Herausforderung Flachdach Dämmung / Sanierung

04.03.2009



Hallo!

Wir haben zwar kein Fachwerkhaus, sondern waren so wahnsinnig eine Bungalow mit Flachdach zu kaufen, da ebenerdig/barrierefrei. Das Forum hier finden wir sehr nett und interessant und möchten eine Frage stellen.
Viele sagen: Flachdach auauau, ist alles Mist. Bloß die Finger weglassen oder sofort aufsatteln.

Wir haben nicht gehört, nun hat es getröpfelt!

Eine unsaubere Stelle habe ich auf dem Dach gefunden und mal zugeschmiert. Im Raum darunetr habe ich die Holzdecke abgenommen => Die Dämmung ist mit Mineralwolle ausgeführt und fühlt sich sehr trocken an. Sie scheint nicht vollgesogen und schwer zu sein. War es evtl. doch nur Kondenswasser?! Dazu ist doch im Moment nicht die entsprechende Wetterlage, oder?

Jetzt wo die Deckverkleidung eh' runter ist frage ich mich wie man eine Dämmung am besten ausführen würde.

Dachaufbau ist wie folgt von unten nach oben:

- Holzpaneele (Rest vom Haus auch teilweise Gipsplatten)
- Lattung ca. 2cm
- Sparren ca. 10x20cm mit Zwischenabstand 60-62cm (Spannweite bis 6m)
+ Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle ca. 14cm (unten alukaschiert, oben Papier)
- Keile für Dachneigung ca. 2-6cm
- Lattung
- Spanplatten
- Bitumenbahnen

Das Dach steigt nach aussen und ist somit innen entwässert! Der Dachüberstand beträgt ca. 1/2 Meter, dessen Unterseite ist mit Profilbrettern ausgeführt. Die haben im Abstand von 30cm Entlüftungsbohrungen mit 25mm Durchmesser. An den Aussenmauern sind die Sparrenzwischenräume nicht ausgemauert und die Mineralwolle scheint einfach auf den Profilbrettern des Dachüberstandes aufzuliegen!?

Wohngefühl in Sommer und Winter war bislang eigentlich gut.

Die Deckenverkleidung ist nun seit 10 Tagen runter => Keine Feuchtigkeit trotz Regen mehr zu sehen. Bin unschlüssig wie es weiter gehen soll. Risse in der Alukaschierung der Mineralwolle abkleben und Decke wieder anbringen??

Für Tips wäre nwir dehr dankbar.


Schöne Grüße aus Unterfranken
Stefan Schmitt



Flachdach



Ja Ja die Flachdächer.
Die sind nicht so schlecht,kommt nur auf die Ausführung an.
Wie alt ist das Dach?
Wieviel Gefälle?
Wie groß ist es?
Ist zwischen Dämmung und dem Dachaufbau Hohlraum?
Wirklich Bitumen?
Hat das Dach Auflast ( Kies)
Schon mal einen Dachdecker da gehabt? Was sagt er?
Wurde es regelmäßig gewartet?
Dann mal los bin gespannt.

Grüße





Lass mal ausrechnen was euch eine Aufdachdämmung kosten würde, dann ist das Haus/Dach neu gedämmt und gleichfalls neu Abgedichtet.



Infos



Hallo
und danke für die schnelle Rückmeldung.

Nein, der Dachdecker war noch nicht da. Ich wollte mich vor einem Besuch gerne etwas vorbereiten...
Also: Haus ist Bj. 1976, Dachfläche ca. 180qm. An Anfang gab es wohl schon bald einige Probleme. Eine erste Neuabdichtung war nicht effektiv, sondern erst die 2. Wann das genau war kann ich nicht sagen, das könnte aber auch schon vor 20 Jahre gewesen sein.
Gefälle dürften ein paar wenige Prozent sein (Ist kein Nulldach).
Ja, zwischen der Dämmung und den Spannplatten ist Hohlraum. Dach steigt nach aussen an, also innen 4cm aussen eher 8-10cm.
Dachbahn ist schwarz, besandet und bei den momentanen Temperaturen relativ steif.. An der Stelle die ich zugeschmiert habe schien sie mir ca. 3mm dick zu sein. Spricht für Bitumen, oder?
Ja, Auflast ist Kies, das vergaß ich zu erwähnen.

Eine komplett Sanierung würde ich momentan gerne vermeiden. Folgeschäden sollte man natürlich vermeiden...

Was mir im Kopf herumschwirrt:
- In dem einen Zimmer, in dem die Holzdecke abgenommen ist, einfach die Paneele wieder anbringen (würden den Raum gerne wieder nutzen, da unser Schlafzimmer)? Dampfsperre/-bremse anbringen?
Oder auch die evtl. von oben angegammlte Zwischensparrenämmung erneuern? Welcher Art, evtl. Holzweichfaser...?
- Dach komplett von oben sanieren, Dachhaut öffnen, von oben das Dach neu dämmen und neu Holzplatten und Dachbahnen/-folie anbringen?
- Einen komplett neuen Dachaufbau mit richtigem Gefälle und Entwässerung nach aussen wählen??

