Mauerwerk neu verfugen/sanieren

04.08.2019 LenaB.



Moin,

Eine Ecke im Haus bereitet mir Kopfzerbrechen. Und zwar geht es um die kopfseite der Küche, dort haben wir ein zweischaliges Mauerwerk mit jeweils einer steinreihe, dazwischen sind ca.25cm Luft. Hier befindet sich auch ein Kamin. Der Anschluss zur rechten Wand ist leider kaum noch vorhanden, die Fugen sind praktisch leer und bröseln vom schief anschauen.
Ein beauftragter Maurer möchte hier mit einem herkömmlichen Zementmörtel die Fugen füllen und so den Anschluss wieder herstellen. Er sagt mit einem reinem Kalkmörtel würde man die Stabilität hier nicht hinbekommen, im Rest des Hauses wäre das kein Problem.
Grundsätzlich habe ich Vertrauen in sein können.
Ist es richtig dass man hier nur mit Zementmörtel eine ausreichende Stabilität wieder herstellen kann?
Kann ich mit dem Einsatz von Zement mehr kaputt machen?
Vielleicht hat noch jemand ganz andere Vorschläge?
Lieben Gruß



Mauerwerk neu verfugen



Hallo,

reiner Zementmörtel hat nur einen ganz engen Anwendungsbereich, in dem er sinnvoll oder vorgeschrieben ist.
Standardmäßig verwenden Maurer, wenn nicht ausdrücklich anders verlangt, einen Kalkzementmörtel. In der Denkmalpflege hat Zement eigentlich nichts zu suchen. Aber reiner Kalkmörtel ist zu weich und wird nicht zur notwendigen Festigkeit führen. Ein NHL 3,5 (natural hydraulic lime, naturhydraulischer Kalk) wäre ein Kompromiss. Ich hab ihn schon zur Restaurierung einer Klostermauer verwenden lassen. Es gibt ihn z.B. bei Otterbein oder Hessler-Kalk. Leider ist er erheblich teurer als Zement. Schaut dort mal auf die Homepage.