Mineralschaum vs holzweichfaserplatte

24.02.2014 mruehrig



Hallo, will ei Sandsteinhaus von innen dämmen und schwanke derzeit zwischen beiden Materialien. Ersteres hat mir ein befreundeter Architekt empfohlen, über die Holzweichfaserplatten hab ich diverse Empfehlungen u.a. hier im Forum gelesen, weil sie offensichtlicher eine höhere Kapillarwirkung haben. In beiden Fällen würden die platten vollflächig verkleben und zum Innenraum mit diffusionsoffenem Putz bzw. Anstrich versehen. In großteieln der Außenwand soll eine Wandheizung eingebaut werden, weshalb mir eine gute Dämmwirkung wichtig wären
Mein Freund meinte, er hätte Bedenken bei den Weichholzfaserplatten wegen Feuchtigkeit im Anschluss an die Sandsteinaussenwand und Verrottung der holzmaterialien. Mit Minealschaum ht er gute Erfahrungen gemacht. So ein Sandsteinaussenwand ist wohl nie komplettt schlagregendicht und irgendwie leuchtet mir ein, dass ein mineralisches Produkt stabiler gegen kondensierende oder von außen kommende Feuchtigkeit st, als Holz. Ich tendiere weil ich gelesen habe, dass die Faserplatten höhere Kapillarwirkung haben und wohl auch bessere Isolationswirkung, für die Weichholzfaserplatten, lass mich aber gerne hier von Experten eines Besseren belehren. Verarbeitbarkeit und Kosten sprechen wohl auch für meine Lösung, oder?
Manfred



Mineralschaum vs. HWF



Hallo,
die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Mineralschaum ist nicht gleich Mineralschaum und dann kommt es auf das Gebäude an: Wo steht es, wieviel Schlagregen gibt es, welcher Sandstein und welches Format haben die Steine (bzw. wie hoch ist der Fugenanteil), wie dick ist die Wand, gibt es einen Dachüberstand, ist das Haus windgeschützt?
Daraus lässt sich eine Risikoabschätzung durchführen und entscheiden, welche Dämmstoffe in Frage komen, und wie der Gesamtaufbau ausshen soll.



Kapillaraktivität



Von der Kapillarität dieser platten halte ich nicht allzuviel, da es sich wie ein Porenbetonstein darstellt. es gibt mineralische Platten, die deutlich feinporiger sind. Der Fugenanteil scheint ja auch entsprechend gering zu sein, so dass gute Voraussetzungen für eine Innendämmung auch mit HWF vorliegen. Wichtig ist jetzt noch ein vollflächiger Innenputz (kein Gipsputz). Ich würde auch mineralische Materialien bevorzugen. Der Unterschied der Lambdawerte zwischen guten Mineralschaum- und HWF-Produkten ist gering (z.B. 0,043 zu 0,045/ pavadentro zu tectem).
Achja: zur Planung gibt es noch das WTA-Merkblatt, dass eine wichtige Hilfe darstellen kann.