Alles Schall und Rauch - !!! oder ???




Hallo

mal keine Frage aber evtl trotzdem interessant!

http://www2.haus-und-grund.com/presse_732.html

FK



Sinnlose Thermische Sanierung



@ Florian


Da greift "Haus und Grund" nach alten Fakten und versucht, die BundesreGIERung die Sanierung schmackhaft zu machen, indem sie die Kosten auf die Mieter umlegen will.
Daß eine energetische Sanierung nur im Ausnahmefall das einbrigt was sie kostet, ist schon längst rechnerisch bewiesen worden.

Aber es ist so, wie es die Kommunen im Moment mit Straßensanierungen macht: erst vernachlässigen und dann die Instendsetzung als Neubau deklarieren. Und dann zahlen die Anlieger bis zu 90% der Kosten. Beim Erhalt der Strassen bleiben die Kosten zu 100% bei der Kommune


Andreas



Leseprobe



Über Sinn und Unsinn von energetischen Sanierungsmaßnahmen und insbesondere deren Förderpolitik läßt sich freilich reichlich streiten. Und dieser Beitrag liefert zumindest das Potential hier wieder einmal einen neuen Rekord in Sachen geäußerter Meinungen aufzustellen.

Bevor es aber losgeht möchte ich hierzu noch folgendes voranstellen:

- Der von FK gelieferte Link spiegelt nur eine von 8 Kernaussagen der zugrundeliegenden Studie wieder. Man sollte diese also mal durchgehen, befor man das Mitreden anfängt.

- Dabei wird man in Punkt 4 der Fazits auf folgnde Aussage treffen: ... "Es kann daher davon ausgegangen werden, dass sich energetische Modernisierungen
innerhalb des Sanierungszyklus in der Regel in einem angemessenen Zeitraum amortisieren
lassen. Dies gilt jedoch nur, wenn zumindest ein Teil der folgenden Punkte zutreffen:
(1) Das Gebäude muss ... " (Fortsetzung S.49 der Studie)


Wie man sieht gibt es wieder einmal Schwarz UND Weiß zu beachten, doch wird Jeder - in Falle des Links von FK eine Vermieter & EIGENTÜMER nahestehende Organisation - nur wieder das hineininterpretieren, was in seinem Interesse liegt.



Noch zum Schluss ... bezüglich der angefangenen Diskussion der angeblich so hohen Belastung von Vermietern bei der energetischen Sanierung kann ich nur ein großes "Schwachsin!" entgegenstellen.
Schließlich, ist ein Vermieter dazu berechtigt die Kosten für eine energetische Sanierung bereits jetzt zu 100% innerhalb 10Jahren auf den Mieter umzuwälzen. Und das tut er auch, anderenfalls hätte ich wohl heut noch kein eigenes Haus! Das man die Wirtschaftlichkeitsrechnung für den Vermieter und nicht den Miete macht leuchtet mir irgendwie nicht ein.

... Das eigentliche Problem, daß nämlich Mieter nach erfolgter Sanierung oft fluchtartig das Haus verlassen weil die Mieten immens ansteigen ist doch wohl auch ein Grund dafür warum die Sache nicht funktioniert. Wer glaubt, dies durch eine angedachte gesetzliche Neuregelung der Mietzahlungskürzungen bei energetischer Sanierung zu lösen
scheint offenbar nicht zu sehen, daß dies nur ein noch größeres Akzeptanzproblem bei denen schafft, die am Ende die Rechnung zahlen (die Mieter). In meinen Augen wird sich somit die Flucht der Mieter nur um x Monate nach vorn verlagern.


Gruß aus Berlin,



Sanierung



@ Stephan


"für eine energetische Sanierung bereits jetzt zu 100% innerhalb 10Jahren auf den Mieter umzuwälzen. "
Nicht ganz richtig: 11% pro Jahr für 10 Jahre. Allerdings sinken die Mieten nach 10 Jahren nicht etwa wieder um 11%, sondern werden einfach beibehalten.

Während die Miete also um 11% der Kaltmiete steigt, ist die Energieeinsparung idR bei 2-3% der Heizkosten.

Also kein Plus beim Mieter...außer bei den Kosten


Andreas



Fast noch schlimmer: …



Es scheint noch keine detaillierte CO2-Bilanzierung der Produktion, des Verarbeitungsaufwandes und der späteren Entsorgung dieser ganzen Styroporwürfel zu geben.

Ich vermute aber ähnliche Verhältnisse wie bei der Neuproduktion angeblich umweltfreundlicher Autos vs. Verschrottung (oder Verschiffung in andere Länder) von nicht ganz so umweltfreundlichen Autos, die es aber im Sinne der Nachhaltigkeit noch locker ein paar Jährchen gemacht hätten.

Als vor einigen Jahren PSA bei ein paar Modellen serienmäßig Partikelfilter eingebaut hat, haben die deutschen Hersteller nur arrogant abgewunken. Jetzt haben wir den Fall, dass bis vor kurzem in hohen Stückzahlen verkaufte Fahrzeuge, z.B. alles mit dem MB 220d-Motor keine grüne Plakette bekommt…

Egal, das war nicht das Thema.

Was habt Ihr plötzlich für ein Herz für die Mieter entdeckt?
Sind es nicht gerade eben die Mieter, die vom Vermieter sogar Wärmedämmumngsmaßnahmen fordern können? Sind es nicht gerade eben die Mieter, welche die Mär vom eigenen falschen Lüften allzu bereitwillig nicht nur schlucken, sondern auch verbreiten, wenn es zum Schimmel in der Wohnung kommt?

Mir stößt es einfach nur sauer auf, dass angeregt wurde, in weitaus stärkerem Maße als bisher auch Fördergelder, die ich auch von meinen Steuern bezahle, in die Wärmedämmmaßnahmen eben derjenigen zu stecken, die sich das Geld doch wowieso bei den Mietern zurückholen (dass sie es nicht bei der Energie einsparen, scheint ja so langsam selbst in den vernageksten Köpfen angekommen zu sein).





@ Andreas:
... habe ja auch nicht behauptet, daß der Mieter positiv bei wegkommt! Wenn Du richtig ließt, habe ich in meinem Beitrag geschrieben, warum sich in meinen Augen das Gejammer der Eigentümer von Mietshäusern nicht nachvollziehen läßt.

@Christian:
Ohne Zweifel! Ich empfinde es z.B. auch als ein riesen Problem, daß bei der Installation Styropor gedämmter Fassaden Unmengen an Kunststoffpartikeln einfach so in die Umwelt freigesetzt werden.

Es gibt aber Alternativen zu Kunststoff und Co, und ... die Studie belegt auch, daß sich energetische Sanierungen unter gewissen Umständen lohnen können.


So wie ich Herrn Kurz kenne, ging es Ihn aber einzig um die Aussage, daß sich energetische Sanierung nicht lohnt! Daß dies aber pauschal nicht zu stimmen scheint erfährt man, wenn man die Studie wenigstens mal ließt!

"Hab ich doch schon immer gesagt", gehört hier also nicht hin, und ist damit nichts anderes als Meinungsmache oder das Steicheln des eigenen Egos!


Gruß aus Berlin