Bin gespannt auf Eure Rückmeldungen.

Gruß
Stefan



Gesucht und nicht mehr gefunden



Hab' noch was vergessen.
Habe die Tage ja schon die bestehenden Beiträge zu den Dächern im allgemeinen gelesen...
Da wurde ein speziellerer Dachaufbau/Isolierung von Fred Heim erwähnt. Wie das aussehen soll ist wohl hier auf der Seite genauer beschrieben, ich kann es aber leider nicht finden.

Kann mir jemand sagen wo das ist? Wäre sehr nett.

Gruß
Stefan S.



Erst



mal die undichte Stelle suchen und abdichten.
Laß dir dann ein Angebot über ein Systemgefälledach machen.
Im System bekommst du leicht 10 Jahre Garantie auf Material und Arbeit.Schau mal auf Soprema.de oder Bauder.de
Mit einer guten Planung sind Flachdächer schon ok.



Dachhaut aus EPDM



hallo,
wir haben das Flachdach eines Gründerzeit-Altbaus kürzlich mit Resitrix epdm Folie abgedichtet, da sich darüber eine Dachterrasse befindet und wir nicht alle paar Jahre zu Reparaturen an die Dachhaut ranwollen/können.
Das Material ist umweltverträglich, stinkt nicht bei Sonneneinstrahlung und ist extrem belastbar, wie wir bei einem Test selbst sehen konnten: es wurde ein Loch benötigt und der Dachdecker hat mit der spitzen Seite des Zimmermannshammers minutenlang auf die Stelle eingehackt. Auch mit einem Cutter hatte er arge Mühe und letztlich hat er das Loch in die EPDM-Bahn gesägt.
Schöne Grüße,
Reni



Flachdach



Sicher sind alle Flachdachmaterialien auf dem Markt spitze.
Ob EPDM ( Gummy ) oder Bitumen oder PIB ( Rhepanol ).
Ist eine Sache des Preises.
Aber undicht werden die alle wenn man mit einer Latthammerspitze darauf hackt.
Dafür hab ich schon zuviele Flachdächer gemacht.

nasse Grüße



Kaltdach



Hallo,

so, der "Dachmann" war kurz da => Dachhaut müsste OK sein.
Auch er bestätigt, dass die Dämmung einen trockenen Eindruck macht.

War auch noch bei Baustoffhändler bezüglich Info zu neuer Dämmung in besagtem Zimmer. Leider waren am Freitag Nachmittag und Samstag anscheinend nicht die Leute mit sehr kompetenten Eindruck anwesend :-(
Vorschläge wären im wesentlichen Mineralwolle 035/032 in Dicke 160 - 180 plus Dampfsperre/bremse PE...Dasatop...

Habe mal am Samstag mal teilweise noch die Dämmung geöffnet um mal dahinter zu schauen
=> Spanplatten trocken und nicht verfärbt
- Sparren trocken
- Steinwolle 12cm ist unten alukaschiert und oben und an Seiten mit Papier kaschiert
- hie und da abgetrocknete Nässespuren (schwer zu sagen wie alt), zum Teil wohl auch auf Kondenswasser hindeutend, da an Spalten zwischen Dämmung und Sparren (z.B. an Kabeldurchführung...)

Hab mal noch ein Schemabild vom bestehenden Dachaufbau gemacht und angehängt.

Bitte um Kommentierung.


Schöne Grüße
Stefan S.



Ist eine Dampfbremse zwischen Decke und Dämmung



oder sieht der Aufbau in etwa soaus wie auf dem Foto

grüsse Thomas



2x Nö



1. Nein:
Momentan ist die Dampfsperre die Alukaschierung an der Unterseite der Dämmwolle
2. Nein:
Dachaufbau ist wie von mir skizziert. In der Skizze habe ich die Neigung etwas überzeichnet. In Realität ist sie 2-3 Prozent (nicht Grad).

Wie könnte nun eine neue Dämmung aussehen?

Gruß
Stefan S.



Bild



Hallo,

hier mal ein Bild, wie es mit geöffneter Dämmung von unten aussieht.

Habe bei den Holzfaserfirmen angerufen. Ratschläge gehen sehr weit auseinander z.B. den gesamten Dachraum von unten mit Holzfaser auszufüllen, was dann kein Kaltdach mehr wäre...

Was meint ihr dazu?


Gruß
Stefan S.



Du



muß schon den Lüftungsquerschnitt beachten beim Kaltdach,
sonst funktioniert das nicht.
Die Feuchtigkeit wird über diese Ebene abgeführt.Je größer die Dachfläche ist desto größer der Lüftungsquerschnitt.
Verringerst du den Querschnitt solltest du Zwangslüfter einsetzen lassen ( teuer ).
Der bituminöse Dachaufbau kann keine Feuchtigkeit abführen da die Bahnen sperren.
Also dann nach unten aufbauen,aber mit neuer Dämmung.
Schmeiß die alte weg.