Mauerwerk trocknen

16.03.2009



Hallo Leute,
trotz langer Suche, konnte ich nicht die richtige Antwort auf meine frage finden, darum nochmal eine Frage zu Feuchtigkeit in Außenwänden.

Im EG meines Hauses wurde laut Gutachten Feuchte und Salzbelastung festgestellt. Ich möchte nun diesen Raum als Esszimmer nutzen und eine Fußbodenheitzung einbauen.
Außenwandaufbau: Zementputz, Bruchstein mit Lehmfuge
Das Bodenniveau im Raum liegt ca. 30 cm unter dem Straßen- niveu auf der Außenseite.
Wie kann ich nun die Feuchte im Mauerwerk bekämpfen?
Ich dachte an eine Horizontalsperre unter der Mauer und eine Vertikalsperre an der Außenseite.
Evtl. könnte mann auch die Fußbodenheitzung ein Stück an der Außenwand hoch ziehen und als Wandheitung im Sockelbereich verwenden.
Die Außenseite müsste gegen Spritzwasser geschützt werden wie könnte ich das tun?
Vielecht durch Wasserglas gebundenen Außenputz?
Ich bin für Ideen in alle Richtungen offen.



Hier scheint mir



eher eine Entsalzung des Mauerwerks in Frage zu kommen und eine gleichmässige Wandtemperrierung, was soll bei einem versaltem Mauerwerk, eine Horizontalsperre bringen?

grüsse Thomas



Gute vor-Ort-Betreuung!



Wenn es Ihnen weiterhelfen könnte und Sie nicht auf versuche und Probierungen herumreiten wollen, dann könnte ich Ihnen hier einen guten und sachlichen Fachkontakt vermitteln.

Plattform sein Dank und auch der Messe in DD, wo die Regionalgruppe von Fachwerk.de aktiv mit ist.

Hier die Möglichkeit der Hilfe:

Sachverständiger, Holzschutz und Baubiologie
Dipl.-Ing. (FH) Mathias Heine
Dippoldiswalder Str. 66
01731 Kreischa bei Dresden
Tel.: 035206 21147
Fax : 035206 / 30348
eMail: m.heine@baubiologie-heine.de
WWW: Homepage

Ganz einfach über's Telefon kontaktieren und dann entscheiden!

Grüße in das Muldental,
Udo Mühle



Danke für die Auskunft



Meines Wissens nach sind Salze in trockenen Wänden inaktiv bzw. gebunden und harmlos, deshalb die Horizontalsperre.
Contra: Ich habe gehört, das ich keine Horizontalsperre in diese Art von Mauer einbringen darf. Es soll sonst zu Rissen kommen. Das kann ich mir aber nicht vorstellen.
Die Horizontalsperre würde ich als Betonunterlage unter die Mauer bringen, ist das sinnvoll?

Über Entsalzungsarten wurde schon viel geschrieben aber wirklich schlau bin ich daraus nicht geworden. Und das Angebot für eine elektrophysikalische Entsalzung (Matrolan) ist sehr kostenintensiv und erscheint mir doch etwas suspekt.
Was hatt es mit der s.g. Bindentechnik aufsich?
Ich habe von einem Restaurator im Maurerhandwerk auch den Verweis auf Sanierputz und Silikatfarbe erhalten, dies ist meines Erachtens nicht sinnvoll.
Innen soll Lehmputz und Kalkfarbe aufgetragen werden.



Mauerwerk trocknen



Mein erster Tipp:
Vergessen Sie alle Marken- und Handelsnamen von Baustoffen. Was zählt, sind ihre Eigenschaften, nicht der Hersteller.
Nun zu Ihrem Problem:
Es gibt so wenig Antworten, weil Ihre Informationen zum Problem sehr spärlich sind.
Schon ein Foto von außen und eins von innen wären sehr hilfreich.
Eine Erläuterung, warum der Gutachter zwar Feuchte im Mauerwerk festgestellt hat (dazu brauchen Sie keinen Gutachter, das sehen Sie selber), aber wo sind seine Empfehlungen zur Beseitigung?
Wie wurde das Gebäude vorher genutzt?
Wie dick ist die Wand, wie sieht sie außen aus?
Bruchstein- oder Quadermauerwerk?
Ob der angegebene Zementputz außen oder innen ist, wissen wir nicht.
Ist die Wand eigentlich ein Sockel?
Wurde das Gelände aufgefüllt bzw. warum ist das Gelände außen höher?
Was ist mit Dachüberstand, Oberflächenform,Dachentwässerung?
Wie wird der Raum innen genutzt, wie wird er beheizt?
Mit mehr Informationen kommen Sie sicher auch zu einigen genaueren Antworten.

Viele Grüße