Mörtel für Backstein-Gewölbekeller



Einleitung:
Ich möchte einen Gewölbekeller tief (5m tief) im Garten eingraben, damit das Kellerklima sommers wie winters möglichst konstant bleibt. Den Keller will ich zum Lagern und Reifen meines Käses nutzen. Dort brauche ich idealerweise 8 bis 12 °C und 85 bis 90 % relative Luftfeuchtigkeit. Aus Backsteinen will ich die Wände und eine Tonnengewölbe mauern.
Frage:
Was für einen Mörtel sollte ich da verwenden?
Ich möchte, dass die Wände und das Gewölbe feuchtigkeitsdurchlässig bleiben damit sie die Luftfeuchtigkeit regulieren können.



Nun,



das Projekt ist anspruchsvoll. Lass es von einem Statiker rechnen, Erdlasten in dieser Größenordnung sind kein Kindergarten,



Decke betonieren



Zusätzlich zu dem was Olaf Bernhard schon schrieb solltest du dir überlegen ob es überhaupt sinnvoll ist im Freien, ohne Überbauung, ein gemauertes Gewölbe zu bauen. Denn da besteht auf Dauer das Risiko, dass irgendwann Sickerwasser in den Keller "regnet".
Ich denke, wenn nur die Wände gemauert, die Decke aber betoniert wird, wird die Feuchtigkeit im Keller immer noch hoch genug sein. (sieht man in tausenden von alten Kellern auf denen sogar ein Haus steht)
Abgesehen davon würde statt einem gemauerten Gewölbe eine gerade betonierte Decke viel preisgünstiger sein. Denn ein Gewölbe mauern machen Baufirmen eher selten.......
Einen Architekten/Statiker wirst du zwecks Bauantrag wahrscheinlich sowieso brauchen.

Gruß,
KH



Mörtel



Die Frage nach der Mörtelsorte ist ja wirklich nur das kleinste Problem bei solch einem Projekt. Da wird wohl der Statiker MG III verlangen. Sprich, Zementmörtel. Interessanter wird die Wahl der Steine und die Abdichtung.



@Methusalem



Daumen hoch!



Gib mal mehr Infos wenn du magst



Das ist ja ein super spannendes Thema. Ich stelle mir grad die gewaltige Baugrube von dem 5 m tiefen Keller in deinem Garten vor. Soll die abgeböscht werden oder mit Verbau? Schachte bloß nicht einfach senkrecht runter, das ist gefährlich.



Re: Mörtel für Backstein-Gewölbekeller



Schon gesehen?
So geht Gewölbebau: https://www.youtube.com/watch?v=o5jJh5xM6zQ , u. v. a. m. ;-)



Danke für die Hinweise



Das Video von Karl-Heinz Hubel ist genial. Der Gewölbemaurer spricht von viel Kalk (lime). Da ich das Gewölbe im feuchten Erdreich mauern will, wird nur hydraulischer Kalk in Frage kommen.
Der Fachmann für meine Statik hat hingegen wie Methusalem Zementmörtel vorgeschlagen. Bei Zement frage ich mich, ob er die Feuchte gut durchlässt. Meistens will man ja einen trockenen Keller. Ich brauche dagegen einen feuchten Keller.
Im Buch "Naturkeller" von Claudia Lorenz-Ladener wird ein Keller mit Backsteinen beschrieben (S. 88), bei dem hydraulischer Kalk benutzt wurde (allerdings kein Gewölbe). Konkret wird NHL 3,5-Z angegeben. NHL steht für natürlichen hydraulischen Kalk und das Z für Puzzolane. Solches Bindemittel scheint in Deutschland unüblich zu sein. Das ist eine Art Trasskalkmörtel, oder?
Ich will jetzt erst mal einen Testgewölbebogen bauen, um Verarbeitbarkeit, Festigkeit und Feuchtedurchlässigkeit kennen zu lernen.
Ich traue mir auch nicht zu, das Gewölbe so freihändig wie im Video von Karl-Heinz Hubel gezeigt zu bauen, sondern werde das Gewölbe auf einer Schablone mauern.



Gewölbekeller



Die Feuchtigkeit wird schon durch den Ziegel kommen, wobei je nach örtlichen Verhältnissen und Untergrund ein ‚zuviel‘ verhindert werden müßte.
Es gibt Fertigziegelkeller inkl Statik, ggf als Selbstbauprojekt.
Ca 1 m Erdüberdeckung wird schon genügen, um gleichmäßige Verhältnisse zu gewährleisten.