäre eine Putzstärke >5cm notwendig.
Ihrer Antwort entnehme ich aber das ich es mit dem Vorspritzen etwas gut gemeint habe und direkt hätte vollflächig anwerfen können oder? Meine Idee war den Vorputz in 2 Lagen aufzubringen: Dir vorhandene Lage als eine Art relativ flächige Haftbrücke und vor allem um die Fugen zu schließen. Dann im 2 Gang eben das Einebnen der gesamten Fläche. Deshalb entspricht ihr Vorschlag in etwa dem was ich noch vor hatte... Bis auf das abstoßen... Denn mit Füllen der Löcher sollte eigentlich (denke ich zumindest) eine recht ebene Fläche herstellbar sein.

Gruss Oli