Möglicher Kauf Fachwerk

15.10.2017 KE



Liebe Experten und Expertinnen,

ich möchte evtl. ein altes Fachwerk Haus - Region Hunsrück - kaufen. Wie es heute so üblich, haben die ahnungslosen Besitzer "großartig" saniert - doppelverglaste Kunststofffenster eingebaut (also Taupunkt in die Wände verschoben, dabei nicht mal die Geschossdecke gedämmt), die Fassaden samt Balken vermutlich für den Verkauf völlig verkleistert (wird vermutlich abblättern) und rundherum auch eine Drainage gelegt (evtl. eine gute Maßnahme?).
Meine Frage ist nun, wie kann man diese "Sanierungsexpertise" kompensieren in Bezug auf Schimmel- Fäulnissbildung, sind die Maßnahmen
wenig"tragisch", müsste man die Fenster perforieren, die Farbe abschaben, also was müßte man konstruktiv am besten tun?



Fachwerkhauskauf



Ich empfehle dringend, einen Baukundigen, wenn möglich Fachwerkerfahren, zur Besichtigung vor!!! dem Kauf mitzunehmen. Aus der Ferne ist hier leider keine Einschätzung möglich. Da geht es auch um versteckte Mängel und im Endeffekt um den Kaufpreis und Überraschungen nach dem Kauf.



Fairer Kaufpreis



Grundstückswert - Abbruchkosten.



Vor-Ort-Termin



Ohne eine detaillierte Begutachtung in einem Vor-Ort-Termin lässt sich zu Ihrer Frage leider keine ansatzweise seriöse Antwort finden. Das die sog. "Sanierungsmaßnahmen" der Eigentümer i. d. R. nicht fachkundig und auch nicht fachwerkvertraglich ausgeführt worden sind, ist leider die Regel bei Immobilien jeglicher Altersklasse.

Nehmen Sie zu Ihrem nächsten Termin einen fachwerkerfahrenen Gutachter mit (Bauingenieur/Architekt), der den Bau in seiner Gesamtheit beurteilen kann. Und der ihnen über den Erhaltungszustand hinaus auch einen ersten, wenn auch überschlägigen Kostenrahmen für die Instandsetzung/Sanierung/Modernisierung benennen kann. Oder der Ihnen vom Kauf abrät.



Jemand fragen der sich



damit auskennt!

Hier tummeln sich einige Experten die sich für einen vor Ort anbieten. Fernmündlich ist das nicht zu klären.

Grüße aus Koblenz
Gerd Meurer