Mittelpfette durchtrennen

15.09.2005



Hallo,
wir haben ein altes Holzständerhaus von 1935 gekauf.
An diesem erstellen wir gerade einen Anbau. Um vom Dachgeschoss in den Anbau zugelangen müsste die Mittelpfette (nur 1,60m hoch) durchtrennt werden.Geht das so einfach? Wie versteifen wir dann den Rest?



Klären



lässt sich das nur am Objekt selbst. Die Mittelpfette muss ja irgendwo abgefangen werden. Evtl. kann Sie hochgehängt werden. Wie gesagt ist es nur direkt am Objekt zu klären, am besten mit einem Zimmermann.



Veränderungen an der Holzkonstruktion



sollten immer unter Aufsicht eines Zimmermann durchgeführt werden!


Ausführungstipps hier zu geben, wäre fahrlässig!



keine Statik



Danke für den Rat. Das Problem ist, jeder Fachmann (2Stück) sagt er könne am Dach nichts machen, weil es zu unterdimensioniert ist und er nicht die Verantwortung übernehmen will. Unterdimensioniert bedeutet alle 70 cm ein Sparren 10x12 auf einer Mittelpfette 12x12 mit Zangen vorn ,hinten und in der Mitte, keine Firstpfette,es liegt auf dem Rahmen des Holzständers auf,der ist auch nur 10x10



Um Bauteilbezogene Maßnahmen



auszuführen, wäre es dann zwingend, einen Statiker mit einzuschalten!

Gibt es Bilder von der Problematik?



so sieht es aus



das Dach. Muss der Statiker für die Änderung das ganze Dach neu berechnen ?



Mittelpfette



Dachog. Für einen Laien ist dieses Problem zugegebenermaßen etwas kompliziert, kommt aber am Bau ziemlich häufig vor. Beim Einbau von Gauben o.ä. wird man fast immer mit dieser Problematik konfrontiert. Neben der Pfette müssen auch die auf ihr ruhenden Sparren, den neuen Erfordernissen angepaßt werden. Der betreffende Teil der Mittelpfette wird herausgeschnitten und eine Ersatzpfette als neues Sparrenlager nach oben in Richtung First geschoben. Es ist dieses das Prinzip. Wie schon von meinen Vorschreibern bemerkt, sind die konstruktiven Details nur vor Ort zu klären. Mfg ut de ole Mark



nur



mal so eine frage: für eine Gaube (und den anbau) brauchen sie doch sicher eine baugenehmigung? wie haben sie die bekommen ohne statik?
und hinzu kommt, dass das dach, wenn sie ein gaube bauen, doch sicher gedämmt werden soll? und die ganzen lasten soll ein unternährter Dachstuhl tragen?
ich habe für den statiker ein paar hunnis bezahlt - gut angelegtes geld, wie ich finde. ich werde ruhig schlafen.
bei mir (auch so ein unternährtes mittelpfetten-kehlbalken-mischdings) kommt auch eine gaube, Wärmedämmung und biber doppeldeckung, ein stück mittelpfette muss auch raus - das hat gehörige auswirkungen: ich brauche eine firstpfette, sparrenfüße müssen verstärkt werden...(das war jedenfalls der teil, den ich noch verstanden habe). wie bereits gesagt, jedes dach ist anders, aber nur mal als anregung. tun sie sich den gefallen und engagieren sie jemanden, der mathematik im blut und rechnen als beruf hat.



Ohne



Statiker darf eine solche Maßnahme gar nicht durchgeführt werden.
Eine Lösung gibt es eigentlich immer. Hierzu wird aber sicherlich der ganze Dachstuhl zu rechnen sein und man muss auch einkalkulieren, dass alte Holzteile verstärkt werden müssen.
So ist das halt, wenn man Veränderungen vornimmt, hat das Konsequenzen und von irgendwas müssen wir ja auch leben ;-))



Der Anbau



hat natürlich eine Statik und eine Baugenemigung. Es ist wie ein eigenes Haus neben den alten Haus. Im Dachgeschoss wollen wir gern einen Durchgang haben.
Vielen Dank für eure Ratschläge. Irgendwie war mir das schon klar mit dem Statiker, aber die Hoffung was zu sparen hat man ja immer.



tja,



da hatte ich zwischen den zeilen schon richtig vermutet: mal abgesehen von der statik: tun sie sich den gefallen und studieren sie ihre lbo. sie brauchen mit ziemlicher sicherheit auch für ihre gaube/durchgang eine baugenehmigung, z.b. eben, weil es sich um einen statischen eingriff handelt.